• Tag 4 ○ Donnerstag, 19.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Tag 4 ○ Donnerstag, 19.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Heute war das wieder nix mit dem Tagesplan. *augenroll*
    Den hat die TT in Schönschrift formuliert und an den Kühlschrank gehängt, aber wir halten uns einfach nicht daran. *schmoll*

    O.k. dazu sei gesagt: Die TT hat heute Vormittag bei den Nachbarn gebabysittet. Die Beiden Kinder dort und unsere Jüngste spielen sowieso alle immer miteinander und die Eltern mussten heute absolut Beide zu Ihrem Job. Sie hatten keine Kontakte zu Risikogebieten oder Menschen die jetzt unter Quarantäne stehen.

    Das Spanienkind hatte den überfälligen Zahnspangenkontrolltermin und die Praxis hat die Termine so gelegt, dass sich im Wartezimmer niemand begegnet und es durfte auch keine Begleitpersonen geben. Ich gehe da aber eh nie mit. *frechgrins*

    Ich für meinen Teil war zur Post, die wie bereits erwähnte sich selbst zerstörte Musikanlage einzuschicken, in der Hoffnung, dass die Blagen bald wieder in Ihren Zimmern Hörbücher hören können.

    Und ich war einkaufen! DAS war vielleicht ein echtes Erlebnis. *grunz*

    Ich muss zugeben, alle Menschen versuchten echt den empfohlenen Abstand zu halten. Trotzdem hatte ich immer das Bedürfnis die Luft anzuhalten wenn ich an Jemandem vorbei musste und wollte möglichst schnell wieder an die frische Luft. Eine ganz neue Erfahrung für mich.

    Es gab aber zusätzlich erschwerte Umstände: Der Markt würde komplett umgeräumt und neu sortiert. Man weiß also nicht ob das Produkt was man sucht, nun in dem jetzt leeren Regal nun stand oder ob es jetzt einfach nur woanders steht.

    So sah es selbstverständlich beim Klopapier aus, und das wird langsam mein oberstes Problem. *mitleidheischendguck*

    Ich habe NICHT gehamstert! *schimpf*
    Ich habe mir KEINEN Vorrat an Scheißhauspapier im Keller angelegt! *lauterwerd*
    UND WIR SIND 5 PERSONEN mit noch 3 Rollen! *heul*

    Muss ich ernsthaft jetzt 8 Supermärkte abklappern? Soll ich lieber morgen früh um 7:00 vor dem Lidl campieren um was zu ergattern?

    Was zum Teufel machen die Idioten denn mit dem ganzen Toilettenpapier? Ich verstehe das nicht!!!

    Wobei ich zugeben muss, es tat sich heute ein eventuell noch gravierendere Tatsache auf! NUTELLA ist alle! Wenn das meine Bande erfährt, LEUTE, dann ist die Kacke aber am dampfen! *euchvorwarn*

    So sah es nebenan bei Rossmann aus!

    Und jetzt der Hammer: Bei Netto sind für den gleichen Preis statt 8 nun nur noch 6 Rollen Toilettenpapier in der Packung. Das ist meiner Meinung nach eine bodenlose Frechheit.
    Bisher kenne ich 2er, 4er oder 8er Packungen in den deutschen Supermärkten, aber 6er? Und das zum gleichen Preis? Das finde ich Abzocke. Das ist für mich ausnutzen der Situation. Ich gehe jetzt googlen wie das mit den Poduschen funktioniert. Die soll es in der Höhle der Löwen mal gegeben haben. So eine Abzocke mache ich nicht mit. *wütendaufstampf*

    Und dann musste ich im Supermarkt niesen.

