Kategorie: Mama, Mutti, Mum, Mami, Mutter, Muddi, …

Die typischen Abenteuer im Leben einer Mutter!

  • Tag 43 – 49, Woche 7 #coronatagebuch

    Tag 43 – 49, Woche 7 #coronatagebuch

    Montag, 27.04.2020 #Tag 43

    Der Tag beginnt mit aufräumen. Heute wird hier eine Großgrundreinigung vorgenommen. Die Putzfrau kann endlich wieder kommen.

    Per E-Mail kam leider die Absage für einen tollen Job, aber die Enttäuschung hält sich in Grenzen.

    Die Putzfrau hat uns vor dem totalen Verlotterkoma gerettet. Nun ist alles wieder Wollmäusebefreit und glänzt fröhlich vor sich hin. Noch gönnen wir uns diesen Luxus alle 14 Tage. Nach dem Umzug ist damit Schluss, da müssen in der Casa Leithe alle selber putzen.

    Während ich am Vormittag hochmotiviert Wäsche zusammengelegt habe, ja auch an der Front verlottern wir gerade, habe ich nach dem Mittagessen ein Tief. Vielleicht ist die Enttäuschung über den nicht bekommenen Job doch größer als gedacht. Und als ich auch noch Passbilder mit einem schlecht gelaunten Teenager machen muss eskaliert die Stimmung.
    Ich geh das machen was ich neuerdings immer tue wenn ich hier drohe laut zu werden: Ich geh laufen!

    Nach dem After-Laufen-Duschen höre ich viele fröhliche und sehr laute Kinderstimmen aus dem Innenhof. Als ich aus dem Fenster gucke wird auch klar warum. Der Sonnenschein und ein paar Nachbarkinder, die schon seit einigen Tagen immer mal wieder mit Entfernung draußen spielen veranstalten Pappkartonrutschen.

    Der GG hat Dachpfannenmuster für das neue Haus kommen lassen und die Kids gebeten die Kartons in die Papiertonne zu bringen.
    Hat super geklappt! *augenroll*

    Dienstag, 28.04.2020 #Tag 44

    Die TT hat einen Termin im Einwohnermeldeamt um Ihren abgelaufenen Personalausweis verlängern zu lassen. Dort macht man zur Zeit einen Termin, ruft von draußen und wird dann ins Gebäude reingeholt.

    Mittags wieder die Tour in die Neustadt zur Dyskalkulie-Nachhilfe. Dieses Mal allerdings ohne Eis in der Fußgängerzone sondern ein schneller Ausflug zum Einkauf in den nächsten Supermarkt. Und YES! YES! YES! es gibt wieder Klopapier.

    Dann noch schnell beim Italiener Pizza für die hungrige Meute zuhause geholt #supportyourlokal und #supportthegestresstemomdiekeinelustmehraufkochenhat, und schon ist die Stunde vom Sonnenschein wieder vorbei und wir flitzen nach Hause.

    Nachmittags hat das Spanienkind einen Termin beim Kieferorthopäden, die TT trifft sich zum allerersten Mal mit einer Freundin und der Sonnenschein ist ebenfalls verabredet.
    Als ich nach einer Stunde merke, dass ich nach 44 Tagen das erste Mal GANZ ALLEINE zuhause bin, ist es schon wieder vorbei, aber ich habe soviel geschafft wie sonst an 2 Tagen! 🙂

    Mittwoch, 29.04.2020 #Tag 45

    Der heutige Tag steht im Zeichen der Arztsuche. Denn für die Übergabe unserer Dresdner Ärzte an die neuen in NRW möchten die Schwestern (so schimpfen sich hier die Sprechstundenhilfen) die neuen Ärzte wissen. Ich suche heute also einen Kieferorthopäden, einen Kinderarzt, einen normalen Zahnarzt, einen Doc der die Hypo weiterführt usw.

    Diesmal ist es zum allerersten Mal ein Umzug zurück. In Neuss haben wir schon mal gewohnt und der erster Anruf bei unserem damaligen Kinderarzt schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, er nimmt uns wieder auf und macht auch die Hypo!

    STRIKE! Das wird MEIN Tag!

    Währenddessen der Spielmodus beim Sonnenschein heute: Sportlehrerin!

    Ich doch super, so kommt wenigstens das Sportzeug, ja es ist inzwischen zu klein, nochmal zum Einsatz. *zwinker*

    Donnerstag, 30.04.2020 #Tag 46

    Wir beginnen den Tag mit Nervennahrung! Gestern habe ich entsetzt festgestellt, dass meine Kinder kein Neg…. ach ne, darf man ja nicht mehr sagen! …, also kein Schaumkussbrötchen kennen. Also lernen sie das heute. Das ist mindestens genauso wichtig wie Geometrie, Grammatik und Geschichte.

    Ansonten, alles wie immer. Die Kids haben viele Aufgaben und noch viel mehr Fragen! Dabei ist mein Kopf schon so überlastet. *ohrenzuhalt*

    Da es nicht danach aussieht, als könnte ich bis zum Umzug nochmal in mein Co-Working-Office, haben wir heute die Mittagspause genutzt um meinen Schreibtisch zu räumen, mich traurig zu verabschieden und mit dem Patenhund noch eine Hunderunde zu drehen.

