• … Flüchtlinge, Asylbewerber, oder wie wollen wir sie nennen? UND … wie können wir helfen? #BloggerFuerFluechtlinge

    … Flüchtlinge, Asylbewerber, oder wie wollen wir sie nennen? UND … wie können wir helfen? #BloggerFuerFluechtlinge

    cropped-bloggerfuerfluechtlinge2.jpgIch spreche in meinen Beiträgen bewusst von Flüchtlingen, denn diese Menschen sind auf der Flucht. Egal ob vor Krieg, Hunger, Armut! Sie sind schlicht und einfach auf der Flucht. Wer sagt denn, dass diese armen Menschen unbedingt hier bleiben möchten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie, wenn sich die Lage in Ihrem Land wieder bessern würde, liebend gerne wieder zurückkehren würden. Da das aber vermutlich Jahrzehnte dauern kann, werden sie sich natürlich um Asyl bewerben, aber eben um Asyl! Die Bedeutung dieses Wortes ist doch vielen gar nicht mehr bewusst. Das Wort Asylbewerber ist doch gleich sehr negativ belastet und hinterlässt den Beigeschmack von Wirtschaftsschmarotzer. Was natürlich Quatsch ist, aber leider so in manchen Köpfen schon oft verankert ist!

    In meinem letzten Beitrag habe ich gefragt: Warum sind die Asylgegner so laut und der Rest so leise?

    Eigentlich weiß ich ja warum! Weil entweder gar kein Interesse besteht etwas zu unternehmen, weil es ja in unserem ach so angenehmen Leben so unendlich bequem ist und warum sollte ich daran was ändern, oder aber weil die Angst einfach zu groß ist!

    Da werden Asylbewerberheime angezündet, Journalisten bedroht, Petitions-Starter angegriffen, Politiker-Autos in die Luft gesprengt, u.v.m. und da ziehen wir doch lieber den Kopf ein, bleiben in Deckung und machen NICHTS. Nur nicht auffallen, nur nicht schlafende Hunde wecken, einfach still und leise weitermachen, dann fällt vielleicht keinem auf wie feige wir eigentlich sind!

    Nein, ich werfe Dir das nicht vor, ich bin ja auch so „feige“. Wir haben ein Presse-Interview abgelehnt, weil wir auch Angst haben. Ich habe Angst um meine Familie! Ich habe Angst mich vor massiven Drohungen, eventuellen Angriffen und eventuellen Anfeindungen meiner Familie!

    Aber … ES MACHT MICH KRANK! Ich würde so gerne kämpfen. Aber es geht eben nicht alleine! L Bzw. nicht unter meinem Namen als Privatperson.

    Eigentlich ist es doch so wie in der U-Bahn! Angenommen du sitzt als Frau/Kind alleine in der U-Bahn und bekommst mit das dort Jemand von halbstarken Jugendlichen oder auch großen bösen Jungs angepöbelt oder schlecht behandelt wird. Natürlich traust Du Dich alleine nicht dazwischen zu gehen, aber um Zivilcourage zu zeigen und auch noch Erfolg zu haben ist doch der ultimative Tipp: Such Dir Gleichgesinnte! Bitte andere Mitfahrende Dir zu helfen, denn gemeinsam sind wir stark! Wie also können wir gemeinsam stark sein und die noch lauten Gegenstimmen wieder ruhiger, leiser und unwichtiger werden zu lassen? Wie schaffen wir es, dass wir ohne Angst sagen können was wir denken! Wann berichtet die Presse endlich mehr über die guten Taten als über die Anschläge!

    Auf die Politik können wir uns da vermutlich leider nicht verlassen, aber das ist ein anderes Thema!

    In diesem Sinne: Was können wir tun?

  • … der Urlaub, die Flüchtlinge und was Die Fantastischen Vier damit zu tun haben! #refugeeswelcome #BloggerFuerFluechtlinge

    … der Urlaub, die Flüchtlinge und was Die Fantastischen Vier damit zu tun haben! #refugeeswelcome #BloggerFuerFluechtlinge

    So, wir sind also aus dem jährlichen Sommer-Familien-Urlaub wieder zurück! Und im Normalfall würde ich nun eigentlich, wie jeder guter Blogger darüber ein wenig berichten. Mache ich ja sonst auch!

