• Tag 30 – 35, Woche 5 #coronatagebuch

    Tag 30 – 35, Woche 5 #coronatagebuch

    Dienstag, 14.04.2020

    Ach ja! *seufz* Dafür, dass da draußen die Pandemie tobt, waren die Ostertage wirklich toll! Wir schwelgen in Plänen für das neue Haus, waren wandern und haben viel tolles Essen gehabt. Ich genieße es, das die Kinder einfach mal alle Zuhause sind und nicht schon wieder über die Feiertage mit Freunden verabredet. Wobei über solche Feiertage gehts immer noch. Da sind sie sonst auch einfach Zuhause.

    Nun ist der GG heute wieder arbeiten und ich und ich die Kinder sind weiterhin zuhause. Nun aber ohne strukturierten Tagesablauf durch die Aufgaben aus den Schulen. Da bin ich ja gespannt wann der Lagerkoller einsetzt.

    07:00 nähen, nähen, nähen, da ich alle Masken zu Ostern verschenkt habe, sind nun die Sammelboxen für Kinder- & Altenheime dran die es gilt zu füllen.

    09:00 Uhr wir haben seit dem Einzug vor 9,5 Jahren ein Ameisenproblem. Jetzt sind sie wieder aus dem Winterschlaf erwacht und es kommt wieder der Ameisenmann. Vorher habe ich aber einen Film gemacht und gelernt wie man mit Insta-Storys lustige Features einfügt. *kicher* Einfach mal auf den Link klicken! 🙂

    Ansonsten habe ich endlich die Steuersachen für die Firma angefangen, superviele E-Mails beantwortet und mich gewundert, wieviel man schaffen kann wenn die Kinder nichts für die Schule machen müssen und ellenlange Fragen stellen.

    Abends dann ein tolles ZOOM-Meeting mit einem Mütternetzwerk im Ruhrgebiet. Das war mega!

    Mittwoch, 15.04.2020 #Tag 31

    Kinder lüften, sie machen einen auf Sommer und malen draußen obwohl es viel zu kalt ist. Auch gut. So habe ich mal absolute Stille im Haus. Das ist etwas GANZ SELTENES geworden in diesen Tagen.

    Wir fahren noch zur Post (die TT hat ein neues Handy bestellt) weil das Paket nicht an der Haustür übergeben werden kann mit Unterschrift, muss man jetzt immer in die Filiale. Außerdem gehen wir noch einkaufen.
    Mich irritiert noch immer, dass es in jeder Filiale anders abläuft, aber auch daran wird man sich vermutlich gewöhnen müssen.

    Donnerstag, 16.04.2020 #Tag 32

    Nachdem die Kinder seit gestern absolute Lagerkollersymptome drauf haben, habe ich beschlossen, dass wir heute einen Ausflug machen. Das Auto des GG ist kaputt, darf nicht mehr fahren, kann aber auch noch nicht in die Werkstatt. Also fährt der GG mit meinem Auto.
    Nun muss ich aber heute auch einkaufen, und so fahre ich Ihn morgens in die Firma. Was gut ist, denn die Straße ist sowieso mit viel Polizei und Feuerwehr komplett gesperrt und man bekommt keinen Parkplatz. Das Nachbarwerk brennt. Ich habe die ganze Nacht schon immer die Sirenen in den umliegenden Stadtteilen gehört und die Nachricht im Radio der Anschrift der Vollsperrung hat uns schon ahnen lassen wer da eventuell heiß saniert. *frechgrins* Sorry, aber ein bisschen Galgenhumor muss sein.

    Fix in den Real zum einkaufen. Vielleicht gibt es ja da Toilettenpapier. …
    -> Nö: Fehlanzeige.

    Den Vortrag des LKA Düsseldorfs über „Digitale Sicherheit für Kinder“, den der GG von seinem Arbeitgeber online bekommen hat lassen wir sausen und fahren Nachmittags an die Elbe. Es ist herrlich die da so ausgelassen Blödsinn machen zu lassen.

