• Tag 11 + 12 ○ Vorbildfamilie, neue Bildschirmzeiten & Digitales Lernen ○ #coronatagebuch

    Tag 11 + 12 ○ Vorbildfamilie, neue Bildschirmzeiten & Digitales Lernen ○ #coronatagebuch

    2 Tage voller konzentriertes Arbeiten. Ich bin fasziniert! Wir werden doch noch so´ne spießige Vorbildfamilie. Wir habenin den letzten 2 Tagen alle erstaunlich viel geschafft. Ich hatte 3 Termine mit Malern und Spediteuren wegen Auszug und Jedesmal haben die Kinder arbeitsam an Ihren Schreibtischen gesessen oder gemeinsam und erstaunlich friedlich gekocht.

    Die müssen denken das wäre hier immer so. *lautlach* Hoffentlich fahren die nicht heim und erzählen Ihren Familien davon. *schreck* „Liebe Familien von den 3 Männern, DAS WAR EINE ABSOLUTE AUSNAHME!!!“

    Aber ich muss sagen. Wir machen uns. Vielleicht weil sie die neue Routine nun endlich eingeschliffen hat.

    Vielleicht aber auch nur weil ich die Bildschirmzeiten freigegeben habe. *grummelndzugeb*

    Was bisher geschah…

    Ich bin, wenn man meine Kinder fragt: Die EINZIGE MUTTER AUF DER GESAMTEN ERDKUGEL, die die Bildschirm-Nutzungszeit Ihrer Sprösslinge konsequent einschränkt. ALLE ANDEREN dürfen IMMER VIEL MEHR!

    Ich bin, wenn man mich fragt: Vorsichtig besorgt um ihre Kinder und deren Daddelzeiten. Konkret heißt das, dass das Spanienkind (13) & der Sonnenschein (9) täglich eine Stunde „Spielzeit“ an Computer oder Laptop haben. Die TT (16) hat zwei Stunden und guckt dann Netflixserie. Der Sonnenschein ist ansonsten nicht an irgendeinem Bildschirm, das Spanienkind nutzt sein Laptop viel im Unterricht und für Hausaufgaben und darf Nachmittags ab und zu in WhatsApp seine Nachrichten checken und die TT daddelt auch schon mal nur so durch Ihre SocialMedia Kanäle. Oft unterbreche ich das nach einer Weile, wenn es mir zu lange erscheint.

    Grundsätzlich geschah das aber alles bisher im Erdgeschoss. Die Geräte durften bisher nämlich nur hier unten genutzt werden. Da standen auch alle Schreibtische hier im gemeinsamen Raum, der zu unterschiedlichen Zeiten genutzt wurde. Also in meiner relativen Reich- und Sichtweite.

    Und jetzt…

    Nun stehen für die Corona-Homescooling-Wochen aber die Schreibtische der Großen wieder in Ihren Zimmern und somit auch Ihre Laptops, Tablets oder Handys. Und sind somit weit außerhalb meiner Reichweite. Und ich muss keine Wetten abschließen um zu ahnen, dass die, wenn sie stundenlang für Ihre Aufgaben aus den Schulen nach oben verschwinden, auch mal anderen Kram dort an den Bildschirmen gucken.

    Die beiden Großen bekommen alle Aufgaben online in Ihre Schulclouds, die Nachhilfe findet über Skype statt und recherchieren dürfen sie im Internet. Der Sonnenschein chattet täglich eine Stunde mit der Nachbars-Freundin, bekommt die wöchentliche Christenlehrestunde per YouTube und schreibt im Blog, den ich der Klasse als Tagebuch online angelegt habe.

    Na ja, und so gelten im Moment eben außer Kraft gesetzte Nutzungszeiten, ich sehe das nun sehr viel lockerer, denn ich bin mir sicher wenn ich das knallhart weiterhin einschränke, hocken die einfach länger oben und daddeln.
    Und so darf der Sonnenschein eben auch mal Wissenssendungen gucken wenn sie mit Ihren Aufgaben fertig ist, damit die beiden Großen oben Ruhe haben und ich überhaupt mal zum arbeiten komme.