    Mehr muss ich vermutlich nicht sagen! *lach* Ich brauch DRINGEND ein Shirt mit der Aufschrift:

    NICHT Corona! 
    Nur Heuschnupfen

    Als ich dann endlich, nach einem kurzen Abstecher in die Apotheke, wieder zuhause war, war schon Mittagszeit. Also Essen kochen, ein paar Telefonate erledigen, die wichtigsten Mails beantworten, essen und alle wieder an Ihre Schreibtische schicken. Außer das Spanienkind das hatte heute den auch dringenden Hypotermin. Den hatten wir letzte Woche schon verschieben müssen und ich will auf keinen Fall eine Höherdosierung riskieren. Die Praxis war erstaunlich leer. Wir haben die anschließende halbe Stunde warten aber trotzdem lieber draußen verbracht.

    Der Sonnenschein scheint schon Lagerkoller zu haben. Die Laune sinkt und … sie hat „Mamaaaaaah, was soll ich machen?“
    Also hat sie erstmalig freiwillig die Spülmaschine ausgeräumt. Ok., ich bin ehrlich, es war nicht ganz freiwillig! Aber dann habe ich schon in Woche 1 eine meiner Geheimwaffen angekündigt und dann gings Ratz Fatz.

    Sehr zu empfehlen, kann man mit Vielen, aber auch alleine spielen!

    Dann noch etwas an den Schreibtisch ohne wirklich etwas zu schaffen, aber da hier Jemand Taschengeld braucht habe ich nun wieder ein sauber ausgesaugtes Auto.

    FAZIT: Ich komme zu nix! Vor lauter Mails aus den Schulen und für die Umzugsplanung -> die wichtigsten Mails <- und der ständigen Anwesenheit aller meiner Kinder -> die echt versuchen nur die WIRKLICH wichtigen Fragen zu stellen, also alle 15 Minuten einer neben mir steht und redet <-, steht mein Hirn irgendwie vor mehreren neuen Herausforderungen gleichzeitig und ist überlastet.
    Und die Konzepte liegen brach. Das ärgert mich!

    Mal sehen wie es morgen wird.


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  • Tag 3 ○ Mittwoch, 18.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Tag 3 ○ Mittwoch, 18.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Frühstück mit dem GG, herrlich ohne Kinder und Stress.

    Frühstück mit den Kindern, auch herrlich, ohne Stress. Normalerweise habe ich ja gerade Intervallfasten für mich entdeckt. Aber „normalerweise“ sind hier ja auch alle zwischen 06:45 und 07:30 aus dem Haus und ich bin alleine. Wenn ich alleine bin, fällt es mir leicht erst um 11:00 Uhr zu frühstücken. Jetzt aber ist ständig einer hier und will was, oder isst was und quatscht mich voll. So kann ich mich hungrig nicht konzentrieren. Statt 11:00 Uhr frühstücke ich nun also schon um 09:30 Uhr. Besondere Situationen erfordern spontane Entscheidungen und Umplanung. *schiefgrins*

    Heute schaffen wir es auch endlich wie gestern geplant die Schulzeit um 10 Uhr zu beginnen. Heute ist beim Dyskalkuliekind allerdings Mathe auf dem Plan und es kostet mich komplett meine möglichen 2 Stunden Homeoffice.

    Nebenbei aber versuche ich die Idee eines Online-Klassen-Tagebuches zu überlegen und umzusetzen. Davon berichte ich die Tage mal ausführlich. Wir möchten die Grundschüler ohne WhatsApp vernetzen. Denen fehlt die Klassengemeinschaft.

    Jedes Kind bekommt seinen eigenen Skype-Channel, die Jüngste nutzt Ihn um Kontakt mit der hustenden Nachbarfreundin zu halten, die ab heute in selbstauferlegter Quarantäne ist. Und die beiden Großen haben dort ab nächster Woche Ihre Nachhilfe vom Studienkreis. Ich könnte schon jetzt jede Menge Blogbeiträge schreiben, um zu erzählen was für coole Ideen die Menschen haben um die Kinder weiterzubringen und keine Hilfe abreißen zu lassen.