    Ich würde Dir erzählen warum der Sonnenschein den Hinflug ohne Hose verbringen musste, dann natürlich welche Größe und kakerlakengleiche Ähnlichkeit das Ungeziefer in unserem Zimmer hatte, wie die morgendlichen Pool-Liegen-Reservierungs-Rituale sowie die Fiebernächte abliefen, wie blau der Himmel, wie schön das Meer oder wie gut das Essen war.

    Aber all das hatte in diesem Jahr einen schalen Beigeschmack.

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    Als ich die ersten beiden Ferienwochen mit den Kindern in NRW gewesen bin, kamen die Nachrichten was in unseren Nachbarstädten Freital und Meißen in Bezug auf Flüchtlinge passiert ist. Als wir zwischen NRW und dem Sommer-Urlaub-mit-Papi in Dresden waren, kamen die ersten Nachrichten über eine Zeltstadt in Dresden für die Flüchtlinge. An dem Tag, als die letzten Flüchtlinge in die unter Hochdruck aufgestellten Zelte einziehen konnten, war ich abends auf dem Konzert der Fantastischen 4 und hatte ich regelrecht ein schlechtes Gewissen. Wir feiern und die sitzen müde, fremd & traumatisiert in den engen Zelten. Wohlmöglich konnten sie uns hören. Was sie aber auf jeden Fall gehört und gesehen haben waren die Antiasyl-Demos und welche Bedrohung da außerhalb des Zeltlagers lauert.

    Während des Konzertes schickte mir Rike vom Nieselpriem-Blog Ihre grandiose Idee zu #dresdnergesichter und die Frage ob wir das zusammen machen wollen. Den Text schnell mobil überflogen war ich schon begeistert. Und als die Fanta4 dann noch diese mich sehr bewegenden Worte abgaben…

    … war mir dann klar, dass auf jeden Fall was passieren muss!
    Denn sie haben Recht, wir lassen uns nicht unterkriegen! Und so schrieb ich vor dem Urlaub noch schnell diesen Artikel dazu!

    Am liebsten wäre ich hier geblieben und hätte die Aktion und so viele andere Ideen mit voller Kraft angeschoben und bekannt gemacht, aber der Urlaub war gebucht, bezahlt, die Koffer gepackt und meine Familie hätte vermutlich kein Verständnis dafür gehabt.

    Ich hoffte natürlich dass meine Leser und die befreundeten Blogger-Kolleginnen die Idee aufgreifen, bzw. teilen würden. Schließlich sollte unsere Aktion ALLE erreichen.

    So lag ich dann anschließend im Urlaub auf der Liege und verfolgte mobil die Geschehnisse im Lager, in Dresden, auf dem Blog, in den Medien und allgemein in der Blogosphäre, denn das Thema betrifft nun mal GANZ Deutschland und nicht nur Dresden! Aber ich wurde herbe enttäuscht. Nur wenige gaben eine Rückmeldung, nur 2 teilten den Aufruf in den Social-Media-Kanälen und ansonsten machten alle einfach weiter wie bisher! 🙁

    Natürlich war es vielleicht utopisch, dass sich so schnell was ändert in den Köpfen. Aber irgendwie hatte ich doch sehr gehofft, dass auf Facebook & Twitter wenigstens die Idee die Runde macht. Oder es mehr Likes gibt, oder andere über das Thema berichten. Aber, alle posteten wie immer. Bilder von Füßen am Strand, Kinder im Planschbecken, Beschwerden über Sommerhitze und natürlich der übliche Cat-Content.

    Nun bin ich wieder da, und habe überhaupt keine Lust Dir zu erzählen wie der Urlaub war, denn auf meinem Herzen brennt ein ganz anderes Thema.

    Warum trauen sich nur so wenige Stellung zu dem Thema zu beziehen! Warum berichtet die Presse überwiegend negativ zu dem Thema, von den Anschlägen, Asylgegnern, Gegendemonstrationen?
    Warum sind die Gegner so laut und der Rest so leise?

    In diesem Sinne: Traut Euch raus aus dem Schatten und werdet laut!

    P.S.:
    Ein GROSSES Dankeschön an Die Fantastischen Vier für Ihre Worte und die Genehmigung diese hier veröffentlichen zu dürfen!