    Und sonst:

    Habe ich eine Gardine im Büro aufgehängt. -> Ich hoffe, dass meine Kopfschmerzen nun weggehen. Ich habe ein Riesenfenster hinter dem Bildschirm und seit Tagen scheint die Sonne auf das Schloss gegenüber und es blendet total. Ich weiß nicht, ob die Luft klarer ist oder ob ich sonst bei Sonnenschein hier nicht so viel gesessen habe, aber ich habe die starke Vermutung dass mein Kopfweh daher kam. Die Nachbarn glauben vermutlich dass wir uns abschotten, aber vielleicht lesen sie ja hier auch alle mit. *fröhlichzuwink*

    Hatte ich heute mit einer Spedition einen Video-Termin. -> Der Mitarbeiter der hier zum nachgucken kommen sollte, um festzustellen wie viele Männer und LKWs wir brauchen, sitzt in Quarantäne. Und so habe ich Ihm heute per WhatsApp-Video-Telefonat die Wohnung, alle Möbel und Schrankinhalte gezeigt. Sehr lustig. 😀

    Putzt ein Kind den halben Tag Fenster. -> Natürlich gegen zusätzliches Taschengeld, aber es is immernoch günstiger als der Fensterputzer. 😉


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  • Tag 10 ○ Sonne, Termine & eine Nachtschicht ○ Mittwoch, 26.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Tag 10 ○ Sonne, Termine & eine Nachtschicht ○ Mittwoch, 26.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Ich muss echt dringend lernen einfach loszulassen, einfach liegenzulassen, einfach laufenzulassen!

    Diese Tagesstruktur sollte eigentlich auch mir helfen. Dieser Zeitplan, wann hier Ruhe herrscht und gearbeitet wird, sollte auch meinem Leben eine Struktur verschaffen. Aber irgendwie kommt mir das Leben immer wieder dazwischen! *augenroll* Und Abends dann wieder das Gefühl: Du hast heute wieder NICHTS geschafft. 🙁

    Während ich krampfhaft versuche diesen Tagesplan für mich einzuhalten kommt ein Anruf, oder ein Paket, oder ein Kind mit einer Frage / Aufgabe / nicht funktionierendem Gerät / Hunger / einem Problem / …

    Und jedes Mal ärgere ich mich, das ich hier NIX zuende machen kann. Aber nach nun 10 Tagen #stayathome mit #homescooling, leichten #lagerkoller Anfällen und drölfzig Versuchen meine Aufgaben zu erledigen, sollte ich es doch eigentlich besser wissen. 🙁

    Ich werde ab sofort immer wenn ich mich ärgere ein „Ooooooohm“ von mir geben, Minimeditaion vollziehen und es auf die Abendstunden verschieben. Loslassen! Liegenlassen! Laufenlassen!
    Vielleicht bekomme ich so die Kopfschmerzen auch wieder in den Griff, die mich seit gestern immer wieder überfallen.

    Eigentlich hätte ich in zwei Wochen den alljährlichen Frauenärztin Termin. Gestern aber riefen sie nun an ob ich spontan heute Zeit hätte. Also habe ich nach Weckorgie und Frühstücksspaß die wichtigsten Mails gesichtet, weitergeleitet und beantwortet. Was so ein Hauskauf an Abstimmung, Beauftragung und anderem Gedöns mit sich bringt … der Wahnsinn. Dann ging es auch schon zum Termin.

    Auf dem Parkplatz dann ein herrliches Bild. Mindestabstand auch zwischen parkenden Autos. 😉
    Und NEIN, das pinke Auto ist NICHT meins! Mein Auto ist ein chicker schwarzer Flitzer. ♥

    https://www.instagram.com/p/B-KCxVHFh0T/?utm_source=ig_web_button_share_sheet

    Gut, dass der Sonnenschein für die Deutsch-Aufgaben ein Buch lesen darf, zu dem sie dann Fragen beantworten soll. Das konnte sie dann einfach lesen während ich weg war.

    Dann schnell Mittagessen kochen. Mist, heute war ich dran und kam aber erst um 12:30 Uhr vom Termin zurück.

    Nach dem Essen dann meine Laufrunde, die heute gleichzeitig als die Sportstunde des Sonnenscheins galt, die mich auf Ihrem Fahrrad bei Eiseskälte aber strahlend schönem Sonnenschein begleitete. #wortwitzbemerkt?

    Anschließend der kleine Kur-Aufenthalt aller Mütter: Alleine Duschen! ♥

    Dann noch ein paar E-Mails beantworten und ZACK ist der Tag rum. 🙁 Ich weiß ja echt nicht wann diese „Langeweile“ kommen soll, die die socialMedia Kanäle alle propagieren. Wir haben hier alle noch weniger Zeit als sonst schon.