    Außerdem haben nun alle Flatastic auf Ihren Geräten, eine WG & Familien-App um die Aufgaben hier mal zu koordinieren ohne das ich ständig erinnern muss. Und da es die Wunderlist ab Mai nicht mehr geben wird, haben wir auch gleich auf ToDo umgestellt. Soll ich dazu auch mal mehr berichten?


    Fazit: Ein erstaunlich produktiver Tag.

    Mal sehen wie es morgen wird.


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  • Tag 2 ○ Dienstag, 17.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Tag 2 ○ Dienstag, 17.03.2020 ○ #coronatagebuch

    07:00 Uhr – aufstehen – Frühstückstisch decken – der GG kommt frühstücken – sich freuen dass keine Brotdosen gemacht werden müssen – es dauert nicht lange, da taucht auch das Spanienkind auf

    07:30 Uhr – der GG startet ins Büro und ich bekomme Nachfrage aus der Elternschaft des Sonnenschein wann denn die Infos aus der Grundschule kommen – das Spanienkind arbeitet an seinem Modellbauprojekt

    08:00 Uhr – ich bin im Elternrat und die Klassenlehrerin schickt mir Wochenpläne, die ich über meinen bestehenden Verteiler an alle Eltern weiterleite, und siehe da, in der Nacht kam die erste Mail.

    08:05 Uhr – Mail weiterleiten

    08:07 Uhr – die Mail ist an alle 28 Eltern unzustellbar. Die Fehlermeldung ist eindeutig – kurze Panik: Haben die das Internet ausgestellt? Nein, auf dem Handy geht alles.

    08:15 Uhr – nach zwei neuen Versuchen und einer weiteren anderen Lösung ist die Mail endlich raus an Alle.

    08:20 Uhr – jetzt muss ich erstmal eine Runde laufen, sonst bekomme ich hier noch zu schnell Lagerkoller

    09:00 Uhr – Mädels wecken, Waschmaschine anstellen, Mädels nochmal antreiben

    09:30 Uhr – Kinder frühstücken, wir besprechen einen regulären Tagesablauf. Ich möchte hier Lernzeiten, Essenszeiten und Freizeiten geregelt haben. Ich finde es am sinnvollsten wenn alle gleichzeitig ruhig und konzentriert sein müssen und gleichzeitig laut sein dürfen.

    10:02 Uhr – wir checken wo es gute und günstige Bluetooth-Kopfhörer gibt. Vielleicht sollten wir noch fix zum Fachhändler bevor hier alle Läden dicht machen.
    Unsere super vernetzten Musikwiedergabe-Geräte (5 Geräte die wir völlig unabhängig voneinander gekauft und mit der Zeit alle vernetzt haben) haben sich nämlich beim Update letzte Woche alle gleichzeitig, gegenseitig oder parallel zerstört. Toller Zeitpunkt wenn jeder Spotify nur über Handy mit Kabelkopfhörern hören kann. Seit dem ist der Kampf um die einzigen Bluetoothkopfhörer zum kindlichen Lieblingshobby geworden. *augenroll*

    10:05 Uhr – das Spanienkind hat die neue Rohkostkurbel für sich entdeckt und zaubert uns einen Knabberteller.
    Dann müssen wir aber los in die Schule der Großen um die restlichen Hefte und Bücher zu holen. Die brauchen sie und da ich mir nicht ganz sicher bin ob im April schon wieder alles „normal“ läuft, sollen sie einfach ALLES ausräumen, dann brauchen wir das nicht auch noch vor dem Umzug machen.

    11:38 Uhr – wir sind wieder zuhause, ich erledige ein dringendes Telefonat für das Haus was wir gerade kaufen und koche dann mit dem Sonnenschein das Mittagessen. Kurz gibt es einen Schrecken ob der Thermomix auch mit den Musikanlagen unter einer Decke steckt, denn die gezeigte Fehlermeldung gibt es gar nicht. Zumindest nicht online. *schreck*

    13:06 Uhr – nach aus- und wieder einschalten macht „George“ (so heißt hier der Thermomix) was er soll und wir essen, unterhalten uns und jeder macht anschließend wozu er gerade Lust hat.