    Das Equipment bekommt die TT nun erstmal fürs Abi.

    Ich habe die Lehrer gefragt, ob sie nicht ein bisschen mit der Menge übertreiben. Einstimmige Antwort: „Es ist nur so viel, wie im Stundenplan auch Unterricht wäre!“

    Ja, schönen Dank auch! *kotz* Bei Interesse hier weiterlesen!

    Abends mal wieder ein Zoom-Call mit dem Neusser Netzwerk und anschließend mit meiner Lieblings-Weinrunde.

    Freitag, 01.05.2020 #Tag 47

    Feiertag!
    Ausschlafen!
    Liegengebliebenes aufarbeiten.

    Spannender wird es heute nicht.

    Samstag, 02.05.2020 #Tag 48

    Der bevorstehende Umbau rückt immer näher. Und somit auch die Entscheidungen, die wir treffen müssen. Welche Fenster, welche Fliesen, welche Farben? Und was mir am wichtigsten ist, nicht weil ich eine Frau bin, sondern weil das der Raum ist in dem sich die meiste Zeit das Familienleben abspielt und der am hellsten, freundlichsten und schönsten werden soll, ist: Die Küche!

    Und weil ich ein haptischer Mensch bin, kann ich das nicht anhand von Fotos entscheiden, sondern muss das in echt sehen UND anfassen. Wir waren also in einem Küchenstudio alles mal anfassen. Und Ideen sammeln und Farben überlegen und … nach überraschend großer Begeisterung ein Angebot erstellen lassen.

    Sonntag, 03.05.2020 #Tag 49

    Sport und Lesen!

    Mehr ist aus mir heute nicht mehr herauszuholen. Der Akku ist alle!


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  • Tag 36 – 42, Woche 6 #coronatagebuch

    Tag 36 – 42, Woche 6 #coronatagebuch

    Montag, 20.04.2020 #Tag 36

    Yoga, Frühstück, Ferienende. Alle Familienmitglieder sitzen wieder an Ihren Schreibtischen. Der GG in der Firma, der Rest in diesem Haus. 36 Tage, an denen wir diese historischen Wände nur für Sport und Einkaufen verlassen haben.

    10:00 Uhr das Auto vom GG wird abgeholt. Der zeigte eine Fehlermeldung erst in orange, dann in rot. Und da er trotzdem einfach immer weitergefahren ist, wird er nun, nach 2 Wochen (eher gab es keinen Termin) in die Werkstatt geschleppt.

    Nachmittags mit der Nachbarin endlich mal wieder ein Käffchen in der Sonne genossen. Mit Abstand natürlich! Das machen wir eigentlich alle 14 Tage, aber die letzten Wochen dann nur noch per WhatsApp-Video.

    Als der GG am Abend mit meinem Auto heimkommt hat das die gleiche Fehlermeldung und die Steuerung hat die Motorleistung schon herabgedrosselt. Bevor das bei dem auch noch rot wird, mache ich eine Abendliche Spritztour über die Autobahn, 15 km darf man sich schließlich vom Wohnort entfernen. Beim drehen zum zurückfahren muss ich aber anhalten um das hier zu fotografieren.

    Das hat gut getan. 1. fahre ich ja gerne Auto und 2. auch gerne mal schnell. Das kam in den letzten Wochen echt zu kurz!
    Auf dem Hinweg war zwar Geschwindigkeitsbegrenzung, weil sich an der geschlossenen Grenze nach Tschechien immer wieder Staus bilden, aber auf dem Rückweg hab ich die Karre mal wieder so RICHTIG getreten. Mein kleiner Rennwagen! *zärtlichüberdasarmaturenbrettstreichel*

    Dienstag, 21.04.2020 #Tag 37

    Heute ist mein Geburtstagpäckchen von meiner Mama angekommen. *hiertausendherzcheneinfügen* Und was schenkt man in Coronazeiten? Natürlich:

    Nervennahrung und Toilettenpapier

    Ab heute ist endlich wieder Dyskalkulie-Nachhilfe im ZTR für den Sonnenschein erlaubt. Ich bin am Ende meiner Kräfte wenn es um die Aufgaben in Mathe bei der Jüngsten geht. Teilweise habe ich ihr andere Aufgaben gegeben, weil ich im Endeffekt alles vorgesagt hätte.

    Ich mache in der Zeit einen kleinen Ausflug durch die schöne Fußgängerzone am Goldenen Reiter, denn ich darf nicht mit anderen Eltern im Warteraum sitzen. Also gönne ich mir ein Eis auf einer Band. Dass DAS mal erwähnenswert spannend werden würde hätte ich vor wenigen Wochen auch nicht gedacht. *staun*

    Auf dem Rückweg dann mal schnell in die Waschanlage. Denn das Auto des GG ist repariert und sauber zurück. Und daneben sieht mein Flitzer, mit dem gesamten Winterdreck, plötzlich wie eine elende Dreckschleuder aus. *zwinker*

    Mittwoch, 22.04.2020 #Tag 38

    Nach den Ferien läuft es hier katastrophal. Die drehen alle ein bisschen am Rad. Irgendwie ist die Luft raus. Als ich das Spanienkind auffordere sich mit mir an den Küchentisch zu setzen, damit er in seinem Zimmer nicht ständig am Tablet in anderen Apps hängen bleibt, dauert es nicht lange, da bleibt der Sonnenschein auch bei uns. Die kommt aus dem Büro, wo ihr Schreibtisch steht, immer rüber in die Küche um zu fragen wenn sie was nicht versteht. Und die TT findet dass das so idyllisch aussieht, so dass sie auch zu uns möchte, und nicht als Einzige alleine in Ihrem Zimmer sein mag.