    Ihr zeigt Euer Gesicht! … DANKE!!!

  • … und die #12von12 im August !

    … und die #12von12 im August !

    Heute war wieder 12 von 12, die monatliche Blogparade von “Draußen nur Kännchen”! Am 12. jedes Monats machen Blogger und Bloggerinnen Fotos von Ihrem Tag und veröffentlichen diese!

    Heute stand ganz im Zeichen des kommenden Schuljahres!
    Wir befinden uns in Woche 5 der Ferien und wollten heute mal die Ranzen-Pack-Listen der diversen Klassenleiter abarbeiten.
    Aber erstmal gabs sehr spätes schnelles Frühstück!

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    Dann wurden alle Mäppchen ausgeräumt, gesäubert und auf dem Einkaufszettel notiert was fehlt. Das Spanienkind braucht endlich einen Füller und das Pubertier eigentlich nix!

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    Neue Buntstifte für das Spanienkind waren noch im Haushalt vorhanden!

    20150812_171851Pinsel einweichen, aufgebrauchte Farben aus dem Malkasten notieren und los geht’s!

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    Im Laden wieder mein größter Graus: Entscheidung im Überangebot fällen! Zu meiner Schulzeit gab es für Füller zwei Hersteller und zwei Farben, man hatte also nur zu Entscheiden ob Pelikan oder Geha und ob in rot oder blau! JA, SO ALT BIN ICH! *schmunzel* Aber heute ….. HEUTE habe ich die Auswahl zwischen drölfzigtausend Sorten, Herstellern, Farben, Formen, Agregat- und Erfahrungszuständen. Mich überfordert das! *seufz*

    Das Spanienkind hat dann vier verschiedene ausprobiert (die in stundenlanger Vorauswahl rausgesucht hatte) und wir haben den genommen der am leichtesten in der Hand blieb! Auch die Farbe war dann erstaunlich schnell entschieden.

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    Im Gegensatz zur Auswahl neuer Hausschuhe für Schule & Hort!

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    Da sind wir zu keiner Einigung gekommen, dafür hat das Pubertier jetzt neue Sportschuhe und ich 3.628 heile Gedultsfäden weniger. *tapferlächel*

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    Entsetzt bin ich über die Sache mit dem Farbkasten! Da hatte ich ja extra rausgesucht welche Farben aufgebraucht sind, wollte die nach guter alter Manier ersetzen und musste nun mit Entsetzen feststellen, dass der neue Malkasten inkl. 3 Tuben Deckweiß inzwischen günstiger ist als die Ersatzfarben! Was ist denn das für eine Logik? Und welche Qualität haben wohl noch diese Farben? Und das Pubertier braucht natürlich nicht mehr die läppischen Wassermal- sondern die tollen neuen Acrylfarben! *hmpf* Ich habe bis zur 10. Klasse mit dem einen Kasten gemalt (links im Bild) den es IMMERNOCH in diesem Haushalt gibt! *seeliggrins*

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    Der Sonnenschein musste noch Taschengeld unter die Leute bringen und steht grad auf … na, was wird hier nur noch gespielt?

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    Draußen dann wieder mein Lieblingsthema: Menschen die nicht einparken können stehen IMMER neben MIR!!! Ich hasse es wenn die Kids dann sich da durchquetschen müssen. *brummel*

    20150812_164034Zuhause dann Getränke für den Besuch ab morgen einkühlen …

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    … und noch ein paar Sachen aussortieren die morgen noch mit in die Flüchtlings-Zeltstadt gehen werden!

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    In diesem Sinne: Bis nächsten Monat bei 12 von 12!

    Mehr #12von12 gibt es hier!

  • … Zeig dein Gesicht! Eine Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit #dresdnergesichter

    Seit ein paar Tagen ist Dresden mal wieder in der nationalen und internationalen Presse!

    Ja, wir haben nun auch eine Zeltstadt und ja es gibt Menschen die dagegen sind. Aber NEIN es ist nicht die Mehrheit in dieser Stadt, es ist die Presse die leider nur negativ darüber berichtet und es in die Welt hinausposaunt. Mich macht das mal wieder sehr traurig und ich überlege seit Tagen wie man Euch davon überzeugen könnte, das DAS nicht wirklich Dresden ist.