    14:00 Uhr – die ersten 2 Stunden Lernzeit beginnen. Die TT verdrückt sich in ihr Zimmer, die hat aus der Schule schon Aufgaben in der Cloud. Die nutzen die Lehrer schon immer für Dokumente, Aufgaben und Mitteilungen.
    Das Spanienkind darf noch einen Tag chillen, die Aufgaben für die jüngeren Stufen kommen erst morgen und will raus in die Sonne und der Sonnenschein erledigt bei mir im Büro Aufgaben die sie schon am Freitag mitbekommen hat.
    Ich habe bisher noch NICHTS von dem geschafft was ich hier sonst so Vormittags erledige. *böseguck* Also volle Konzentration!

    14:35 – Spanienkind: „Mama wo ist meine Bomberjacke?“ – „Weiß ich nicht, geh selber suchen!“

    14:38 – Sonnenschein: „So, ich bin fertig, was soll ich jetzt machen?“ – „Aufs Sofa legen und den Mund halten! *innrelichaugenroll* Nein Schatz, sorry, überleg mal was du machen würdest wenn du jetzt aus der Schule kämst?“ – „Draußen spielen!“ – „Du bist total erkältet!“ – „Aber es ist voll schön draußen!“ – „Ok. Dann aber trotzdem mit Jacke und weit weg von anderen Kindern.“ – „Ich kann ja Fahrrad fahren!“ – „gut“

    14:40 – Sonnenschein kommt ins Büro und kuschelt sich an mich: „Mamaaaaaah und wie soll ich mit dem platten Reifen fahren?“ – *innerlicherschreikrampf* „Wo ist denn Dein Bruder, kann der das nicht machen?“ – „mit X im Wald!“ – „gut *seufz* ich komme!“

    14:42 im Fahrradkeller – der Kompressor ist natürlich leer, DAS WAR SOOOOOOOO KLAR!, also zur Steckdose rüberrollen, anschließen, vermutlich die schlafenden Nachbarkinder mit dem Lärm wecken, Reifen aufpusten, geht natürlich nicht, Adapter prüfen, Ventil prüfen, nichts, trotzdem nimmt der Reifen keine Luft an.
    „Dann musst du Roller fahren, ich hab echt kein Nerv für sowas!“

    14:58 – ich sitze endlich ALLEINE an meinem Schreibtisch und arbeite weiter an meinem Mails

    15:35 – Durst! – Mist, ich habe noch GARNICHTS getrunken heute. *kreisch* Ich trinke normalerweise bis zum Essen schon 1-2 Liter.
    Auf dem Rückweg ins Büro mit dem Glas ergreift die TT die Gelegenheit und bringt alles was sie in Ihrem Zimmer aussortiert hat ins EG und überreicht es mir. Dort muss ich es gleich im Safe verstecken, denn das bekommen die kleinen Geschwister wenn sich demnächst hier zu Tode langweilen.

    15:52 – der Safe, der hier nur für Geheimes genutzt wird, war natürlich voll und widerspenstig

    16:20 – whow, endlich mal richtig was geschafft. Das schreit nach Kaffee.

    Irgendwann kam dann der GG heim, es gab Abendbrot und Medienzeit und die Bande musste ins Bett. Ich habe wie immer noch etwas vor dem Fernseher im Laptop erledigt und bin dann ebenfalls ins Bett.

    Fazit: Noch alles ziemlich entspannt und eigentlich wie immer. 🙂

    Mal sehen wie es morgen wird.
    Haltet durch, lächelt (mit Humor ist alles leichter) und bleibt gesund!!!