    Ich finde es hat was, aber … wenn einer eine Frage hat, sind alle raus aus Ihrer Konzentration. Wir quatschen dann auch von anderen Dingen und schwupp sind wieder zu viele Minuten verplempert. Also füren wir ein, dass Fragen nur noch im Büro beantwortet werden. DAS heißt bei drei Kindern aber, dass ich quase zum Büropendler werde. Seltsam ist, wenn sie in Ihren Zimmern hockten hatten sie nicht so viele Fragen.

    Vor allem aber kommt viel Druck von den Lehrern. Im Gegenzug aber NULL motiviert. Das bleibt komplett an den Eltern hängen. 🙁
    Ich höre von anderen Familien wie die Lehrer per Telefon oder Video-Chat bei den Schülern nachfragen wie es Ihnen geht. Oder das sogar Stunden per Zoom-Call geschrieben werden. Hier -> NICHTS!

    Der Nachbarssohn von gegenüber hat heute Geburtstag und als Überraschung hatten wir vor Ihm quer über den Innenhof, jeder in einem unserer Dachfenster stehend, ein Ständchen zu trällern. Als der Lütte endlich Zeit hat ist meine Bande so bockig, das ich mit dem Sonnenschein doch per Video-Chat singe.

    *haareraufendab*

    Nachmittags habe ich knapp 2 Stunden lang ein megatolles Vorstellungsgespräch. Es wäre der ideale Job für die nächsten Jahre, in denen meine Kinder noch in der Schule sind. Er fänd online statt, ich könnte arbeiten wenn die Kinder in Schule oder Bett sind, meine Chefin wäre ultrasympatisch und es wäre genau mein Ding. Also bitte drückt mir die Daumen.

    Ansonsten ist das wieder so ein Tag, da könnte ich hier alle zur Adoption freigeben. Statt dessen hocke ich irgendwann wieder heulend auf dem Klo und frage mich wann wohl die Männer mit der weißen Jacke kommen.

    Donnerstag, 23.04.2020 #Tag 39

    Das mit dem gemeinsamen arbeiten am Küchentisch hat keinen Zweck. Heute verkrümeln sich alle wieder in Ihre Lernhöhlen.

    Der Energieberater ist mit dem Bauantrag für den Umbau in Neuss fertig. Damit der so schnell wie möglich in die Post kann, fahre ich zum GG in die Firma, wir unterschreiben auf meiner Motorhaube und ich bringe es direkt zur Post.

    Anschließend zur Hypo-Spritze des Allergikerkindes. Ein bisschen wie alter Alltag. Außer, dass wir die 30 Minuten Wartezeit nicht zwischen den vermummten anderen Patienten verbringen sonder das schöne Wetter nutzen und uns nach draußen in die Sonne verkrümeln.

    Nachmittags meldet sich die Schwägerin. Mutter von drei Jungs und Grundschullehrerin in NRW. Ich frage wie sie das schafft und klage Ihr mein Leid. Sie schafft das auch nicht und beruhigt mich als sie sagt: „So unentspannt sind Kinder immer nach den Ferien. Das bekommt Ihr Eltern zuhause bloß nicht mit.“ *erleichtertseufz*

    Freitag, 24.04.2020 #Tag 40

    Ich verteile auf den derzeitigen Plänen bereits unsere Möbel, damit wir beim Einzug sofort wissen welches Möbelstück wo aufgebaut werden soll. Das ist mein 16. Umzug und der 6. mit einer Spedition. Ich weiß worauf ich achten sollte.

    Nun hat sich aber gestern leider herausgestellt, das unsere alten Kleiderschränke, die im neuen Haus im Keller als Stauraum dienen sollten leider viel zu hoch sind. Also wurden sie heute fotografiert. Also ebay oder Nachmieter.

    Vor lauter planen, machen, Fragen beantworten habe ich den Röntgenkontrolle Termin bei meinem Zahnretter verpasst. Am Tag vorher kam eine SMS-Erinnerung. Eine Stunde vor Abfahrt habe ich auch noch dran gedacht. Aber dann … dann war es weg.
    Da ist ein schwarzes Lock in meinem Hirn, da verschwinden solche Sachen plötzlich. Ich muss mal googlen ob das Lagerkoller Symptome sind!
    Ich hasse das. Sowas passiert mir sonst nicht. Aber kaum ist der Tagesablauf, die Routine, der Alltag hier aus dem Ruder gelaufen, ist auch mein Hirn total überfordert. *ärger*

    Samstag, 25.04.2020 #Tag 41

    Es gibt von den 2 Besichtigungsterminen die wir hatten tatsächlich Nachmieter. Diese kommen heute um sich Küche, Schränke, Rollos und noch ein paar andere Dinge angucken, die wir verkaufen möchten.

    Die Mädels werden zu Puzzle-Queens und das Spanienkind ist zu Nerf-Battles im Innenhof verabredet. Da hält man automatisch Abstand!

