• Und dann betrifft es plötzlich Dich und Dein Kind! … #Lehrermangel #sachsen

    Und dann betrifft es plötzlich Dich und Dein Kind! … #Lehrermangel #sachsen

    Ja wir hören alle Radio! Ja wir wissen alle, das an vielen Schulen in vielen Bundesländern Lehrer fehlen! Da wird mit Zahlen jongliert, da werden Aufrufe laut, Petitionen werden gestartet, und das jedes Jahr nach den Sommerferien. Immer wieder! Aber das was man so hört, ist ja meistens so weit weg wie die Ebola-Epedemien in Afrika.

    Ich habe alle 3 Kinder in der Schule, aber die beiden Großen sind auf einer privaten Schule, da gibt es keinen Unterrichtsausfall und unsere Grundschule hatte bisher auch Glück, bzw. sehr engagierte Lehrer und einen vorausplanenden Rektor. Seit die Schule 1992 als Grundschule wieder eröffnet wurde gab es noch nie ein solches Problem.

    Nun hat es aber auch uns getroffen

    An unserer zweizügigen Grundschule im Süden von Dresden fehlen Lehrer! Und zwar nicht Fachlehrer, die in den unterschiedlichen Klassen zusätzlich Sachen wie Sport, Musik und Werken unterrichten. NEIN! Es geht erstmal allgemein um Lehrer für jede Klasse! Gestern standen für die 8 Klassen nur 5 Lehrer zur Verfügung.

    Da gerät die Tatsache, dass wir in den ersten 2 Wochen gar keine Bücher und Arbeitshefte hatten doch gleich wieder in Vergessenheit. *hysterischkicher*

    2 Lehrer sind Langzeitkrank und es ist nicht abzusehen ob und wann diese wiederkommen und es gibt seit Monaten keinen Ersatz.
    2 Lehrer sind in Rente gegangen und wurden bisher einfach noch nicht ersetzt (so ein Ruhestand kommt ja auch TOTAL überraschend!!! *ironischgrinsundhändeindieluftschmeiss*).
    Mehrere Lehrer fehlen wegen Krankheit, was aber absolut kein Wunder ist, denn schon in den letzten Jahren mussten die vorhandenen Lehrer so viele Stunden der jeweils fehlenden Lehrkräfte übernehmen, dass inzwischen alle auf dem „Zahnfleisch kriechen“.

    Eine 4. Klasse hat in diesem Schuljahr (welches nun in der 4. Woche läuft) bisher keinen Klassenleiter, wurde bereits mehrfach in die anderen Klassen aufgeteilt, damit sie überhaupt betreut sind und nicht Zuhause bleiben müssen. Sie hatten dafür aber in der gesamten Zeit nur eine einzige Stunde Deutsch.
    So soll man dann auf die Bildungsempfehlung vorbereitet werden!?!?!?

    Für die gesamte Schule können keine Stundenpläne geschrieben werden, weil einfach gar nicht genügend Lehrer da sind um Unterricht nach Stundenplan abzuhalten.

    Unsere Jüngste hat in der 1. Klasse derzeit also ausschließlich Unterricht bei Ihrer Klassenlehrerin, die sich Ihren Stundenplan ausdenken kann. Sport konnte nicht stattfinden weil 2 Klassen draußen herumtobten, da sie ohne Lehrer waren. Der Unterricht findet dann entsprechend konzentriert statt, weil da draußen 56 Kinder herumtoben dürfen. Der Musikunterricht findet heute in der Aula mit der Parallelklasse statt, da hat man sich dann einen Lehrer gespart.

    Klassenzimmertüren bleiben geöffnet, denn die Lehrerin ist für die Nachbarklasse ebenfalls zuständig, da die sonst unbeaufsichtigt wären.