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  • Tag 1 ○ Montag, 16.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Tag 1 ○ Montag, 16.03.2020 ○ #coronatagebuch

    Heute ist der erste Tag ohne Schulpflicht in Sachsen. Es ist alles noch etwas surreal. Wir sind entspannt während es um uns herum in den Supermärkten schon lange keine Nudeln oder Toilettenpapier zu kaufen gibt. Die Jüngste hat am Freitag schon alle Bücher und Hefte mitnehmen müssen und hat schon 3 Arbeitsblätter für Zuhause bekommen.

    Da die Großen aber noch nichts haben, muss auch sie noch nichts machen.

    Wir hatten ein tolles Wochenende zuhause. Die Schreibtische der Kinder wurden umgezogen, komplett aufgeräumt und arbeitsklar gemacht. Wir hatten nun eine ganze Weile alle Schreibtische in einem Raum. Das hat aber zum täglich gleichzeitigen Arbeiten keinen Zweck. Daher zogen die beiden Großen in Ihre jeweiligen Zimmer zurück und die Lütte bleibt unten bei mir.

    An diesem Vormittag habe ich noch einen unverschiebbaren sehr langen Termin. Ich treffe eine Person, die ich wenige Tage zuvor noch gesehen habe und wenn, dann hat sie mich vermutlich schon weit vorher angesteckt. 🙂

    In dieser Zeit durfte die Bande chillen und daddeln.

    Auf dem Rückweg war ich noch schnell im Supermarkt um Toilettenpapier zu kaufen, aber es gibt nichts mehr. Das ist nicht gut, denn ich habe nicht gehamstert und nun sind wir fast am Ende der Rollen. *augenroll*

    Zuhause gibt es schnelles Mittagessen und wir verfolgen diverse Pressekonferenzen und lesen im Internet. Am Nachmittag habe ich die beiden Kleenen an die frische Luft gesetzt wo sie natürlich auf sämtliche Nachbarskinder trafen. Vielleicht ein Fehler, aber wenn die Kinder von Ärzten rausdürfen, dann dürfen meine auch noch. Mit genau den Kindern sind sie aber sowieso immer zusammen.

    Am Wochenende haben wir einen Essensplan erstellt und müssen uns noch daran gewöhnen. 😀
    An Tag 1 haben wir uns schonmal nicht daran gehalten. *schmunzel*

    Ich werde versuchen ab sofort jeden Tag zu berichten. Ob ich das schaffe neben dem ganz normalen Alltag, den Kindern die nun den ganzen Tag Zuhause sind im Homescooling und allem Anderen was hier so an spannenden Momenten reinkommt, weiß ich nicht.

    Wir müssen uns echt noch eingrooven.

  • Ein Skiurlaub der ganz besonderen Art … ODER … Gastfreundschaft pur!

    Über Weihnachten waren wir mit einem Teil der Schwiegerfamilie im Skiurlaub. Der Bruder des GG und seine Frau haben ebenfalls drei Kinder die jeweils 1-2 Jahre älter sind als unsere. Wir sehen uns schon immer viel zu selten und haben in Sachsen und NRW kaum gemeinsam Schulferien.

    Eigentlich ist für mich ja Weihnachten DAS Familienfest. Da wir aber schon immer diejenigen sind, die zwischen 600 und 2000 Kilometer Anreise hatten, taten wir uns die letzten Jahre den üblichen Familienmarathon mit 3 Familien in 3 Tagen nicht mehr an und blieben in Dresden. Das ist auf Dauer aber auch doof und so wagten wir das Experiment über die Feiertage einen gemeinsamen Skiurlaub zu machen.