    Zum dieswöchigen gemeinsamen Filmeabend habe ich eine Eisdiele in der Küche eröffnet. Drei verschiedene Sorten Eis, Schoko- und Erdbeersoße, bunte Streusel, Schokostreusel, Minimarshmallow und M&M´s. Und jeder darf sich seinen Eistraum selber zusammenstellen.

    DAS hebt die Stimmung!

    Sonntag, 26.04.2020 #Tag 42

    Ich schlafe aus, liege noch lange im Bett und lese und „lass den Herrgott ´nen guten Mann sein“, wie man in meiner Heimat dem Münsterland gerne sagt wenn einem alles egal ist.
    Irgendwann summt immer wieder eine Biene ans Fenster und ich sehe nach. -> Da baut die doch tatsächlich ein Nest im Loch unseres Fensterrahmens. *staun* Die gründet doch hier jetzt kein neues Volk, oder?

    Der Sonnenschein streunert den ganzen Tag mit einer Freundin herum. (Man darf sich wieder mit einer Person treffen). Das Spanienkind ist mountainbiken und die fleißige TT chattet mit Ihren Kurskollegen. Die sind wirklich megaehrgeizig und lernen superfleißig auch am Wochenende für das Abi21.

    Das Abi ist hier ein Thema für sich. Ich bin sehr gespannt wie das wird mit diesem Chaos. Nicht nur Corona sondern auch der Wechseln nach NRW könnte sich zum Drama aber auch zum Vorteil entwickeln.

  • 90 Minuten in der Schule vs. 90 Minuten #homeschooling

    90 Minuten in der Schule vs. 90 Minuten #homeschooling

    Versteht mich nicht falsch, ich mag das Konzept der Schule der beiden großen Kinder, die schon immer mit einer Cloudlösung für jeden Schüler arbeitet. Ich mag unsere Schule auch weil es digitale Tafeln und Unterricht am Laptop gibt.

    Zuhause aber achte ich darauf, dass die Kinder eben NICHT ständig auf einen Bildschirm starren. Und schon mal gar nicht 8 Stunden am Stück.

    Das ist aber derzeit so, denn das was hier täglich abgeht, erkenne ich abends an den dicken Augen der Kids. Nun habe ich einige Lehrer gefragt, ob sie nicht ein bisschen mit der Menge übertreiben. (Natürlich ein wenig netter umschrieben!!!) Einstimmige Antwort: „Es ist nur so viel, wie im Stundenplan auch Unterricht wäre!“

    Ja, schönen Dank auch! *kotz*

    In der Schule läuft das so:

    • Schulgong / Beginn der Stunde
    • Der Lehrer erzählt was, alle hören zu (wenn Jemand stört wird er/sie ermahnt)
    • stilles selber erarbeiten (Aufgabe wurde erklärt) / Gruppenarbeit
    • sofortige Antwort auf eventuelle Fragen
    • weiterer geregelter Frontalunterricht
    • Bekanntgabe der Hausaufgaben (falls es welche gibt)
    • Schulgong / Ende der Stunde

    Zuhause aber läuft das so:

    • Meckernde Mama: Doch bitte ENDLICH an den Schreibtisch zu gehen
    • Kleine Schwester turnt noch herum und sucht Ihr Zeug, also gehe ich auch noch nicht anfangen.
    • Na gut! Aufgaben aus der Cloud hochladen. WLan will mal wieder nicht so richtig schnell. Hängen ja auch nur plötzlich ALLE vorm Internet.
    • Überlegen: drucke ich das jetzt aus und Mama schimpft weil der teure Farbdrucker soviel Toner verschlingt oder drucke ich es nicht aus und beantworte die Aufgaben im Heft und die Lehrer schimpfen, dass es nicht sauber beantwortet wurde.
    • Aufgabe lesen — oh, das Legoteil habe ich gestern gar nicht beendet — ok. nochmal lesen.
    • „Mamaaaah, ich versteh das nicht. — Ja ich warte bis du der kleinen Schwester Ihre Aufgabe erklärt hast!“
    • Dann guck ich solange ob im Klassenchat Jemand was geschrieben hat.
    • Mama steht plötzlich hinter mir und meckert weil ich schon jetzt in WhatsApp rumdaddel.
    • Mama versteht die Aufgabe auch nicht, da muss sie sich erstmal reindenken und einlesen.
    • Mama muss kurz der kleinen Schwester was erklären die nicht mehr warten möchte. — Ja, ich weiß, ihre Aufmerksamkeitsspanne ist eben eine andere als Meine. — Ja, ich weiß, ich kann da besser switchen als sie. Trotzdem komme ich hier nicht weiter.
    • Ich verstehe Mama noch viel weniger als die Aufgabenstellung der Lehrer.
    • Ich frage den Lehrer per Mail und fange schon mal die nächsten Aufgabe an.
    • Wenn ich Glück habe, habe ich bis morgen oder übermorgen eine Antwort. Und inzwischen noch weitere Aufgaben zu dem Thema.

