Tag 2 ○ Dienstag, 17.03.2020 ○ #coronatagebuch

07:00 Uhr – aufstehen – Frühstückstisch decken – der GG kommt frühstücken – sich freuen dass keine Brotdosen gemacht werden müssen – es dauert nicht lange, da taucht auch das Spanienkind auf

07:30 Uhr – der GG startet ins Büro und ich bekomme Nachfrage aus der Elternschaft des Sonnenschein wann denn die Infos aus der Grundschule kommen – das Spanienkind arbeitet an seinem Modellbauprojekt

08:00 Uhr – ich bin im Elternrat und die Klassenlehrerin schickt mir Wochenpläne, die ich über meinen bestehenden Verteiler an alle Eltern weiterleite, und siehe da, in der Nacht kam die erste Mail.

08:05 Uhr – Mail weiterleiten

08:07 Uhr – die Mail ist an alle 28 Eltern unzustellbar. Die Fehlermeldung ist eindeutig – kurze Panik: Haben die das Internet ausgestellt? Nein, auf dem Handy geht alles.

08:15 Uhr – nach zwei neuen Versuchen und einer weiteren anderen Lösung ist die Mail endlich raus an Alle.

08:20 Uhr – jetzt muss ich erstmal eine Runde laufen, sonst bekomme ich hier noch zu schnell Lagerkoller

09:00 Uhr – Mädels wecken, Waschmaschine anstellen, Mädels nochmal antreiben

09:30 Uhr – Kinder frühstücken, wir besprechen einen regulären Tagesablauf. Ich möchte hier Lernzeiten, Essenszeiten und Freizeiten geregelt haben. Ich finde es am sinnvollsten wenn alle gleichzeitig ruhig und konzentriert sein müssen und gleichzeitig laut sein dürfen.

10:02 Uhr – wir checken wo es gute und günstige Bluetooth-Kopfhörer gibt. Vielleicht sollten wir noch fix zum Fachhändler bevor hier alle Läden dicht machen.
Unsere super vernetzten Musikwiedergabe-Geräte (5 Geräte die wir völlig unabhängig voneinander gekauft und mit der Zeit alle vernetzt haben) haben sich nämlich beim Update letzte Woche alle gleichzeitig, gegenseitig oder parallel zerstört. Toller Zeitpunkt wenn jeder Spotify nur über Handy mit Kabelkopfhörern hören kann. Seit dem ist der Kampf um die einzigen Bluetoothkopfhörer zum kindlichen Lieblingshobby geworden. *augenroll*

10:05 Uhr – das Spanienkind hat die neue Rohkostkurbel für sich entdeckt und zaubert uns einen Knabberteller.
Dann müssen wir aber los in die Schule der Großen um die restlichen Hefte und Bücher zu holen. Die brauchen sie und da ich mir nicht ganz sicher bin ob im April schon wieder alles “normal” läuft, sollen sie einfach ALLES ausräumen, dann brauchen wir das nicht auch noch vor dem Umzug machen.

11:38 Uhr – wir sind wieder zuhause, ich erledige ein dringendes Telefonat für das Haus was wir gerade kaufen und koche dann mit dem Sonnenschein das Mittagessen. Kurz gibt es einen Schrecken ob der Thermomix auch mit den Musikanlagen unter einer Decke steckt, denn die gezeigte Fehlermeldung gibt es gar nicht. Zumindest nicht online. *schreck*

13:06 Uhr – nach aus- und wieder einschalten macht “George” (so heißt hier der Thermomix) was er soll und wir essen, unterhalten uns und jeder macht anschließend wozu er gerade Lust hat.

14:00 Uhr – die ersten 2 Stunden Lernzeit beginnen. Die TT verdrückt sich in ihr Zimmer, die hat aus der Schule schon Aufgaben in der Cloud. Die nutzen die Lehrer schon immer für Dokumente, Aufgaben und Mitteilungen.
Das Spanienkind darf noch einen Tag chillen, die Aufgaben für die jüngeren Stufen kommen erst morgen und will raus in die Sonne und der Sonnenschein erledigt bei mir im Büro Aufgaben die sie schon am Freitag mitbekommen hat.
Ich habe bisher noch NICHTS von dem geschafft was ich hier sonst so Vormittags erledige. *böseguck* Also volle Konzentration!

14:35 – Spanienkind: “Mama wo ist meine Bomberjacke?” – “Weiß ich nicht, geh selber suchen!”

14:38 – Sonnenschein: “So, ich bin fertig, was soll ich jetzt machen?” – “Aufs Sofa legen und den Mund halten! *innrelichaugenroll* Nein Schatz, sorry, überleg mal was du machen würdest wenn du jetzt aus der Schule kämst?” – “Draußen spielen!” – “Du bist total erkältet!” – “Aber es ist voll schön draußen!” – “Ok. Dann aber trotzdem mit Jacke und weit weg von anderen Kindern.” – “Ich kann ja Fahrrad fahren!” – “gut”

14:40 – Sonnenschein kommt ins Büro und kuschelt sich an mich: “Mamaaaaaah und wie soll ich mit dem platten Reifen fahren?” – *innerlicherschreikrampf* “Wo ist denn Dein Bruder, kann der das nicht machen?” – “mit X im Wald!” – “gut *seufz* ich komme!”

14:42 im Fahrradkeller – der Kompressor ist natürlich leer, DAS WAR SOOOOOOOO KLAR!, also zur Steckdose rüberrollen, anschließen, vermutlich die schlafenden Nachbarkinder mit dem Lärm wecken, Reifen aufpusten, geht natürlich nicht, Adapter prüfen, Ventil prüfen, nichts, trotzdem nimmt der Reifen keine Luft an.
“Dann musst du Roller fahren, ich hab echt kein Nerv für sowas!”

14:58 – ich sitze endlich ALLEINE an meinem Schreibtisch und arbeite weiter an meinem Mails

15:35 – Durst! – Mist, ich habe noch GARNICHTS getrunken heute. *kreisch* Ich trinke normalerweise bis zum Essen schon 1-2 Liter.
Auf dem Rückweg ins Büro mit dem Glas ergreift die TT die Gelegenheit und bringt alles was sie in Ihrem Zimmer aussortiert hat ins EG und überreicht es mir. Dort muss ich es gleich im Safe verstecken, denn das bekommen die kleinen Geschwister wenn sich demnächst hier zu Tode langweilen.

15:52 – der Safe, der hier nur für Geheimes genutzt wird, war natürlich voll und widerspenstig

16:20 – whow, endlich mal richtig was geschafft. Das schreit nach Kaffee.

Irgendwann kam dann der GG heim, es gab Abendbrot und Medienzeit und die Bande musste ins Bett. Ich habe wie immer noch etwas vor dem Fernseher im Laptop erledigt und bin dann ebenfalls ins Bett.

Fazit: Noch alles ziemlich entspannt und eigentlich wie immer. 🙂

Mal sehen wie es morgen wird.
Haltet durch, lächelt (mit Humor ist alles leichter) und bleibt gesund!!!



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