    Während ich das hier tippe bekomme ich (als Vorsitzende des Elternrates) die Info, das heute Eltern aus der 4. Klasse die Betreuung übernommen haben! Es gab nämlich nur 3 Lehrer für die 8 Klassen. Erst durften die Schüler 2 Stunden im Computerkabinett am PC Mathe üben, dann gab es Sport und anschließend dann Deutsch in Eigenarbeit.

    Und was macht der Rektor? – Er stellt einen Antrag nach dem Anderen! Er lädt die zuständigen Personen zu sich ein und zeigt Ihnen wie es läuft. Er kommt nicht zu seinem eigentlichen Job, da er so viel wie möglich Stunden auffängt und unterrichtet. Er fährt mit auf Klassenfahrt, denn die müsste sonst ausfallen.

    Und was macht das Schulverwaltungsamt? –  Die reißen sich den A… auf um die Schulen wenigstens halbwegs zu versorgen. Aber woher sollen sie die Lehrer nehmen, wenn es keine gibt?

    Und was macht die Politik? – NICHTS! Und das schon seit Jahren! Wenn man Onkel Google fragt wieviel Petitionen es zu diesem Thema schon gegeben hat im ganzen Land …. frag lieber nicht! 🙁

    Warum kann man denn nicht eher planen?

    Schon seit Jahren frage ich mich warum das jedes Jahr so schlecht läuft! Dass Lehrer in Rente gehen ist doch schon jeweils lange bekannt. Warum kann nicht dann schon mal für Ersatz gesorgt werden? Die angemeldeten Schülerzahlen der Schulen stehen im Mai/Juni fest (was mit Verlaub auch bereits früher entschieden werden könnte, denn anmelden tun wir Eltern sie bereits im September des Vorjahres!) und somit auch der Bedarf an Lehrern!

    Der Rektor bekommt in der vorletzten Ferienwoche aber überhaupt erst mitgeteilt welchen Lehrer er behalten, bzw. welche Lehrer zu Ihm neu hinzukommen. Ab und zu müssen sich Schulen die Lehrer nämlich auch teilen. Und das manche Rektoren für 2 Schulen zuständig sind erwähne ich nur am Rande.
    Ist auch toll für den Lehrer, der dann eine Woche vor Schulbeginn erfährt welchen Arbeitsweg er denn überhaupt hat und ob er eine Klasse übernimmt oder nicht.

    HALLO!?!?!?

    Es geht hier um unsere Kinder!

    Es geht hier um unser aller Zukunft!

    Es geht hier um uns alle!

    WANN? WANN, WACHT DIE POLITIK DENN ENDLICH AUF???

    Wir haben als Elternrat nun beschlossen damit nicht nur an das Bildungsministerium, sondern auch an die Presse zu gehen und ich halte Euch hier gerne auf dem Laufenden!

    In diesem Sinne: Was würdest Du tun?

    Nachtrag vom 01.09.2017: Auch in anderen Bundesländern gibt es diese Missstände, hier berichtet eine Blogger-Kollegin aus Köln / NRW!

  • Ist das nun lustig oder traurig? #kinderfragen

    Ist das nun lustig oder traurig? #kinderfragen

    Ich bin mir da heute nicht mehr so sicher! Damals fand es niedlich und total lustig! Aber je länger ich darüber nachdenke …

    Es war einmal … vor ungefähr 12 Jahren

    Wir lebten in La Coruña an der nordspanischen Atlantikküste. Ein warmer Sommer-Abend. Die Sonne war gerade untergegangen. Es war einer dieser riesigen Plätze in der Innenstadt. Außen herum Straßencafés in denen die Menschen sitzen, Tapas essen, quatschen, lachen, genießen. Die Kinder, die in Spanien auch nach Sonnenuntergang noch lärmend herumlaufen dürfen ohne dass sich Jemand gestört fühlt, rasen fröhlich kreuz und quer über den Platz. Für mich echtes Urlaubsfeeling. *seeligseufz*

    Ich sitze mittendrin und meine damals 2 Jährige rennt mit den spanischen Kindern herum als hätte sie noch nie in Ihrem Leben was anderes gemacht. Wir sind angekommen. Wir fühlen uns wohl hier.