    ODER …

    • Aufgabe herunterladen & lesen — oh, das Legoteil habe ich gestern gar nicht beendet —- ok. nochmal lesen.
    • Ich bearbeite die Aufgabe.
    • Nach 5 Minuten habe ich Durst, ich gehe runter und hole mir etwas neues zu trinken.
    • Ich bearbeite weiter die Aufgabe.
    • Mist jetzt hab ich das Glas umgekippt.
    • Schnell ein Handtuch aus dem Bad holen.
    • Mama meckert von unten weil ich schon wieder rumlaufe und nicht konzentriert arbeite.
    • Ich bearbeite weiter die Aufgabe. — Ach Guck, da liegt das Lego-Teil was ich gestern die ganze Zeit gesucht habe, das mache ich da schnell dran.
    • Oh, Mama kommt hoch. Puh, Glück gehabt, sie geht Wäsche machen.
    • Ich bleib mal lieber am Schreibtisch sitzen und arbeite weiter.
    • Mama steckt den Kopf kurz rein und fragt ob alles o.k. ist, räumt das Legobauwerk ins Regal, so dass ich es nicht mehr sehe.
    • Ich frage sie noch was, — ja, das hatte jetzt nichts mit der Aufgabe zu tun, aber das muss ich für heute Nachmittag wissen.
    • Sie meckert wieder ich solle mich auf die Aufgaben konzentrieren, streichelt mir über den Kopf und flüstert: „Halt durch, du schaffst das!“ ins Ohr.
    • Und gleich in der Mittagspause nimmt sie mich wieder in den Arm und entschuldigt sich fürs meckern und erklärt mir wieder, dass sie so unendlich müde ist, aber auch so viel zu tun hat, und mit uns allen Zuhause aber leider gar nichts schafft und Abends immer so lange arbeiten muss.
    • Ich mache weiter.
    • Ich soll ein YouTube Video mit Inhalten des Unterrichtstoffes angucken.
    • Gleich danach kommt ein Video meines Lieblings-YouTubers, das gucke ich auch schnell.
    • Ich habe Hunger.
    • Ich kann mich nicht mehr konzentrieren.
    • Ich muss das doch fertig kriegen.
    • Wie war die Aufgabe nochmal?

    ODER …

    • Heute sitze ich unten am Küchentisch, damit die Spielsachen und das Tablet in meinem Zimmer mich nicht ablenken. – Aufgabe lesen!
    • Mama kommt vorbei und macht sich einen Kaffee. Ich frage ob ich was Süßes haben kann.
    • kann ich, oh je … was nehm ich denn … da ist ja auch was neues …
    • Mama meckert ich soll mich endlich entscheiden und weitermachen
    • Ich lese weiter.
    • Meine kleine Schwester jammert nach Mama.
    • Mama meckert die kleine Schwester an ob sie nicht bitte mal eine Aufgabe alleine Zuende machen könnte. Sie müsste wenigstens mal EINE E-Mail beantworten.
    • Ich bin froh, dass sie diesmal nicht mich angemeckert hat und lese weiter.
    • Es klingelt an der Tür. Ich rufe „Ich geh schon!“ und mache schnell auf, denn ich bin eh schneller da und dann kann Mama die E-Mail zu ende schreiben.
    • Die kleine Schwester kommt neugierig angerannt und will wissen wer da geklingelt hat und möchte das Paket rein tragen. — Nein, ich hab das angenommen! — Nein, ich will aber! — Gib das her! — Mamaaaaaah!
    • Mama ist schon wieder sauer, steht mit Tränen in den Augen im Flur und schickt uns brüllend an unsere Aufgaben.
    • Warum hatte Mama jetzt Tränen in den Augen?
    • Habe ich was falsch gemacht? Ich wollte doch nur helfen damit sie die E-Mail — Jahaaaaa, ich mach ja schon weiter.
    • Ich lese die Aufgabe nochmal von vorne, hab schon wieder vergessen was ich machen sollte.
    • Och näh! Das ist doof, da gucke ich lieber was ich in den anderen Fächern machen muss, vielleicht ist da was leichteres dabei.
    • Da kommt meine kleine Schwester und holt sich was zu trinken, ich habe auch Durst. — Ey, ich will auch den Apfelsaft! — Nein, jetzt bin ich erst dran.
    • Mama meckert aus dem Büro wir sollen uns vertragen.
    • Ich mach den Fleck auf dem Boden jetzt nicht weg, das war DIE!
    • Oh, hab ich die Aufgaben von gestern auch wirklich in die Cloud hochgeladen. Hatte ich die wirklich alle fertig oder ist das auf meiner Liste nur abgehakt damit Mama nicht schimpft.
    • Jetzt klingelt das Telefon, wer das wohl wieder ist, was sagt Mama da, der Umzug muss verschoben werden. Warum das denn jetzt schon wieder?
    • Oh, gleich gibts Mittagessen.

    SO! sieht! es! aus!

    Und soll ich Dir mal was sagen, ich kann meine Kinder sooooooo gut verstehen, dass sie so nicht so konzentriert arbeiten können wie in der gleichen Zeit in der Schule. Selbst ich, die schon jahrelang selbständig ist und sich echt konzentrieren könnte wenn alle in der Schule sind, habe mir einen Co-Working-Schreibtisch in einem entfernten Büro gegönnt, damit ich nicht von Briefträger, Postboten, piependen Waschmaschinen, klingelnden Telefonen und Co. abgelenkt bin.