    In einer Nachtschicht bis 02:00 Uhr habe ich dann auf einer meiner noch freien Domains das Tagebuch für die 3. Klasse eingerichtet. Die Jüngste machte sich nämlich schon Gedanken ob sie vor dem Umzug Ihre Klasse nochmal sieht und auch aus den Reihen der Eltern kam die Frage nach einer Lösung wie die Schüler denn die Klassengemeinschaft aufrecht erhalten könnten.


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  • Tag 9 ○ Vor- & Nachteile ○ Dienstag, 24.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Tag 9 ○ Vor- & Nachteile ○ Dienstag, 24.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Dresden meldet: Keine besonderen Vorkommnisse! Alles wie immer! 😀

    Mama und Kinder Zuhause, Papa weiterhin im Büro.

    Dem Sonnenschein tut mehr Struktur wie schon geahnt sehr gut. Die Laune steigt seit sie klare Vorgaben bekommt was sie wann zu tun hat. So halten wir uns also nun strikt an den Stundenplan und anschließend darf sie spielen. Und muss nicht mehr an den Schreibtischstuhl gekettet werden. *schmunzel*

    Das Beitragsbild „Ensemble in gelb“ gehört übrigens zu einer #coronahomefotochallenge von meiner Münchner Lieblingsfotografin. Guck mal auf meinem Insta-Account, da habe ich sie verlinkt.

    Ich für mich habe aber die Vor- und Nachteile bemerkt, die diese ungewöhnliche Situation so mit sich bringt.

    Fangen wir mit den Negativen Sachen an:

    • Die Spülmaschine läuft viel öfter, weil jetzt einfach immer alle zum Essen zuhause sind. Somit häufen sich auch die Diskussionen wer dran ist die auszuräumen. Die neue App, die das WG-mäßig regeln soll wird einfach ignoriert. Ist aber alles bisschen viel Neues was auf alle Hirne einprasselt.
    • Ich habe meine Arbeitszeit auf den Abend verlegt. Es hat tagsüber keinen Zweck sich auf etwas länger als 10 Minuten konzentrieren zu wollen. Also mache ich tagsüber Vorbereitungen auf Umzug und Hausumbau und Abends wenn die Bande im Bett ist dann die Partykonzepte.
    • Die Waschmaschine und der Trockner können nur noch in der Mittagspause oder am späten Nachmittag laufen. Die stehen nämlich im Bad neben der TT und die kann sich bei dem gepolter und geschleuder nicht konzentrieren.
    • Der Drucker läuft ständig, weil hier nun nicht nur ich, sondern eben auch fast alle Kinder am laufenden Band was zum arbeiten brauchen.

    Aber, es gibt eben auch viel Positives

    • Das morgendliche befüllen von 3 Brotdosen fällt einfach weg. Und auch in 3 Flaschen die jeweils richtigen Getränke zu mixen ist aus meiner Hirnkapazität komplett gestrichen. Da ist also wieder Platz.
    • Ich bin mit dem GG ganz alleine! Er frühstückt und ich sitze schwatzend daneben. Keine Zwischenfragen, Streitgespräche oder sonstige Unterbrechungen von den Kindern.
    • Kein Streß! Kein „Ihr müsst zum Bus“, kein „wo sind meine Sportsachen“, kein „los beeilt Euch“. Es ist eine entspannte himmlische Ruhe wenn ich die Kinder um 09:00 Uhr geweckt habe und wir anschließend gemeinsam in aller Ruhe frühstücken um dann ab 10:00 Uhr alle an den Schreibtischen zu sitzen.
    • Die Netzwerktreffen finden alle online statt. Sehr spannend, denn so konnte ich gestern schon an der ersten Zusammenkunft eines supertollen Netzwerkes von Unternehmern in Neuss per Zoom teilnehmen. Alle stellten sich vor und ich bin einfach schon Monate vor dem Umzug dabei. Das war superklasse.
    • Weniger Wäsche! Die Kinder sind weniger draußen, bzw. nicht mehr tobend mit anderen Kids im Wald unterwegs und machen sich weniger schmutzig. Und ansonsten ziehen wir vermutlich die Sachen einfach öfter nochmal an. Sieht uns ja eh keiner. *frechgrins*
    • Wir verbringen viel mehr gemeinsame Zeit miteinander, alleine dadurch das nun 2-3 Mahlzeiten am Tag zusammen eingenommen werden und Abends keiner mehr bei Elternabend, Geschäftsterminen, Sport oder Verabredungen ist. Das finde ich gar nicht so schlecht wenn man bedenkt wie wenig das wird, wenn die erstmal selbständiger werden oder wohl möglich demnächst ganz ausziehen.