    Ich habe Muffins und Sprühsahne gekauft und die machen nur Blödsinn damit. Aber es tut gut sie so ausgelassen Spaß haben zu sehen. ♥

    Abends wieder ein Zoom-Meeting mit dem Netzwerk in Neuss.

    Freitag, 17.04.2020 #Tag 33

    Normales Tagesprogramm. Mittags backen die Kids selber Pancakes und ich arbeite durch. Die Steuerunterlagen müssen endlich fertig werden.

    Samstag, 18.04.2020 #Tag 34

    Cabrio-Ausflug zum Finanzamt. Es ist geschafft , ich habe die Buchhaltung gestern geschafft und so bringen die TT und ich die Unterlagen direkt in den Briefkasten.
    Und dann machen wir noch einen Schlenker in die City und holen den weltbesten Döner aus der Bude am Lieblingskino. Wenn wir schon in der Nähe sind.

    O.k. wenn wir ehrlich sind, war die Dönerbude der Grund für den Ausflug und während wir überlegten ob das nicht ein bisschen zu weit zu fahren ist, fragte der GG ob ich demnächst nicht am Finanzamt vorbeikomme … *zwinker*

    Sonntag, 19.04.2020 #Tag 35

    Mein Geburtstag!

    Ich durfte ausschlafen bis die ersten Gratulanten anriefen. Das Telefon wurde mir ans Bett gebracht und dort habe ich noch lange Zeit verbracht denn ich konnte erstmal Nachrichten auf allen Kanälen lesen und zwischendurch klingelte es immer gleich wieder.

    Und so ging es den ganzen Tag weiter. Da wir ja nichts machen konnten habe ich in aller Ruhe einfach mit allen Anrufern länger telefoniert. Das war sehr schön. Alle anderen Familienmitglieder ließen mich einfach in Ruh. Herrlich!


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  • WIE? VIELE? WÖRTER? HAT? EIN? KIND? #gastbeitrag von Anette Göttlicher #coronaeltern

    WIE? VIELE? WÖRTER? HAT? EIN? KIND? #gastbeitrag von Anette Göttlicher #coronaeltern

    Bisher wusste ich schon, dass Frauen eine gewisse Menge an Worten haben, die sie pro Tag loswerden müssen. Aber selbst bei Frauen ist irgendwann Schluss mit reden. Da sind dann halt alle Worte aufgebraucht.

    In Coronazeiten lernt man aber dazu!

    Ich z.B. habe gelernt:
    1.) Kinder haben NOCH MEHR WÖRTER zur Verfügung und
    2.) Ich kann nur bis zu einer gewissen Menge Wörter zuhören. Anschließend ist mein Kopf voll und ich bin nicht mehr aufnahmefähig. Bei drei Kindern ist hier aber täglich noch sehr viel im gemeinsamen Wortkontingent übrig, wenn ich aber schon voll bin.

    Was die Kinder so alles reden im Homeschooloffice?
    Die Autorin Anette Göttlicher hat 2 Kinder und es heute perfekt zusammengefasst und ich darf Ihren Text als Gastbeitrag veröffentlichen.