    Woher also sollen diese Kinder das plötzlich in einer Umgebung können, in der sie wenn es hochkommt 1-2 Stunden Hausaufgaben machen, ansonsten aber immer spielen, essen, streiten, trinken, toben, reden, fernsehen, Quatsch machen, chillen, usw.

    Kinder, ich verstehe Euch! Auch wenn ich trotzdem mecker und schimpfe!

    Ich liebe Euch! Egal ob Ihr die Aufgaben nun schafft oder nicht.

    Selbst das Kultusministerium sagt:

    Der Lehrplan ist in diesem Schuljahr nicht erfüllbar.

    Und mir war schon immer klar, dass ich Euch weder schwimmen noch ein Instrument beibringen kann. Ich sollte Euch nicht Nachhilfe in Mathe geben und auch nicht ernsthaft schöne Portraitfotos machen. Das geht alles besser, wenn es eine Person von Außerhalb macht. Auch wenn ich genau das alles kann, aber eben nicht mit den eigenen Kindern. Denn die Beziehung zwischen Kindern und Eltern ist so emotional, so aufgeladen, so anders, dass das alles mit Außenstehenden besser funktioniert.

    Und jetzt sollte ich plötzlich die Lehrerin für meine Kinder spielen. Sie pädagogisch motivieren Ihre Aufgaben zu machen. Einfach mal 8 Wochen die 32 unterschiedlichen Lehrer meiner 3 Kinder ersetzen?

    Das konnte doch nur in die Hose gehen. Oder?

  • Tag 30 – 35, Woche 5 #coronatagebuch

    Tag 30 – 35, Woche 5 #coronatagebuch

    Dienstag, 14.04.2020

    Ach ja! *seufz* Dafür, dass da draußen die Pandemie tobt, waren die Ostertage wirklich toll! Wir schwelgen in Plänen für das neue Haus, waren wandern und haben viel tolles Essen gehabt. Ich genieße es, das die Kinder einfach mal alle Zuhause sind und nicht schon wieder über die Feiertage mit Freunden verabredet. Wobei über solche Feiertage gehts immer noch. Da sind sie sonst auch einfach Zuhause.

    Nun ist der GG heute wieder arbeiten und ich und ich die Kinder sind weiterhin zuhause. Nun aber ohne strukturierten Tagesablauf durch die Aufgaben aus den Schulen. Da bin ich ja gespannt wann der Lagerkoller einsetzt.

    07:00 nähen, nähen, nähen, da ich alle Masken zu Ostern verschenkt habe, sind nun die Sammelboxen für Kinder- & Altenheime dran die es gilt zu füllen.

    09:00 Uhr wir haben seit dem Einzug vor 9,5 Jahren ein Ameisenproblem. Jetzt sind sie wieder aus dem Winterschlaf erwacht und es kommt wieder der Ameisenmann. Vorher habe ich aber einen Film gemacht und gelernt wie man mit Insta-Storys lustige Features einfügt. *kicher* Einfach mal auf den Link klicken! 🙂

    Ansonsten habe ich endlich die Steuersachen für die Firma angefangen, superviele E-Mails beantwortet und mich gewundert, wieviel man schaffen kann wenn die Kinder nichts für die Schule machen müssen und ellenlange Fragen stellen.

    Abends dann ein tolles ZOOM-Meeting mit einem Mütternetzwerk im Ruhrgebiet. Das war mega!

    Mittwoch, 15.04.2020 #Tag 31

    Kinder lüften, sie machen einen auf Sommer und malen draußen obwohl es viel zu kalt ist. Auch gut. So habe ich mal absolute Stille im Haus. Das ist etwas GANZ SELTENES geworden in diesen Tagen.

    Wir fahren noch zur Post (die TT hat ein neues Handy bestellt) weil das Paket nicht an der Haustür übergeben werden kann mit Unterschrift, muss man jetzt immer in die Filiale. Außerdem gehen wir noch einkaufen.
    Mich irritiert noch immer, dass es in jeder Filiale anders abläuft, aber auch daran wird man sich vermutlich gewöhnen müssen.

    Donnerstag, 16.04.2020 #Tag 32

    Nachdem die Kinder seit gestern absolute Lagerkollersymptome drauf haben, habe ich beschlossen, dass wir heute einen Ausflug machen. Das Auto des GG ist kaputt, darf nicht mehr fahren, kann aber auch noch nicht in die Werkstatt. Also fährt der GG mit meinem Auto.
    Nun muss ich aber heute auch einkaufen, und so fahre ich Ihn morgens in die Firma. Was gut ist, denn die Straße ist sowieso mit viel Polizei und Feuerwehr komplett gesperrt und man bekommt keinen Parkplatz. Das Nachbarwerk brennt. Ich habe die ganze Nacht schon immer die Sirenen in den umliegenden Stadtteilen gehört und die Nachricht im Radio der Anschrift der Vollsperrung hat uns schon ahnen lassen wer da eventuell heiß saniert. *frechgrins* Sorry, aber ein bisschen Galgenhumor muss sein.

    Fix in den Real zum einkaufen. Vielleicht gibt es ja da Toilettenpapier. …
    -> Nö: Fehlanzeige.