    Kennen und lieben gelernt habe ich diese wundervolle Stadt vor 5 Jahren. Mein Mann wurde beruflich hierher versetzt und ich sah die Stadt an einem sonnigen Herbsttag zum allerersten Mal. Damals wie heute bin ich noch immer überwältigt von der Schönheit der Innenstadt, von der Offenheit der Menschen und wie schnell wir uns als „Wessis“ eingelebt haben. Nach dem extremen Hochwasser in 2013 war ich dann endgültig verliebt in Dresden und Seine Menschen. Noch nie in meinem Leben habe ich eine solche Solidarität und Hilfsbereitschaft unter wildfremden Menschen erlebt. Hier wurde einfach ALLES unternommen um die Stadt, die Häuser, Tiere & Co. zu retten, einfach Allen zu helfen und das ohne zu Zögern. Davon muss ich mal in Ruhe berichten.

    Wir haben in unserer Wohnanlage eine tolle Gemeinschaft und feiern mit bis zu 20 Familien einmal im Jahr ein Sommer-Grillfest und stellen zu Weihnachten einen riesen Weihnachtsbaum im Innenhof auf. Im Ortsteil gibt es dreimal im Jahr Feuerwehr-Aktionen, zu denen sich dann das ganze „Dorf“ trifft. Von allen möglichen Seiten erfahre ich was so passiert und was meine Kinder so machen. Man passt aufeinander auf. Sprich, wir sind in der Gemeinde echt aufgenommen worden. Und das geht auch vielen anderen so, die aus Österreich, Irland, USA, usw. kommen.

    Um so trauriger machte mich die Pegida-Bewegung (wie hier schon berichtet) und so manche Aussage von Menschen die ich hier kennengelernt habe. In unserer Nähe werden 3 Häuser zu Asylbewerberheimen umgebaut und ich höre immer mehr Stimmen die dagegen sind. Sehr erschüttert bin ich immer wieder wenn ich solche ablehnenden Sätze von den Menschen höre, dessen Familien im 2. Weltkrieg als Flüchtlinge hier aufgenommen wurden!

    Erst war ich einfach nur wütend, über diese Fremdenfeindlichkeit! Während unserer Zeit in Spanien habe ich nämlich am eigenen Leib erlebt wie es ist so behandelt zu werden. Damals habe ich mir geschworen, dass ich den Rest meines Lebens dagegen kämpfen werde.

    Inzwischen aber bin ich mal wieder begeistert was hier für die Flüchtlinge getan wird. Hier passieren nämlich auch so wundervolle gute Dinge für die Flüchtlinge, über die aber nur die lokale Presse schreibt.

    Die großen Zeitungen sparen sich das mal wieder. Warum eigentlich?

    Das übernehmen nun wir Blogger! Seit ein paar Tagen überlegen wir schon was und wie wir das am besten tun könnten und während ich Samstag auf einem tollen Konzert war, wo die Band auch für „Dresden bleibt nazifrei“ plädiert hat, war Rike von Nieselpriem fleißig und hat als gebürtige Dresdnerin Ihre Gedanken hier großartig niedergeschrieben und einen Aufruf gestartet.

    Wir möchten nun die Dresdner Gesichter mit den Dresdner Stimmen sammeln und anschließend veröffentlichen. Lasst uns der Welt zeigen wie wir in Dresden wirklich sind.

    Rike: „Schreibt mir an nieselpriem.blog@gmail.com. Schickt ein Foto von euch mit Vornamen, Alter und Dresdner Stadtteil (zum Beispiel: Henrike (45), Dresden-Pieschen), wer mag schreibt ein paar Sätze über unsere Stadt und eure Haltung zur allgemeinen Situation.“

    Ich bin Simone (43), Dresden-Lockwitz
    und mache mit diesem Artikel mit bei #dresdnergesichter

  • … und die Sache mit den Logopäden! #logopädieverweigerung

    … und die Sache mit den Logopäden! #logopädieverweigerung

    Mit drei Kindern in immer wieder unterschiedlichen Städten und Ländern macht frau & mutter ja so Ihre Erfahrungen! Vor allem mit Ärzten & Therapeuten!

    Heute berichte ich Dir mal meine Erfahrungen mit dem Thema Logopädie!

    Das gelispelte „S“!