    Ich sehe unsere Mama-Hirne wie ein Regalbrett, auf der einen Seite stellen wir täglich was dazu, schieben es immer weiter, und irgendwann ist es so voll, dass wenn man vorne was draufschiebt, hinten einfach immer was runterpurzelt. Da ist dann „schwupp“ wieder was vergessen.

    Und die Routinen die da immer so in der Mitte stehen und bleiben, die fallen nun plötzlich auch hinten runter.

    Und ich muss sagen, der freiwerdende Speicherplatz in meinem Hirn füllt sich mit vielen neuen Ideen, diese Umzusetzen fehlt mir grad noch die Zeit, aber … wartets ab. *schmunzel* Ich schreib mir alles auf.

    In Bezug auf die Routinen muss ich aber anschließend vermutlich neu angelernt werden in meinem Haushalt. 😉

    Wie gehts Dir denn so damit?


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  • Tag 8 ○ Neue Woche! Neues Glück! ○ Montag, 23.03.2020 ○  #coronatagebuch

    Tag 8 ○ Neue Woche! Neues Glück! ○ Montag, 23.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Neue Woche! Neues Glück!

    Wir starten weiterhin motiviert in die neue Woche! Nun testen wir schon eine Woche wie es gehen kann mit zeitgleichem Homescooling & Homeoffice! Der GG ist zwar noch immer in seinem Büro in der Firma, aber wer weiß wofür das gut ist! *zwinker*

    Fazit der letzten Woche: An meinem Schreibtisch konzentriert für meine Selbständigkeit arbeiten während der Sonnenschein am Schreibtisch hinter mir sitzt und für die 3. Klasse lernt ist schlichtweg NICHT MÖGLICH! Ich kann mich keine 10 Minuten am Stück konzentrieren und habe beschlossen diese Sachen auf die Abende zu verlegen. *hmpf*

    Die Hauptzeit verbringe ich tagsüber mit Administrator-Tätigkeiten.

    Skype, E-Mail-Accounts, Cloud-Zugänge uvm. haben die Kids schon, wurden aber nur selten, bzw. nicht auf allen Geräten genutzt. Ich kann schon nicht mehr zählen wie viele Accounts ich in den letzten Tagen ange- und mir Passwörter überlegt habe. Und dann merken sich diese Kackgeräte ja auch nicht alle Passwörter, sondern alle halbe Stunde braucht ein Kind wieder meine Hilfe. *augenroll*

    Und der Knaller: Der Laptop des Spanienkindes hat natürlich pünktlich zum heutigen Wochentag seine Flügel gestreckt. Gerade heute als die Hauptaufgabe bei der Klassenlehrerin darin bestand etwas bis 15:00 Uhr in die Cloud zu laden.
    Ich brauchte heute mal eine einzige Stunde um in einem Online-Workshop was zu lernen. Dem Sonnenschein hatte ich was erklärt, was sie alleine lösen konnte und anschließend sollte sie einfach in dem Buch lesen was sie diese Woche auch noch bearbeiten sollen. Das hat super geklappt und sie hat sich einfach mit dem Buch wieder ins Bett gekuschelt. Ich habe das so im Augenwinkel gesehen wie sie zusammenpackt und mit dem Buch rausging und dachte noch: „YES! Geht doch!“ Da steht prompt das Spanienkind wild fuchtelnd neben mir. *stöhn*

    Doch ich habe nur den Kopf geschüttelt und er zog ab. Musste dann alles am Tablet machen. Ging auch vorerst.

    Außerdem heute als Admin versucht zu lösen:

    • Fotos lassen sich nicht herüberladen.
    • Internetzugänge klappen nicht.
    • Up- and Downloads brechen aus dem Nichts einfach ab.
    • Das Internet scheint absolut überlastet zu sein.