    Den Vortrag des LKA Düsseldorfs über „Digitale Sicherheit für Kinder“, den der GG von seinem Arbeitgeber online bekommen hat lassen wir sausen und fahren Nachmittags an die Elbe. Es ist herrlich die da so ausgelassen Blödsinn machen zu lassen.

    Ich habe Muffins und Sprühsahne gekauft und die machen nur Blödsinn damit. Aber es tut gut sie so ausgelassen Spaß haben zu sehen. ♥

    Abends wieder ein Zoom-Meeting mit dem Netzwerk in Neuss.

    Freitag, 17.04.2020 #Tag 33

    Normales Tagesprogramm. Mittags backen die Kids selber Pancakes und ich arbeite durch. Die Steuerunterlagen müssen endlich fertig werden.

    Samstag, 18.04.2020 #Tag 34

    Cabrio-Ausflug zum Finanzamt. Es ist geschafft , ich habe die Buchhaltung gestern geschafft und so bringen die TT und ich die Unterlagen direkt in den Briefkasten.
    Und dann machen wir noch einen Schlenker in die City und holen den weltbesten Döner aus der Bude am Lieblingskino. Wenn wir schon in der Nähe sind.

    O.k. wenn wir ehrlich sind, war die Dönerbude der Grund für den Ausflug und während wir überlegten ob das nicht ein bisschen zu weit zu fahren ist, fragte der GG ob ich demnächst nicht am Finanzamt vorbeikomme … *zwinker*

    Sonntag, 19.04.2020 #Tag 35

    Mein Geburtstag!

    Ich durfte ausschlafen bis die ersten Gratulanten anriefen. Das Telefon wurde mir ans Bett gebracht und dort habe ich noch lange Zeit verbracht denn ich konnte erstmal Nachrichten auf allen Kanälen lesen und zwischendurch klingelte es immer gleich wieder.

    Und so ging es den ganzen Tag weiter. Da wir ja nichts machen konnten habe ich in aller Ruhe einfach mit allen Anrufern länger telefoniert. Das war sehr schön. Alle anderen Familienmitglieder ließen mich einfach in Ruh. Herrlich!


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  • WIE? VIELE? WÖRTER? HAT? EIN? KIND? #gastbeitrag von Anette Göttlicher #coronaeltern

    WIE? VIELE? WÖRTER? HAT? EIN? KIND? #gastbeitrag von Anette Göttlicher #coronaeltern

    Bisher wusste ich schon, dass Frauen eine gewisse Menge an Worten haben, die sie pro Tag loswerden müssen. Aber selbst bei Frauen ist irgendwann Schluss mit reden. Da sind dann halt alle Worte aufgebraucht.

    In Coronazeiten lernt man aber dazu!

    Ich z.B. habe gelernt:
    1.) Kinder haben NOCH MEHR WÖRTER zur Verfügung und
    2.) Ich kann nur bis zu einer gewissen Menge Wörter zuhören. Anschließend ist mein Kopf voll und ich bin nicht mehr aufnahmefähig. Bei drei Kindern ist hier aber täglich noch sehr viel im gemeinsamen Wortkontingent übrig, wenn ich aber schon voll bin.

    Was die Kinder so alles reden im Homeschooloffice?
    Die Autorin Anette Göttlicher hat 2 Kinder und es heute perfekt zusammengefasst und ich darf Ihren Text als Gastbeitrag veröffentlichen.


    „Mama, …

    …… was ist ein Senat?
    … wo ist meine Maske?
    … wo ist mein Jojo-Buch?
    … was gibt’s zu essen?
    … gibt’s irgendwo ne Tüte?
    … kannst du mir helfen? Nur kurz
    … der Bruder ärgert mich!
    … die Schwester stört mich!
    … der Bruder ist im anderen Zimmer, nervt aber trotzdem!
    … aua!
    … warum muss ich eine große Schwester haben?
    … krieg ich Geld für die Fahrkarte?
    … warum haben wir keine Milch mehr?
    … wie konjugiert man afficere?
    … wo hast du mein iPad hin?
    … hast du etwa im Kinderzimmer gestaubsaugt? Mir fehlt ein wichtiges Lego-Teil!
    … sorry, hab‘s vergessen, arbeite ruhig weiter
    … fahren wir in den Pfingstferien in den Urlaub?
    … kommt der Bruder auch mit?
    … wo ist mein Geodreieck?
    … ich geh mal aufs Klo
    … kannst du mir helfen? Nur kurz
    … wann kann ich meinen Kumpel treffen?
    … wann gibt’s Essen?
    … gibt’s auch mal wieder was anderes als Nudeln und Risotto und Gemüse?
    … kann ich ne Cola?
    … au!
    … was ist past progressive?
    … hast du ne E-Mail von meinem Geschichtslehrer bekommen?
    … wo ist meine EC-Karte?
    … wie ist die PIN?
    … aua, hör auf!!!
    … er hat angefangen!
    … sie hat angefangen!
    … Alter, bist du genervt!
    … kannst du mir helfen? Nur kurz
    … welcher Bus fährt ins Westend?
    … was arbeitest du eigentlich? Du sitzt immer nur vor dem MacBook
    … wie spät ist es?
    … au!
    … ich war auf dem Klo
    … ich hab keine sauberen Jeans mehr, keiner hat die gewaschen
    … der Biomüll stinkt!
    … wo ist mein orangener Stift? Nein, nicht der, der andere!
    … kannst du mir bei dem Jitsi-Login helfen?
    … wo ist das Ladekabel fürs Laptop?
    … ich muss was basteln und brauche Wolle in fünf Farben, DIN-A-2-Pappe und Tapetenkleister
    … wann bekomme ich Inlineskates?
    … wann feiern wir meinen Geburtstag nach?
    … warum hab ich einen kleinen Bruder?
    … Alter!
    … bekommen wir noch ein Baby?
    … kannst du mir helfen? Nur kurz
    … wie definiert man Republik?
    … ich bin fertig mit meinem Wochenplan
    … ist doch egal, dass der aus dem April ist
    … ich hab Hunger!
    … wann gehst du einkaufen?
    … kannst du meine Maske waschen? Ich brauch sie in 20 Minuten
    … wann hat Platon gelebt?
    … ich war höchstens eine Stunde auf dem Klo, du musst nicht immer gleich ausflippen
    … wieso kannst du so nicht arbeiten? Wir sind doch ganz leise
    … auaaaaaaa!
    … wann gibt’s eigentlich Essen?
    … soll ich schon mal die Herdplatte anstellen?“