    Irgendwann taucht ein Clown auf. Es bildet sich schnell ein Kreis um Ihn und alle beobachten Ihn. Ich kann mir meine Kleine gerade noch schnappen, bevor sie in der Kindermenge verschwindet. Ich halte sie auf dem Arm und wir gucken eine Weile zu. Ich erinnere mich nicht mehr ob der wirklich gut war, oder nicht. Aber es wurde natürlich gelacht.

    Da fragt mich mein Kind: „Mama, warum lachen die alle?“

    Ich stutze etwas, überlege aber dann, ob unsere Tochter in Ihren schon spannenden ersten zwei Jahren überhaupt schon mal einen Clown gesehen hat. Vermutlich nämlich nicht. Für eine lange Zirkusshow war sie mir bisher zu klein und selbst wenn in einem Kinderbuch mal einer abgebildet war, sah der vermutlich etwas anders aus. Und Diesen, ja Diesen verstehen wir natürlich auch nicht. So weit reichen unsere Spanischkenntnisse noch nicht.

    Ich antworte also: „Das ist ein Clown! Der macht und erzählt da Blödsinn. Und das finden die Menschen total lustig und lachen darüber!“

    Eine Stunde später

    Wir sitzen im Auto und fahren nach Hause. Nach einem scheinbar immensen Kinder-Denk-Prozess, fragt mich das Tochterkind von der Rückbank auf ihre niedlich kindlich empörte Art aber gut gelaunt:
    „Mama, über mich lachst du nie wenn ich Blödsinn mache!“

    Im ersten Moment hab ich das gar nicht kapiert. Dann aber dämmerte mir was sie meinte und ich bracht hinterm Lenkrad fast zusammen vor lachen. *prust* Ich habe mich aber zusammengerissen und Ihr dann versucht zu erklären das es guten und schlechten Blödsinn gibt. Und, dass „sich zum Affen machen“ wie der Clown eben guter Blödsinn und „den gesamten Inhalt einer Zahnpasta-Tube ins Klo drücken“ oder „der Puppe die Haare abschneiden“ eben schlechter Blödsinn ist, über den ich nicht lachen kann.

    Bisher habe ich mich köstlich darüber amüsiert und diese Anekdote auch schon ein paar Mal genauso erzählt. Aber als ich das nun in Kurzversion für ein Interview aufgeschrieben habe, bekam es einen bitteren Beigeschmack.
    Habe ich vielleicht irgendein Urvertrauen in ihr zerstört, weil ich über „anderer Leut´s Blödsinn“ lache aber nicht über Ihren?

    In diesem Sinne: Lustige Geschichte oder bedenkliche Gedanken eines Kindes?

  • Meine Nerven! *theatralischdenhandrückenandiestirnleg*

    Meine Nerven! *theatralischdenhandrückenandiestirnleg*

    Neues aus dem Chaos-Verein! Diese Familie macht mich fertig! Es ist unglaublich! Ob das Universum meine Nerven testen will? Oder hat Murphy mich auf dem Kieker? Was wollen die denn von mir? Auf jeden Fall sind heute mindestens hundert graue Haare zu den schon Vorhandenen hinzugekommen. *augenroll*

    Wie hier beschrieben geht es dem Sohn seit 2 Wochen nicht gut. Und wie hier beschrieben, war schon der letzte Donnerstag eine nervliche Herausforderung. *kicher*

    Am Freitag wurde dem Sohn Blut abgenommen, dessen Ergebnisse wir dann am Dienstag bekamen. Ich hatte noch nie soviel Angst vor einem Arzttermin. Ich war fest davon überzeugt, dass man mich erstmal alleine ins Arztzimmer rufen würde. Aber … nichts! Sie fanden in seinem Blut NICHTS! Keine Entzündungswerte, keine fehlenden Vitamine, keine Borrelien vom letzten Zeckenbiss, Schilddrüse unauffällig, Blutsenkung völlig in Ordnung. Hirnhautentzündung und einen Virus hatten wir ja schon ausgeschlossen. Der Rheumawert fehlt noch, aber dazu passen die Symptome die immer maximal eine Stunde bleiben auch nicht wirklich.