    Zwischendurch per WhatsApp:

    Die direkte Nachbarin (auch drei Kinder) macht sich Sorgen, dass sie zu laut sind. Dabei bin ich doch froh, wenn auch in anderen Familien der Ton mal rauer und lauter wird. Dann fühle ich mich nicht alleine als Rabenmutter. *lach* (wirklich alles ok, falls du hier mitliest!)

    Schickt die TT mir Fotos von waghalsig am Fenterbrett balancierend abkühlenden Baguettes aus Ihrem Zimmer. Wenigstens etwas Kontakt! Denn eigentlich ich sie diejenige mit der ich mich hier ansonsten während der Arbeit bei Laune halte, indem wir uns nette Anekdoten erzählen. Aber nun ist sie stundenlang in ihren Büchern unterwegs.

    Die Baguettes, die wir uns trotz Mittagessens als Zwischenmahlzeit gemacht haben, waren ausser der Reihe! Wir könnten hier gerade NUR NOCH ESSEN! Eigentlich komisch weil wir uns doch viel weniger bewegen. Ist das die Mondphase? *grübel*

    Die Freundin dessen Sohn in die gleiche Klasse wie der Sonnenschein geht sucht verzweifelt Seiten aus dem Arbeitsheft. Die scanne ich schnell ein und sende sie Ihr per Mail. Gerngeschenen, K. (ich weiß ja dass du hier mitliest!)

    Montägliches Kaffeeritual mit der Nachbarin, dann eben per Videotelefonie. Das fand ich mega, C. *kicher* (liest du auch?)

    Und ansonsten…

    Haben wir eine lustige Tauschbörse eröffnet. Hier findet wildes Stiftetauschen quer durch das Haus statt. Normalerweise arbeite ich mit den immer gleichen 3-4 Lieblings-Stiften. Jetzt liegen alle halbe Stunde völlig andere Exemplare hier. Und ich vermute so geht es allen Schreibtischnutzern unter diesem Dach. *fragendumguck*
    Ich werde verlangen morgen mal alle Stifte zum Frühstück mitzubringen, dann darf sich jeder seine Lieblingsstifte wieder rausziehen.

    Und… das hat mir besonders gut gefallen… spielen wir ich ab sofort mit dem Sonnenschein Ihren Stundenplan konsequent durch. Und da heute Sport drin stand, haben wir heute nach diesem YouTube-Video von Alba Sport: ALBAs tägliche Sportstunde #1 – Grundschule mitgemacht.

    Das war voll cool! *freu*

    Und wie gehts Euch so? Erzähl doch mal in den Kommentaren!

  • Tag 6+7 ○ alles easy ○ Wochenende, 21.+22.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Tag 6+7 ○ alles easy ○ Wochenende, 21.+22.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Das war ein ganz normales Wochenende! 🙂 Wir haben gar nichts gemerkt von den Ausgangsbeschränkungen. Man könnte fast vergessen in welcher Ausnahmesituation wir hier gerade alle Leben.

    Ich glaube langsam dass wir alle echte Stubenhocker sind. *schmunzel* Denn am Wochenende einfach mit dem Hintern Zuhause zu bleiben, fällt uns gar nicht schwer. *lach*

    Mag auch daran liegen, dass wenn man so oft umzieht wie wir und keine Familie in der Nähe hat, einfach auch am Wochenende nicht so viel Termine hat. Wir vermissten also nichts.

    Am Samstag haben wir viel für den bevorstehenden Hauskauf organisiert, noch nicht erledigte Schulaufgaben nach geholt und Abends Familienfernsehen auf dem Sofa. Alles wie immer!

    Am Sonntag wurde das schöne Wetter genutzt um die obligatorische „Hausrunde“ zu drehen. Da wir am Stadtrand wohnen sind wir nur eine Straßenecke von Wiesen und Feldern entfernt und laufen über eine Brücke über den Zubringer zur Autobahn (sehr leer) auf den Berg mit dem Mausoleum des Freiherren von Kap-herr. Anschließend den Berg wieder herunter und durch den Wald mit dem Maltengraben. Heute als hätte Jemand einen grünen Teppich ausgelegt.