    „Mama, …

    …… was ist ein Senat?
    … wo ist meine Maske?
    … wo ist mein Jojo-Buch?
    … was gibt’s zu essen?
    … gibt’s irgendwo ne Tüte?
    … kannst du mir helfen? Nur kurz
    … der Bruder ärgert mich!
    … die Schwester stört mich!
    … der Bruder ist im anderen Zimmer, nervt aber trotzdem!
    … aua!
    … warum muss ich eine große Schwester haben?
    … krieg ich Geld für die Fahrkarte?
    … warum haben wir keine Milch mehr?
    … wie konjugiert man afficere?
    … wo hast du mein iPad hin?
    … hast du etwa im Kinderzimmer gestaubsaugt? Mir fehlt ein wichtiges Lego-Teil!
    … sorry, hab‘s vergessen, arbeite ruhig weiter
    … fahren wir in den Pfingstferien in den Urlaub?
    … kommt der Bruder auch mit?
    … wo ist mein Geodreieck?
    … ich geh mal aufs Klo
    … kannst du mir helfen? Nur kurz
    … wann kann ich meinen Kumpel treffen?
    … wann gibt’s Essen?
    … gibt’s auch mal wieder was anderes als Nudeln und Risotto und Gemüse?
    … kann ich ne Cola?
    … au!
    … was ist past progressive?
    … hast du ne E-Mail von meinem Geschichtslehrer bekommen?
    … wo ist meine EC-Karte?
    … wie ist die PIN?
    … aua, hör auf!!!
    … er hat angefangen!
    … sie hat angefangen!
    … Alter, bist du genervt!
    … kannst du mir helfen? Nur kurz
    … welcher Bus fährt ins Westend?
    … was arbeitest du eigentlich? Du sitzt immer nur vor dem MacBook
    … wie spät ist es?
    … au!
    … ich war auf dem Klo
    … ich hab keine sauberen Jeans mehr, keiner hat die gewaschen
    … der Biomüll stinkt!
    … wo ist mein orangener Stift? Nein, nicht der, der andere!
    … kannst du mir bei dem Jitsi-Login helfen?
    … wo ist das Ladekabel fürs Laptop?
    … ich muss was basteln und brauche Wolle in fünf Farben, DIN-A-2-Pappe und Tapetenkleister
    … wann bekomme ich Inlineskates?
    … wann feiern wir meinen Geburtstag nach?
    … warum hab ich einen kleinen Bruder?
    … Alter!
    … bekommen wir noch ein Baby?
    … kannst du mir helfen? Nur kurz
    … wie definiert man Republik?
    … ich bin fertig mit meinem Wochenplan
    … ist doch egal, dass der aus dem April ist
    … ich hab Hunger!
    … wann gehst du einkaufen?
    … kannst du meine Maske waschen? Ich brauch sie in 20 Minuten
    … wann hat Platon gelebt?
    … ich war höchstens eine Stunde auf dem Klo, du musst nicht immer gleich ausflippen
    … wieso kannst du so nicht arbeiten? Wir sind doch ganz leise
    … auaaaaaaa!
    … wann gibt’s eigentlich Essen?
    … soll ich schon mal die Herdplatte anstellen?“


    Vielen vielen Dank Anette! Das fasst es perfekt zusammen! 🙂

    Und wenn wir mit Schüler-Lehrer-Spielchen fertig sind, dann quasseln die einfach weiter. Ich überlege seit Wochen woran das liegt. Warum reden die mehr als früher? Hysterie? Lagerkoller? Mitteilungsbedürfnis weil Mama mehr verfügbar ist?

    Meine Vermutung: Das, was die sonst an Bushaltestelle, im Schulbus, auf dem Pausenhof, im Unterricht, in der Mensa, im Hort, bei Ausflügen, auf dem Heimweg, mit Freunden, am Telefon oder sonstwo loswerden, all DAS prasselt nun auf mich ein!

    Wie ist das bei Euch?

  • Tag 24 – 29 #coronatagebuch, Kantine, Mensa und Co.

    Tag 24 – 29 #coronatagebuch, Kantine, Mensa und Co.

    Mittwoch, 08.04.2020 #Tag 24

    Der Tag beginnt mit dem schnellen Gang zum Bäcker, den wir uns angewöhnt haben. Mit Irgendwas muss ich die Bande hier schließlich bei Laune halten. Nicht das wir hier so enden:

    abgezeichnet durch Spanienkind

    Es geht weiter mit einem kurzen gemeinsamen virtuellen Geburtstags-Call bei der Oma. Geburtstag haben während einer Pandemie ist total blöd für so kommunikative Menschen wie meine Mum und mich, also überraschen wir sie mit einem virtuellen gemeinsamen Besuch meiner Geschwister und aller Enkel gleichzeitig per WhatsApp.

    Beim einkaufen eskaliere ich ein wenig bei der Blumenauswahl und das Mittagessen holen wir im Cabrio bei McDonalds ab.

    Abends kommen auch endlich Hoffnungsschimmer aus NRW. Der Energieberater / Statiker / Bauingenier und die Zeichnerin haben die Pläne für den Umbau fertig und uns eine 3D-Ansicht des dann fertigen Hauses geschickt. Endlich ein Lichtblick. Nun heißt es Bauantrag stellen.