    Das erste Mal wurde ich im Kindergarten in NRW damit konfrontiert, dass unser Kind UNBEDINGT zum Logopäden muss. Die Kindergärtnerin eröffnete mir beim Abholen meines heutigen Pubertiers, seinerzeit 4 Jahre alt, sie würde lispeln! Ich fiel aus allen Wolken und das Spanienkind, seinertzeit 1 Jahr alt, fast von meinem Arm! SOFORT sausten in meinen Mutterhirnwindungen die Gedanken Achterbahn: Warum ist mir das nicht aufgefallen? … Stimmt das? … Das hätte ich doch merken müssen! … Ich bin eine schlechte Mutter!

    Ich schnappte mir meine Kinder und fuhr heim. Grübeln! Nachdenken! Genau hinhören! Erst mal unternahm ich gar nichts und beobachtete die Aussprache meiner Tochter. ABER, ich hörte einfach kein lispeln. Zufällig fiel in die Zeit ein Kinderarzttermin und ich sprach Ihn darauf an. Er grinste nur wissend und meinte ich solle mir überhaupt keine Sorgen machen. a) hätten wir schließlich die letzten 2 Jahre in Spanien gelebt und sie hätte vermutlich noch die Angewohnheit das „s“ mit der Zunge an die Zähne stoßend auszusprechen, das hat sie in Spanien zuhause beim Deutsch sprechen natürlich nicht gemacht, aber im Kindergarten dann eben doch! b) würde er persönlich kein Kind vor dem Zahnwechsel zum Logopäden schicken, denn dadurch würden sich meistens all solche „Sprachfehler“ von alleine regeln und c) beobachtet er schon lange, dass die Logopäden Patientenmangel hätten und die Empfehlungen für immer jüngere Kinder ausgesprochen werden. Beruhigt ließ ich alles so wie es war und es ging von ganz alleine mit der Zeit weg!

    Das Nuscheln!

    Gleicher Kindergarten, anderes Kind! Das Spanienkind war ebenfalls 4 Jahre alt, als mich die Amtsärztin bei einem Test im Kindergarten, dessen tollen Namen ich leider vergessen habe, darauf hinwies, dass mein Sohn nuscheln würde. Wieder fiel ich aus allen Wolken und nun der Sonnenschein fast von meinem Arm!

    Ich also wieder heim! ZUHÖREN! *augenroll* Bin ich echt so eine schlechte Mutter? Der Göttergatte und ich hörten also ab sofort genauer hin. Und eines Abends war es dann ganz schnell klar. Ich schickte die Kinder hoch Ihre Zimmer aufräumen und der Sohn meinte in tiefstem rheinländischen Singsang-Slang: „Nöh, mach isch nisch!“ – Da war mir alles KLAR! … Der han in seiner Gruppe innem Kindergarten sonne röschtösche rheinländische Erzieherin, Liebelein, dat Pänz kenntet jarnet anners! Und da meine Mutter und deren Vorfahren ausm Rheinland kumme, war mir das ja mal gar nisch uffjefalle! Also widda nüscht für de Logopäde!

    Drei Monate nach dem Umzug nach Dresden / Sachsen sprach mich ebenfalls die entsprechende Amtsärztin von dem dortigen Test im nun säschsischen Kindergarten an, ob mir schon aufgefallen wäre, dass unser Sohn überhaupt kein „sch“ spricht! Von DEM Gesichtsausdruck in meinem Gesicht hätte ich ja zu gerne ein Foto gehabt! Ich prustete vor Lachen dann los und erzählte was man mir 6 Monate zuvor in NRW erzählt hätte!

    Spätes Sprechen und nicht vollständige Wörter

    Sächsischer Kindergarten, 3. Kind. Der Sonnenschein hat im Vergleich zum Spanienkind, der schon spät war, echt SEHR SPÄT wirklich gesprochen. Natürlich hat sie sich verständlich machen können, aber Sprache war lange nicht Ihre Stärke. Kaum hatte sie nach einem langen Besuch in NRW nun endlich aufgeholt, da sprach mich Ihre Kindergärtnerin an, ob mir aufgefallen wäre wo es noch immer ein wenig hapern würde. Da ich stolz war, dass sie nun überhaupt so toll sprechen kann und man sich endlich mal mir Ihr unterhalten konnte, fiel ich zwar nicht aus den Wolken, aber doch zumindest von meinem Stolze-Mama-Thron. *traurigguck*

    Ich nahm also die Möglichkeit an, dass die Logopädin, die sowieso einmal die Woche in den Kindergarten kommt um Kinder zu therapieren, sich die Lütte mal anzugucken. Ich ahnte zwar schon was kommt *mitdemfingerunterdemaugezieh*, aber warum auch nicht!