    Meine Schwägerin und ich haben, vor ziemlich genau einem Jahr, tagelang das gesamte Internet durchkämmt und Reisebüros abgeklappert um in einem guten Skigebiet, 2 freie Familienzimmer, für je 5 Personen, zu einem bezahlbaren Preis, im gleichen Haus zu ergattern. Nicht einfach! Der normale Skitourist scheint immer direkt bei Abreise fürs nächste Jahr zu buchen. *augenroll*

    Wir schickten uns quasi stündlich die angefragten Angebote quer durch die Republik zu. Als ich in einer der Mails aus Dortmund die Website vom Sonnegg im Skigebiet Saalbach-Hinterglemm aufrief, war ich gleich begeistert. Wir waren uns schnell einig und buchten. Nach 10 Monaten Vorfreude und der Anreise aus Ost und West kamen wir mit 5 Minuten Unterschied zeitgleich an. Der Urlaub konnte beginnen!

    Wir wurden sehr herzlich im Hotel Willkommen geheißen, bekamen vom Skikeller bis Schwimmbad alles erklärt und erkundeten die Zimmer. Wir hatten ein Appartement mit einem Wohnzimmer genommen um dort jederzeit mit allen zusammensitzen zu können. Es hatte eine tolle Größe und perfekterweise eine kleine Küchenzeile.

    Für die Füllung des Kühlschranks und der Spinde im Skikeller starteten wir gleich zu Supermarkt und Skiverleih. Die Spinde waren der Knaller. Jedes Zimmer hat im Skikeller seinen eigenen, verschlossenen, & beheizten Spind. Dort passten jeweils alle Schuhe und die Skier hinein. Purer Luxus!

    Abends im Restaurant wurden wir von vorne bis hinten verwöhnt. Das Hotel Sonnegg hat eine großartige Küche. Es war alles superlecker und die Kinder konnten auch ohne weiteres einen Gang auslassen oder statt der Auswahl einfach nur ein Schnitzel mit Pommes nehmen.

    Sowas nenne ich: Urlaub für alle!

    Ja, ich weiß was du jetzt denkst, all das hat man in den meisten guten Hotels heutzutage. Da hast du vollkommen Recht. Ich bin aber selber Hotelfachfrau und habe nicht nur viele schöne Urlaube in Hotels gemacht sondern auch lange in allen Bereichen gearbeitet. Was ich aber weder als Gast, noch als Angestellte erlebt habe ist diese ganz besondere Stimmung im gesamten Haus.

    Es herrschte eine sagenhafte „Gastfreundschaft“. Als Gast fühlte man sich wirklich wie ein Freund, der eingeladen wurde und dem alle der perfekte Gastgeber sein möchten. Alle Mitarbeiter waren durchgehend herzlichst freundlich, entspannt und man merkte ein wirklich gutes Verhältnis untereinander. Es ist ein spürbares Miteinander aller Angestellten. Ich tippe mal auf einen großartigen Führungsstil der Besitzer. Ich war schwer beeindruckt. In einer solchen Atmosphäre hätte ich sehr sehr gerne gearbeitet. Auf jeden Fall aber haben wir in dieser liebvollen Umgebung sehr gerne Urlaub gemacht und die Zeit im Hotel Sonnegg sehr genießen können. Unser größter Dank gilt Zoltan, der uns jeden Abend mit viel Humor, jeden Wunsch erfüllt hat.

    Das Skigebiet ist große Klasse und wir konnten bei allen Wetterlagen fahren. Und wir HATTEN ALLE WETTERLAGEN! *schmunzel*

    Einige der vielen positiven Beispiele

    Am ersten Urlaubstag fehlten uns diverse Hygieneartikel. Als ich an der Rezeption fragte ob denn am Sonntag irgendein Supermarkt auf hätte, wurde direkt gesagt: „ja, aber bei dem Wetter (es schneite) lass ich dich da nicht hin. Ich hol Dir was.“ Und als sie im Schrank nichts fand, zog sie ihre Jacke an und lief schnell heim um etwas zu holen. Ich war beeindruckt.


    Am dritten Tag ging es der TT Nachmittags nicht gut und ich fragte nach Zwieback. In der Küche war Niemand der das kannte, aber man holte sofort das Toastbrot und einen Toaster unter dem Buffet hinaus und machte uns ein paar Scheiben. Ohne das extra zu berechnen.