    Donnerstag, 09.04.2020 #Tag 25

    Kleine feine Ablenkungsmanöver von den Kollegen aus dem Co-Working-Office.

    Und irgendwie hatten hier alle heute einen Clown zum Frühstück! 😀 Zur Mittagspause tauchen die Kinder aus Ihren Zimmern auf, spielen per Handy einen Schulgong ab, legen mir jeder einzeln die Schul-Essen-Karten hin und verlangen Ihr bestelltes Mittagessen.

    Von wem sie so einen Blödsinn gelernt haben weiß ich auch nicht! *unschuldiggenhimmelflöt*

    Freitag, 10.04.2020 #Tag 26

    Es ist Karfreitag und als gute Münsterländerin verarbeite ich die wohlgehütete Hefe selbstverständlich zu Struwen.

    Die Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr verteilt die Osterüberraschungen und schickt die Kinder per WhatsApp zum Briefkasten. Eine süße Überraschung! ♥

    Und nachdem ich davon überzeugt bin, dass wir über kurz oder lang auch in Deutschland eine Maskenpflicht bekommen werden, nähen wir fleißig weiter. Obwohl … wenn Masken Pflicht werden… Ich bin da ja IMMER vorbereitet!

    Ostern, 11. – 13.04.2020 #Tag 27 – 29

    Die Ostertage waren ansonsten geprägt von viel guter Luft, Sonne und leckeren Essengelagen.

    Ansonsten haben wir viele Nachrichten versendet, geguckt und aufgeschrieben.

    Die Familien werden in diversen WhatsApp-Gruppen auf dem laufenden gehalten, die TT vloggt für sich, ich schreibe fleißig alles für uns und Euch hier auf und den Neuigkeiten aus Funk und Fernsehen kann man ja auf Dauer auch nicht entgehen.

    Ich gestehe aber, dass ich immer öfter bewusst die Social MediaKanäle und auch die anderen Flimmerkisten auslasse. Ich kann es nicht mehr hören, lesen und sehen.


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  • Tag 18 – 23 #coronatagebuch, Blut, Schweiß und Klopapier

    Tag 18 – 23 #coronatagebuch, Blut, Schweiß und Klopapier

    Liebes Tagebuch, es tut mir leid. Auch zu Dir komme ich zur Zeit nur extrem selten im Moment. Diesen Text schreibe ich mir an Tag 36 von der Seele, weil ich kurz davor bin durchzudrehen, aber dazu dann am Tag 36. Jetzt machen wir erstmal bei der Berichterstattung von 18 weiter. *hysterischkicher*

    Donnerstag, 02.04.2020 #Tag 18

    Nach dem gestrigen Nervenzusammenbruch kann ich wieder klarer denken. Mein Hirn fühlt sich an, als hätte ein Gewitter die Luft gereinigt und ich habe wieder Durchblick.

    Zur Stimmungsmache haben wir uns Mittags mit Lieferservice belohnt.

    Abends wieder ein spannendes Zoom-Meeting mit einem tollen Netzwerk in unserer neuen Heimat gehabt. Es ist großartig auf diese Weise schon jetzt neue engagierte Unternehmer kennen lernen zu können. Über das Netzwerk werde ich sicherlich demnächst mal berichten.

    Freitag, 03.04.2020 #Tag 19

    Gestern kam die Klopaper-Alternative an, die wir nun testen dürfen. Dafür habe ich ein kleines lustiges Video für die Stories auf Instagram (Stichwort Podusche) und Facebook gedreht.

    Außerdem habe ich mein Gewerbe abgemeldet! 🙁 Ein saukomisches Gefühl. 🙁

    Aber keine Sorge, nur für den Umzug muss ich es hier in Dresden abmelden und nach dem Umzug dann in Neuss wieder anmelden. 🙂

    Samstag & Sonntag, 04. & 05.04.2020 #Tag 20 & 21

    Wir haben genäht, genäht und genäht. Zwischendurch wurde zugeschnitten, zurechtgebügelt, die Nähmaschine vom Diplomingenieur repariert, geflucht und weitergenäht. Nun haben wir genügend Masken für uns und um die Großeltern zu Ostern damit beschenken zu können.