    In dem „ausführlichen“ Bericht, auf zwei Klebezetteln, in mikroskopisch kleiner Schrift (anschließend war klar, wir brauchen eine Brille aber keine Logopädin!) stand nun genau aufgelistet wo es noch nicht so gut klappt (es handelte sich um die Sachen die sich in den letzten Wochen schon rapide verbessert hatten und sicherlich auch weiterhin entwickeln würden) UND …. Dass sie die Wortenden verschlucken würde!

    Da brach ich dann erneut in schallendes Gelächter aus, hatte ich doch in Dresden schnell gelernt und auch schon gelesen, dass die Sachsen die Wortenden einfach weglassen. Die schönste Begründung dafür fand ich hier! „…nicht aus Faulheit, sondern der Grund ist die effektive Zeitersparnis. So können Sachsen mit weniger Aufwand und in kürzester Zeit viel mehr sagen.“

    In diesem Sinne: Gib Deinem Kind die Zeit die es braucht um sprechen zu lernen.

  • … und ein Anruf von der Hausverwaltung! – ODER – Schlechte Laune in 3 Millisekunden!

    … und ein Anruf von der Hausverwaltung! – ODER – Schlechte Laune in 3 Millisekunden!

    Mein Handy klingelt!

    Ich nehme lächelnd ab und melde mich mit freundlichem Tonfall!

    Kurze monotone Vorstellung, die ich nur verstanden habe weil mein Handy die Nummer kennt und mir schon verriet wer da anruft.
    Dann pampige Ansage: „Wir benötigen Zutritt am (Datum in drei Wochen) zwischen 13:00 und 15:00 Uhr!“

    Ich: „Oh, wir sind grad im Urlaub, warten Sie, da muss ich nachgucken! … Das tut mir leid, da sind wir nicht da!“

    Sie wütend: „Sie müssen aber!“

    Ich: „Es tut mir wirklich leid, aber es sind Ferien und ich bin mit den Kindern an dem Tag zu einem Termin in Leipzig!“

    Sie, schnippisch: „Aber da kommt der TÜV wegen der Gewährleistung!“

    Ich, wohlgemerkt immer noch freundlich: „Dann muss der TÜV eben an einem anderen Tag kommen!“

    Sie, weiterhin rotzig: „Aber ich habe nur diesen Termin! Und sie werden ja wohl für den Havariefall Jemanden haben der sich kümmern kann!“

    Ich, nun etwas angesäuert: „DAS ist ja wohl kein Havariefall, mein Mann ist hier der Backup, aber der kann nicht mal eben so aus dem Büro weg und wird wenn sie Pech haben auf Geschäftsreise sein!“

    Sie, pampig: „Dann kann Ihr Mann das also machen!“

    Ich, langsam sauer: „NEIN, der wird eine eventuelle Geschäftsreise zu seinen Vorgesetzten nach Düsseldorf nicht für den TÜV ablehnen! Und solche Termine kommen meistens kurzfristig“

    Sie: „Dann müssen Sie eine andere Lösung finden!“

    Ich: „Nein, denn ich werde meinen Termin nicht absagen und ich wäre gerne selber vor Ort um Ihrem Chef die entstandenen Mängel seit Bauabnahme selber zu zeigen! Es sind nun mal Schulferien und sie haben doch schon das Glück das ich sonst im Homeoffice arbeite. Ich könnte in der Woche danach Mittwoch oder Donnerstag, den ganzen Tag!“

    Sie, oberschnippisch: „Gut, dann gebe ich das mal so weiter!“

    Wahrscheinlich kriegen wir, wenn es nach Ihr geht, nächste Woche die Kündigung für die Wohneinheit! 😉 Und mit meiner schlechten Laune werde ich nun lieber keine Kooperationsanfragen heute mehr beantworten. DANKE an die Hausverwaltung! L

    In diesem Sinne: Seid nett zu Euren Mitmenschen!