Einmal im Jahr treffe ich mich auf ein Mädelswochenende mit meiner besten Freundin in einer schönen Stadt. Da sie Letztens nach Österreich in ein tolles Haus gezogen ist war diesmal ein Besuch in Ihrer neuen Heimat angesagt.
Mit Kindern ist acht Stunden konzentriert durcharbeiten nicht mal im Co-Working-Space möglich. Und so wünschte ich mir inzwischen nun schon lange nicht nur eine Mama-Auszeit, sondern auch eine Arbeitsauszeit von der Familie. Und so habe ich die Pflicht mit der Kür verbunden und fuhr von Mittwoch bis Montag mit dem Zug in die Berge.

Ich gönnte mir die erste Klasse und hatte somit reservierte Plätze mit Tisch und im ICE sogar Strom, WLAN und serviertes Essen und Getränke.
Bisher bin ich kein begeistertet Bahnfahrer, denn meistens hatte ich wie hier schon mal beschrieben einfach Pech mit der Bahn. Diesmal hat es aber super geklappt. Ich konnte wirklich die gesamte Zugfahrt, nur kurz unterbrochen von Umsteigen in Erfurt und München, schon super bis Lindau arbeiten.
Von Lindau ging es weiter mit der österreichischen Eisenbahn am Bodensee entlang zu meiner Freundin nach Dornbirn. Den Abend verquatschten wir natürlich bei 1-3 Gläschen Wein. Herrlich.
An den Bahnhöfen hatte ich genügend Zeit zum umsteigen und konnte so auch endlich mal wieder ein paar coole Ecken entdecken. Ich liebe solche Fotomotive und die Zeit für Streifzüge nimmt man sich im Alltag viel zu selten.
Ich gestehe ich habe ausgeschlafen am nächsten Morgen. Da ich aber ja wusste, dass meine Freundin nicht vor 19:00 Uhr aus der Weinhandlung heimkehren würde, habe ich in Ruhe gefrühstückt und dann gearbeitet, gearbeitet und nochmal gearbeitet.

Mit Blick in den verschneiten Garten war das gleich ganz anders als Zuhause am Schreibtisch, wo ich auch privaten Kram zu erledigen habe, das Hirn ständig Sachen einwirft die vielleicht doch dringender wären, die Postboten klingeln, die Waschmaschine ruft und die Spülmaschine auf dem Weg zur Kaffeemaschine freundlich winkt.
Ich habe in 2 Tagen sage und schreibe ein ganzes Konzept fertiggestellt. Dafür brauche ich Zuhause 2-3 Wochen, weil ich immer wieder abgelenkt werde mich ablenken lasse.
Ich hatte meine Familie gebeten eine echte Auszeit zu bekommen. Die Bitte war also, mich nicht wegen jedem Scheiß anzurufen. Daran haben sie sich auch echt gehalten. So konnte ich mich wirklich zu 100% auf meine Arbeit konzentrieren und komplett abschalten. Das hat unendlich gut getan. Denn so konnte ich mein Verantwortungsgefühl komplett ablegen. Wenn man als Mutter so weit weg ist, kann man eh nicht eingreifen.
Die TT und das Spanienkind (15 & 12) sind mit Monatskarte flexibel und sowieso sonst auch für Ihre Nachmittagstermine selbständig zuständig. Für den Sonnenschein (8) gibt es den Schulbus und sie ist nun stolze Besitzerin eines eigenen Haustürschlüssels. Das alleine sein nach dem Heimkommen haben wir in den Wochen davor schon ausprobiert. Und für den einen Nachmittag, an dem sie noch Tanz-AG hatte, ist meine Nachbarfreundin eingesprungen.
So konnte ich sechs Tage Abwesenheit ohne Familiengedöns komplett genießen. Ich bekam per WhatsApp ab und an ein paar Nachrichten und Videos und auch ich schickte Fotos. 🙂
Das Wochenende waren wir bei schönstem Sonnenschein in den völlig verschneiten Bergen unterwegs. Und natürlich am Bodensee an der Seebühne in Bregenz. Das Wetter hätte mir mit den Schneemassen ja fast die Anreise verhagelt, aber mit der Sonne nun war es ein Traum!
Nun sitze ich wieder im Zug, bin auf dem Rückweg zu meinen Lieben und rate allen Müttern: Gönnt Euch diese Auszeiten! Es ist wichtig auch mal ganz alleine was ganz anderes zu unternehmen. 😊




















Und das Hotel rief schon den ersten WOW-Effekt hervor.
im Krieg zerstörten Häusern nachempfunden sind. Das 

Uns zieht es natürlich wieder raus in die Stadt der Städte, aber der schöne
Frühstücksraum mit einem grandiosen Frühstücksbuffet hält uns länger fest als wir das wollten. Es gibt für wirklich jeden Geschmack, jede Intoleranz oder Vorliebe alles. Und sind wir mal ehrlich, wir werden langsam alt und haben da eben so einiges entwickelt. *lach*
Die Sonne lockt kurz die Raucher in den extrem praktischen Innenhof.
Da das Wetter zwar super war, aber die Hitze nachgelassen hatte hieß es erstmal Schuhe kaufen. Naheeein, nicht die Damen! Der Herr hatte Seine im Frankfurter Flur -klingt wie ein Kunstobjekt- stehen lassen. Das mit dem Kunstobjekt und das mit dem shoppen passt aber auch zu Ihm. Er betreibt nämlich den coolsten Interieur-Shop
Ausstellung über Sprachkultur im Lipsiusbau an der Kunstakademie. Anschließen kurzes Eierscheckenpäuschen (sächsische Spezialität, der Kuchen, nicht die Pause) am Taschenbergpalais mit Blick auf die Frauenkirche.
… heißt es für den gemeinen Wochenendgast in den Hotels dieser Welt: Kofferpacken!
Während ich packe esse ich den Rest vom Obst-Treatment, was auf meinem Zimmer stand. Ich fühlte mich wie ein VIP-Gast, aber als Blogger war ich das hier ja auch! *kicher*
Was mich als Schreinertochter total begeistert hat, ist der Echtholzboden in meinem Zimmer.
Aber am faszinierendsten fand ich die gepolsterten Kleiderbügel. So etwas kenne ich nur aus alten Filmen oder von meiner Oma.
Die zweite Nacht im
Wir verabschieden uns mit den Worten von Erich Kästners und haben uns vorgenommen uns bald wieder was Gutes zu tun und beim nächsten Mal ein anderes Hyperion Hotel zu testen.
Zurück bei unserem Unfall lief mein 11 Jähriger um das verunfallte Auto herum und kontrollierte ob irgendwo Flüssigkeiten auslaufen. Da kam dann zum Jungen Sanitäter auch noch der Freiwillige Feuerwehrmann in ihm durch. Ich fragte die junge Frau nochmal wie es Ihr geht. Die Blutung hatten wir gestoppt und ich fand nun heraus, dass die Beiden gar kein Deutsch sprechen. Wie auch der Tankwagen-Fahrer. Also alles in englisch.
Da das etwas gedauert hat, hatte ich kurz Zeit Fotos zu machen. (Nur als kleine Erklärung. Denn auf Instagram wurde ich Abends, als ich was zu den Gaffern mit dem Foto gepostet hatte, direkt angegiftet ich solle lieber helfen statt zu fotografieren!)