    Außerdem wurde die Terrasse aus dem Winterschlaf geholt. Ich habe rigoros keinen Bildschirm angestarrt und keine Tastatur angefasst, sonst wäre ich vermutlich durchgedreht. Wer mir nicht beim Nähen geholfen oder zugesehen hat, saß vor einem Hörbuch oder doch auch mal noch über einem Lehrbuch.

    Montag, 06.04.2020 #Tag 22

    Direkt nach dem aufstehen schnell zum DRK und Blut spenden. Aus den Halsschmerzen der letzten Woche ist nichts entstanden was mich davon abhalten sollte, also geht es los.

    Auf dem Heimweg gegen 08:30 Uhr fällt mir auf, wie verdammt leer es ist und wie schnell man durch eine Stadt kommen kann wenn die Straßen im Berufsverkehr nicht völlig überlastet sind. Ich bin ja sehr gespannt was unsere Umwelt an Veränderungen durchmacht weil einfach die Luft in diesen Zeiten auch wieder weniger belastet wird.

    Zuhause angekommen wecke ich die Bande für einen neuen arbeitsreichen Tag an den diversen Schreibtischen.

    Als der Paketbote klingelt bin ich erstaunt, denn wir haben nichts bestellt und unsere Nachbarn sind eigentlich auch alle Zuhause, so dass ich nix annehmen musste in letzter Zeit. Aber als ich das Päckchen öffne, bekomme ich augenblicklich einen albernen Lachanfall. Denn eine meiner Leserinnen hat mir DAS geschickt:

    Falls noch ein Zweifel bestanden hat wer die großartigsten Blog-Leser hat: Das! Bin! EINDEUTIG! Ich! *frechgrins*

    Dienstag, 07.04.2020 #Tag 23

    Ich stehe früh wie immer mit dem GG auf, und starte den Tag mit meiner NordicWalking Runde. Seit ich einer bunten WhatsApp-Sport-Motivations-Gruppe beigetreten bin, werde ich süchtig nach Laufausflügen um in der Gruppe posten zu können. 🙂 Krass wie das motiviert.

    UND ich habe gemerkt, dass ich anschließend entspannter die allgemeine Lagerkoller-Laune und das Homeschooling (ja ich weiß, das ist kein wirkliches, aber alle nennen es so!) ertragen kann.

    Nachmittags haben die Mädels einen Zahnarzt-Kontrolltermin und da das Spanienkind zeitgleich Online-Nachhilfe bekommt fühlt es sich ganz kurz an, als wäre ich ALLEIN zuhause. *seeliggrins* DIESE STILLE! *genieß*

    Keine Sorge! Dauerte nur ganz kurz!

    Ich habs zum arbeiten statt für ein In-Ruhe-Käffchen genutzt. *kopftisch*

    Danach wieder das übliche gemaule, gezeter, gefrage und vor allem gestreite wer dran ist mit Spülmaschine ausräumen. *augenrollenddiebürotürzuwerf*

    Immer wieder bin ich unendlich dankbar, wie „gut“ es uns in dieser ungewöhnlichen Zeit geht. Keiner in Kurzarbeit, alle gesund, … aber dann gibt es eben auch Momente … da könnte ich hier ALLE ZUR ADOPTION FREIGEBEN!!! *handtuchwegpfefferundab*

    Wie ist das denn bei Dir?

  • Tag 13-17 #coronatagebuch, Fehlendes Klopapier und ein Nervenzusammenbruch

    Tag 13-17 #coronatagebuch, Fehlendes Klopapier und ein Nervenzusammenbruch

    Nach anfänglicher Tagebuch-Euphorie merke ich, dass ich einfach nicht dazu komme täglich zu berichten. Daher gibt es ab sofort Zusammenfassungen wenn ich Zeit und mein Hirn Lust hat. 🙂

    Samstag, 28.03.2020 #Tag 13

    Einkaufen im Großmarkt. Erstens erhöht das die Chance auf Klopapier denn dort dürfen nur „vernünftige Menschen mit Kundenkarte“ einkaufen (dachte ich) und zweitens haben die das beste Fleisch und Fisch hier in der Umgebung.