    Vielen vielen Dank Anette! Das fasst es perfekt zusammen! 🙂

    Und wenn wir mit Schüler-Lehrer-Spielchen fertig sind, dann quasseln die einfach weiter. Ich überlege seit Wochen woran das liegt. Warum reden die mehr als früher? Hysterie? Lagerkoller? Mitteilungsbedürfnis weil Mama mehr verfügbar ist?

    Meine Vermutung: Das, was die sonst an Bushaltestelle, im Schulbus, auf dem Pausenhof, im Unterricht, in der Mensa, im Hort, bei Ausflügen, auf dem Heimweg, mit Freunden, am Telefon oder sonstwo loswerden, all DAS prasselt nun auf mich ein!

    Wie ist das bei Euch?

  • Tag 24 – 29 #coronatagebuch, Kantine, Mensa und Co.

    Tag 24 – 29 #coronatagebuch, Kantine, Mensa und Co.

    Mittwoch, 08.04.2020 #Tag 24

    Der Tag beginnt mit dem schnellen Gang zum Bäcker, den wir uns angewöhnt haben. Mit Irgendwas muss ich die Bande hier schließlich bei Laune halten. Nicht das wir hier so enden:

    abgezeichnet durch Spanienkind

    Es geht weiter mit einem kurzen gemeinsamen virtuellen Geburtstags-Call bei der Oma. Geburtstag haben während einer Pandemie ist total blöd für so kommunikative Menschen wie meine Mum und mich, also überraschen wir sie mit einem virtuellen gemeinsamen Besuch meiner Geschwister und aller Enkel gleichzeitig per WhatsApp.

    Beim einkaufen eskaliere ich ein wenig bei der Blumenauswahl und das Mittagessen holen wir im Cabrio bei McDonalds ab.

    Abends kommen auch endlich Hoffnungsschimmer aus NRW. Der Energieberater / Statiker / Bauingenier und die Zeichnerin haben die Pläne für den Umbau fertig und uns eine 3D-Ansicht des dann fertigen Hauses geschickt. Endlich ein Lichtblick. Nun heißt es Bauantrag stellen.

    Donnerstag, 09.04.2020 #Tag 25

    Kleine feine Ablenkungsmanöver von den Kollegen aus dem Co-Working-Office.

    Und irgendwie hatten hier alle heute einen Clown zum Frühstück! 😀 Zur Mittagspause tauchen die Kinder aus Ihren Zimmern auf, spielen per Handy einen Schulgong ab, legen mir jeder einzeln die Schul-Essen-Karten hin und verlangen Ihr bestelltes Mittagessen.

    Von wem sie so einen Blödsinn gelernt haben weiß ich auch nicht! *unschuldiggenhimmelflöt*

    Freitag, 10.04.2020 #Tag 26

    Es ist Karfreitag und als gute Münsterländerin verarbeite ich die wohlgehütete Hefe selbstverständlich zu Struwen.

    Die Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr verteilt die Osterüberraschungen und schickt die Kinder per WhatsApp zum Briefkasten. Eine süße Überraschung! ♥

    Und nachdem ich davon überzeugt bin, dass wir über kurz oder lang auch in Deutschland eine Maskenpflicht bekommen werden, nähen wir fleißig weiter. Obwohl … wenn Masken Pflicht werden… Ich bin da ja IMMER vorbereitet!

    Ostern, 11. – 13.04.2020 #Tag 27 – 29

    Die Ostertage waren ansonsten geprägt von viel guter Luft, Sonne und leckeren Essengelagen.

    Ansonsten haben wir viele Nachrichten versendet, geguckt und aufgeschrieben.

    Die Familien werden in diversen WhatsApp-Gruppen auf dem laufenden gehalten, die TT vloggt für sich, ich schreibe fleißig alles für uns und Euch hier auf und den Neuigkeiten aus Funk und Fernsehen kann man ja auf Dauer auch nicht entgehen.

    Ich gestehe aber, dass ich immer öfter bewusst die Social MediaKanäle und auch die anderen Flimmerkisten auslasse. Ich kann es nicht mehr hören, lesen und sehen.


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