    Normalerweise stark frequentierte Wege bei dem schönen Wetter, aber heute kamen uns nur vereinzelt Menschen entgegen, die dann auch immer vom Weg ausweichend im Wald gewartet haben bis wir vorbei waren.
    Ein bisschen fühlt man sich immer wie Aussätzige wenn einem alle weiträumig aus dem Weg gehen. *schmunzel* Ich habe auch erst gar nicht verstanden warum immer alle frühzeitig uns auswichen, bevor wir auch mal an die Seite gehen konnten, aber ich denke es lag einfach an der Menge an Personen die wir sind. Die sahen vermutlich einen große Ansammlung und flüchteten sich zwischen die Bäume. *kicher*

    Wir sind allgemein echt entspannt. Keiner weiß wie das weitergeht und keiner weiß wie das endet. Aber das macht uns irgendwie keine Angst.
    Wenn man in den sozialen Medien liest (was ich gerade nur sehr selten mache weil ich das C-Wort nicht mehr hören kann), in was für Panikzustände die Menschen so fallen, frage ich mich immer ob wir uns eigentlich endlich mal Sorgen machen sollten?

    Mach ich aber nicht. *grübel*

    Natürlich habe auch ich Angst das wir alles nicht unbeschadet überstehen? Ob gesundheitlich oder finanziell, Beides ist auch bei uns vieles sehr relevant und verändert sich gerade rapide.

    Nach dieser weltweiten Katastrophe wird das Leben NIE WIEDER wie je zuvor sein.

    ALLES wird sich verändern, oder zumindest anders anfühlen.

    Schon jetzt bemerke ich beim fernsehen, wenn sich dort Menschen nahe kommen, das mein Hirn in den Schreck-Modus geht und denkt: „DAS DÜRFEN DIE NICHT!“

    Nachts träume ich davon, das in das neue Haus eingebrochen wurde, weil natürlich die Straßen nun immer leer sind und sich die Bösewichte vielleicht mehr trauen.

    Ich hoffe SEHR, dass sich die Art des Unterrichtes in den Schulen verändert. Und auch in den Sicht- und Arbeitsweisen der Konzerne. Denn wir können ja plötzlich doch viel digitaler als wir das bisher glaubten.

    Ich wünsche der Natur, das sie allen zeigen kann wie sehr wir sie zerstören. Denn nach nur 2 Wochen Shut-Down in Italien ist in Venedig das Wasser glasklar. In China kann man in Großstädten den blauen Himmel sehen und hier ist es tagsüber so wundervoll still, weil kein Flugzeug, kein Auto, kein Bus unterwegs ist. Und ich finde das sollte so bleiben oder öfter mal so sein.

    Vielleicht mache ich mir aber auch gar keine Sorgen weil sich unser Leben sowieso gerade total verändert. Wir kündigen gerade alle Vertäge in Dresden. Die Schulen, die Sportvereine, die Bankkonten der Kinder, die Wohnung und alles was man so vor Ort sonst so hat. Wir schweben eh im Ausnahmezustand und haben uns innerlich auf einen Abschied von dieser tollen Stadt eingestellt.

    Ich genieße eher diese viele Zeit die wir als komplette Familie nun hier verbringen. Wer weiß denn wie das nach dem Umzug aussieht? Die Große macht nächstes oder übernächstes Jahr ihr Abi. Wie lange ist sie dann noch bei uns? Das Spanienkind wird auch langsam flügge und ist lieber mit Freunden unterwegs oder beim Sport. Wer weiß wie lange ich von Ihm noch mitbekomme wie es Ihm geht und was er so treibt. Und der Sonnenschein hatte schwer zu kämpfen mit den neuen Familiengefügen seit die Großen pubertäres Ausreißen an den Tag legen.

    Wir machen hier erstmal wieder auf Familienzeit und genießen das.

    Fazit: Eigentlich alles easy!

    Mal sehen wie es morgen wird!


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  • Tag 5 ○ Freitag, 20.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Tag 5 ○ Freitag, 20.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Neuer Tag, neues Glück. Heute hatte ich erstmal 2 Termine mit Malern. Vor dem Umzug Ende Juni muss hier gestrichen werden. Da wir ganz viele Sandsteinsäulen und im Erdgeschoss überall Gewölbe haben wird das nicht ganz einfach und ich brauche einfach mal eine Einschätzung was uns der Spaß kosten wird, bzw. bis wann die Spedition hier alles raus haben muss.

    Die erste Spedition hat schon mal den Besichtigungstermin abgesagt, weil der Mitarbeiter in Quarantäne musste. Ich habe lange überlegt, ob ich die 2 Maler hier wirklich reinlasse, denn die Kinder dürfen auch schon keine Freunde mehr hierher einladen.