    Alles alle! 🙁

    Sonntag, 29.03.2020 #Tag 14

    Die Uhr wurde umgestellt. Ansonsten sind unsere Wochenenden entspannt. Die Eltern planen den Umbau des neuen Hauses, sitzen über Plänen und ändern und optimieren und überlegen und planen wieder um. Und die Kinder sind einfach nur dankbar, mal nicht am Schreibtisch zu hocken.

    Montag, 30.03.2020 #Tag 15

    Die geplante Blutspende musste ich leider verschieben weil ich Halsschmerzen hatte. Mal sehen was das wird. Ich bin schlapp, ich bin müde, ich bin antriebslos, vielleicht werde ich ja krank. Oh je, haben wir uns schon angesteckt?
    Es fühlt sich allerdings nicht nach Grippesymptomen sondern nach Erschöpfung an. 🙁 Ich lege einen „ruhigeren“ Tag ein und arbeite nur das allerwichtigste ab.

    Dienstag, 31.03.2020 #Tag 16

    Alles läuft seinen gewohnten Gang. Die Kinder machen Homescooling. Die beiden Großen sehr sehr selbständig, so dass ich schon ein schlechtes Gewissen bekomme mir zu wenig Zeit für sie zu nehmen, und die Lütte bei mir im Büro mit tollen Aufgaben, für die sie viele Sachen im Internet angucken und ausprobieren darf. Zum Glück, denn ich bin weiterhin Antriebslos und habe grad keine Kraft Ihr viel zu erklären.

    Was ist nur los mit mir?

    Abends findet der GG eine Mail in seinem Postfach.
    Von der Klassenlehrerin des Sohnes. 🙁

    Mittwoch, 01.04.2020 #Tag 17

    Ich wache auf mit gemischten Gefühlen. Wen knöpfe ich mir zuerst vor? Den Sohn? Oder die Lehrerin?

    Ich sprach zuerst mit dem Sohn. Anschließend wurde mir so EINIGES klar und ich bekam den Nervenzusammenbruch meines Lebens. Ich schrie den Sohn an, ich machte mir wahnsinnige Vorwürfe und kreischte hysterisch in ein Telefon, das mir die Jüngste hinhielt: „NICHT JETZT!“

    Ich tobte, ich weinte, ich brüllte bis ich heiser war.

    Anschließend wurde mir klar, dass das nicht dem Sohn gegolten hatte sondern der gesamten Situation geschuldet war. Ich hatte über 2 Wochen durchgehalten, durchgelächelt, die Starke gegeben, das Vorbild gespielt und versucht alles im Griff zu haben. Wie sehr mich das alles rund um die Umstellung mit Corona, Pandemie, Ausgangsbeschränkungen & Co. belastete, das wurde mir erst nach meinem Anfall bewusst.

    Erstmal entschuldigte ich mich bei meinem Sohn. Mehrmals!

    Dann versuchte ich herauszubekommen wer denn da am Telefon war und wie ich mich dort entschuldigen konnte. … zu meinem großen Glück war es ein mieser Telefon-Verkaufs-Trick-Betrüger, wie sich nach Eingabe der Nummer in google herausstellte.
    DIE! HABEN! ES! NICHT! ANDERS! VERDIENT!
    … und das Jugendamt haben sie anscheinend auch nicht informiert. Stand 14.4. ist noch niemand aufgetaucht und hat die hysterische Mutter besucht. *frechgrins*

    Die ganze Geschichte rund um die Mail und was ich der Lehrerin schrieb findest du hier!

    Und dann wurde mir auch klar, was die schlappen Tage zuvor zu bedeuten hatten. Ich war einfach am Ende! Zum Trost backten wir uns einen Kuchen!

    Seit der Nummer, die hier bei allen mal „die Luft gereinigt“ hat, versuche ich mehr auf mich zu achten und auf die Signale des Körpers zu achten.