    Heilig Abend gab es Glühwein und ein feierliches Bläserkonzert am Pool. Es waren heimlich Geschenke auf den Tischen verteilt worden und einfach jeden Tag waren die Betten reine Kunstwerke.


    Am 1. Weihnachtsfeiertag hatte das Spanienkind einen Unfall im Pool, der eine blutende Platzwunde hinterließ. An der Rezeption rief man gleich alle bekannten Ärzte durch, ob nicht doch Jemand in der Nähe vielleicht sofort verfügbar wäre.


    Und auch das Geburtstagskind wurde gebührend zum Frühstück mit Kerzen, Torte, Gesang und Rakete von den Gastgebern gefeiert!


    Und vom Wellnessbereich mit den verschiedenen Saunen und Ruhebereichen könnte ich jetzt gleich nochmal so lange schwärmen, aber davon habe ich keine Fotos gemacht. *frechgrins*

    Dieser Blogbeitrag ist ein Dankeschön an das gesamte Team des Hotel Sonnegg in Vorderglemm. Wir empfehlen Euch ab sofort an alle weiter die ein Hotel in Österreich suchen. Wir haben uns noch nie SOOOOOOO wohl gefühlt und geben das gerne weiter an alle die etwas suchen.

    Im Sommer ist es übrigens ein Motorrad- und Bikerhotel und BMW Testride Center. Guck mal auf Instagram, Facebook oder der Website, da stehen die diesjährigen Modelle.

    Also … am besten jetzt sofort buchen!

  • Was! Für! Ein! Spannender! Tag! #12von12

    Wir sind in Neuss, unserer alten und baldigen Heimat. In Sachsen sind Ferien und so haben wir Zeit den Kindern Ihre neue Umgebung zu zeigen. Gestern hatten wir uns schon mal ein paar Termine in weiterführenden Schulen, waren an der alten Wohnung, haben alte Nachbarn getroffen und Erinnerungen hochgeholt. Es ist sehr cool nach fast 10 Jahren zurückzukehren.

    Heute macht die TT schon mal einen Probetag an Ihrer Favoritenschule. So begann mein Tag also mit der Fahrt von der Ferienwohnung in die eventuell zukünftige Schule. Da habe ich leider noch nicht über Fotos nachgedacht. 😉

    Auf dem Rückweg habe ich Brötchen geholt und dann also erstmal mit dem Rest der Familie gefrühstückt und anschließend schnell noch die aktuellen Mails abgerufen.

    Dann ging es auch schon zum ersten Termin. Eine Baugesellschaft die uns eines Ihres Objekte gezeigt hat, das aber so gar nicht unseren Vorstellungen entsprach.

    Zurück in der Ferienwohnung haben wir die zwei restlichen Kids eingesammelt um Ihnen die Innenstadt zu zeigen.

    Den Hafen mit dem chicken Mix aus alt und neu.

    Das Münster.

    Die Karnevalshochsaison sieht man hier im Rheinland natürlich an jeder Ecke.

    Den Rest der Stadtmauer liebe ich schon immer.

    Genauso wie die schönen Stadthäuser die mich an meine eigentliche Heimatstadt Münster erinnern.

    Nachdem wir die TT wieder eingesammelt und die Kids wieder in der Wohnung abgekippt hatten, waren der GG und ich nochmal auf einem Haustermin. Auf dem Rückweg haben wir schnell Donuts besorgt und Käffchen gemacht.

    Und weil die Sonne so schön schien als ich mit den Donuts zur Wohnung gelaufen bin …

    … waren wir noch ein bisschen Kinder lüften und an der Erft spazieren.

    Haben Rehe & Hirsche im Gehege gefunden.

    Und eine eventuelle Grundschule für die Jüngste von außen angeschaut.

    So, und das waren die 12 von 12 aus Februar 2020. Weitere gibt es hier.


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