    Der GG gehört mit einer chronischen Erkrankung absolut zur Risikogruppe, solange er aber täglich noch ins Büro fährt, werde auch ich hier noch Termine machen, denn wie soll ich sonst den Umzug planen.

    Ganz ehrlich! Natürlich mache ich mir schon Gedanken wie langer der Mist jetzt hier das Leben lahm legt und ob unser Umzug wirklich stattfinden darf, aber wenn doch, dann muss schon jetzt terminiert und gekündigt werden. Ich darf jetzt einfach nicht in Schockstarre verfallen, auch wenn um mich herum so einiges zusammenbricht.

    Frag lieber nicht. 🙁

    Um uns herum bangen einige unserer Freunde ernsthaft um Ihre Existenz und bisher dachte ich mit dem guten und festen Gehalt des GG kann uns nichts passieren, und dann ploppten hier heute so Sachen auf, da rechneste einfach nicht mit. *seufz*
    Erzähle ich vielleicht irgendwann mal.

    Ich möchte für die Kinder stark sein und es mir nicht anmerken lassen. Vielleicht habe ich aber auch Angst, das ich zusammenbreche wenn ich es mir selber eingestehe. *grübel* Wir werden sehen.

    Für die Kinder spiele ich hier weitestgehend Normalität so weit es geht. Zumindest für die beiden Kleenen. Die TT bekommt da schon mehr mit. 🙂

    Der Tagesablauf

    Die Schulzeit-Fenster, mit Aufgaben aus den Schulen, klappen echt gut. Die beiden Großen sind erstaunlich motiviert, gehen freiwillig in Ihre Zimmer und arbeiten die Aufgaben aus den Clouds ab.

    Der Sonnenschein sitzt bei mir im Büro und schafft einiges alleine, aber sehr viel muss ich erklären, nochmal nachsehen, usw. Ansonsten bastelt sie und braucht neuen Kleber aus der Kiste ganz oben auf dem Schrank, oder „Mamaaaaah, wo ist das blaue Papier?“ oder „Hast du meine Schere gesehen?“ … Nächste Woche muss ich mich hier anders organisieren. Ich muss die Dinge die ich mit Konzentration machen muss einfach auf GANZ früh am Morgen und spät am Abend verlegen. 🙁

    Kurz vor der Pause klingelte es an der Tür! Ich war schon wieder genervt denn diverse Postboten brachten heute schon Zubehör für den GG und die bestellten Kopfhörer. Doch dann kam der „Made-my-day-Moment des Tages“: Der Nachbar, mit dem wir kaum zu tun haben, dem ich gestern am Briefkasten mein Klopapierleid klagte, stand mit 2 Packungen Toilettenpapier vor der Tür! ♥ ♥ ♥
    Wir sind hier im Schloss ja schon mit vielen freundschaftlich verbunden, aber nun rücken wir nochmal näher zusammen! Danke N. & M.

    Und zeitgleich schickte der Noch-Eigentümer unseres zukünftigen Hauses dieses Foto aus dem Garten mit lieben Frühlingsgrüßen aus der alten und neuen Heimat. Ich liebe solche wundervollen Menschen und freue mich auf ein Haus, mit einer liebevollen Seele, die sie uns hoffentlich zurücklassen.

    Mittagessen war heute ein schnelleres als geplant, aber die Lernzeiten dehnen sich bei den Großen auch mehr aus geplant. Und da sind wir ja flexibel. Nur der Sonnenschein läuft hier langsam aus dem Ruder. Man merkt, ihr fehlt der Alltag! Die normalen Abläufe. Für die muss ich mir nächste Woche konsequentere Strukturen vornehmen.

    Bisher darf sie Hörbuch hören und malen wenn sie mit Ihren Aufgaben fertig ist oder ganz leise in Ihrem Zimmer oben spielen, wenn sie die anderen Beiden nicht stört.

    Den ganzen Tag rege ich mich schon immer wieder darüber auf, wieviele Menschen da draußen noch immer herumlaufen und denken „es ist doch gar nicht so schlimm“. Und während ich das hier schreibe kommt die amtliche Meldung, dass Dresden ab heute Nacht unter Ausgangssperre gesetzt wird. Menschen dürfen arbeiten & einkaufen gehen, Sport im Freien machen und Hunde ausführen. Aber ansonsten müssen jetzt alle Zuhause bleiben!

    Haltet durch Leute, haltet durch! Wir schaffen das!