    „Ich muss nicht immer alles Griff haben und die Starken sein!“ … ist mein neues Mantra! *zwinker*


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  • Freitag der 13. – Gedanken über die Vor- und Nachteile eines wegen CORONA abgesagten Musicalbesuches.

    Freitag der 13. – Gedanken über die Vor- und Nachteile eines wegen CORONA abgesagten Musicalbesuches.

    Es war Freitag der 13. im März 2020 als sich unser Leben gravierend veränderte.

    Im Internet und diversen WhatsApp-Gruppen machten seit ein paar Tagen jede Menge Meldungen die Runde. Das Veranstaltungen ab 1000 Personen dann ab 200 Personen nicht stattfinden dürfen, also z.B. die Theater schließen. Und dann auch noch, dass ab Montag wegen Corona die Schulen geschlossen werden. Ein guter Schritt wie ich fand!

    Die TT aber war nun verunsichert, denn der für diesen Freitag-Abend geplante Musical-Besuch wurde nicht abgesagt. Weder vom Theater noch von der Schule. Wir fragten nach und erfuhren, dass das im Chaos leider untergegangen wäre. Kein Problem. Er fiel aus und sie war ein wenig erleichtert darüber die anschließende Zusammenfassung nicht schreiben zu müssen. *zwinker*
    Doch dann kam alles anders. Aber lest selbst was sie dann schreiben musste:


    Es ist eigentlich Schade die Chance eines Musicalbesuchs nicht wahrnehmen zu können, wo wir uns noch gemeinsam mühsam einen Termin ausgesucht haben an dem die meisten auch noch Zeit haben müssen. Doch es war schon irgendwie klar das Freitag der Dreizehnte nicht einfach reibungslos ablaufen konnte. Anfangs, als noch feststand, dass das Musical wie gewohnt stattfinden würde, musste ich an all die Schulsachen denken die ich an diesem Freitagabend noch hätte machen müssen, um anschließend für den ein oder anderen Test zu lernen. Insgeheim hatte ich schon ein wenig gehofft, dass etwas dazwischenkommen würde um Zeit zu sparen, doch wenn man sich die Ausmaße und Auswirkungen des Coronavirus von heute ansieht, wäre ich doch lieber in die Staatsoperette gefahren und die Schule auf das Wochenende verschoben. Die Schulaufgaben die ich hätte machen wollen fielen durch die aussetzende Schulpflicht dann auch noch aus und durch die aufsteigende Langeweile hätte ich den Auftritt von „Der Mann mit dem Lachen“ gerne gesehen. Der einzige schülerfreundliche Vorteil dieser Situation, war der Gedanke daran, dass sich die Arbeit einer Theaterrezension damit erledigt hätte, doch nachholen muss ich es dann trotzdem mit dieser kleinen Leistung hier. Nach gründlichem Nachdenken der Regierung und der Entscheidung alle Veranstaltungen abzusagen, haben sie die Verbreitung dieses schlimmen Virus so gut es geht eingedämmt. Auch wenn dadurch ein paar Tränen der Theaterliebhaber geflossen sind, war es absolut die richtige Entscheidung. Denn Vorsicht und so wenig Kontakt zu anderen Menschen wie möglich, können Leben retten und davon ist leider in engen Sälen von Theater, Kino & Co. keine Rede. Aber woran man am meisten denken sollte, sind die Schauspieler des Ganzen. Ihre Auftritte wurden bis auf weiteres gestrichen und somit geht auch ihr Gehalt den Bach runter und ich denke kaum das es den Darstellern leicht fällt sich noch über Wasser zu halten. Deshalb finde ich Aufrufe und Anregungen das bezahlte Geld für die Eintrittskarten nicht zurück zu verlangen, sondern zu spenden eine hervorragende Idee, um die Betroffenen zu unterstützen. Alles in allem ist es nicht schön dass diese schwere Zeit so viele betrifft, aber die Sicherheit der Menschen geht natürlich vor.


    Diesen Text von Ihr fand ich so gelungen. Als Meinung eines Teenagers. Aus Sicht einer Schülerin.
    Den wollte ich Euch nicht vorenthalten.