    Er hat weiterhin schmerzende Hautareale (wie Sonnenbrand ohne Rötung), immer in der Nähe von Gelenken, die dann auch weh tun. Und das täglich an anderen Stellen. Abends rasen wirre Gedanken durch seinen Kopf und er kann vor lauter Unruhe nicht einschlafen. Ich tippe ja also wieder auf „wachsen“, „Pubertät“ oder die Umstellung mit der neuen Schule. Die Ärztin tippt auf psychosomatisch, aber das sagen die Halbgötter in Weiß ja immer wenn sie nix finden. Solange das Zucken mit den Stromschlägen nicht wiederkommt werden wir warten.

    Nachdem meine Nerven also nicht mehr ganz so blank liegen, ist heute der Knaller passiert.

    Gestern Abend hatte der Sohn Schmerzen im Fuß. Angeblich ist er umgeknickt. Das Gelenk war aber weder geschwollen noch blau oder rot. Ich bin mir nicht sicher ob es um Aufmerksamkeit geht, denn in den letzten zwei Wochen hat er natürlich meine volle Aufmerksamkeit gehabt. Die Sorge welche Krankheit er habe ließ mich ihn vielleicht zu viel beglucken!? Ich vermutete also die Schmerzen im Fuß waren nur so schlimm, weil ich mit einer Freundin telefonierte und er während der zu-Bett-geh-Zeit nicht meine volle Aufmerksamkeit hatte. Ich verarztete Ihn mit Bandage und schicke ihn ins Bett!

    Vor dem Fernseher sitzen bekam ich 2 Stunden später Besuch von ihm. Er murmelte was von „tut weh“ und konnte mir hektisch gar nicht sagen wo. 2 Sekunden später fiel mir auf, dass er gar nicht wach ist. Mein kleiner Schlafwandler war runtergekommen ohne Schmerzen im Fuß zu haben. Und schlief mit offenen Augen auf meinem Schoß einfach wieder ein. Ich brachte ihn nach oben. Er humpelte zwar ein wenig, lief aber ganz normal, sich ins Bett und schlief sofort wieder ein.

    Heute morgen dann wieder more-drama-baby. Er könne vor Schmerzen nicht aufstehen. Ich erzählte ihm von heute Nacht und er dramatisierte trotzdem weiter. Da der GG auf Geschäftsreise ist fehlte mir die Zeit und ich zwang Ihn sich anzuziehen, zu frühstücken und in die Schule zu gehen.

    Da er mit seiner großen Schwester zusammen zur Bushaltestelle und inzwischen auch in die gleiche Schule geht, machte ich mir keine weiteren Gedanken. Beim Frühstück, weiterhin Dramaqueen, erwähnte er das Zucken wäre jetzt auch wieder da, aber Nachtigall-ick-hör-dir-trapsen überging ich das einfach. Natürlich blutet mir das Mama-Herz, was wenn er doch was schlimmes hat aber es keiner erkennt. Was wenn … aber da kann uns sollte ich auch nicht immer drauf eingehen. Da muss er jetzt durch.

    Und dann kam wieder Murphy & Co.

    Ich fuhr also, als dann alle weg waren, wie jeden Donnerstag zum Sport. Kaum saß ich zur Erwärmung zwischen meinen morgendlichen Seniorenfreunden auf dem Rad klingelte das Handy! DAS nehme ich nach der Nummer von letzter Woche nun ohne Ton immer und überallhin mit. Und … „Hier ist XY von den YZ-Schulen, Ihr Kind ist nicht in der Schule angekommen, haben sie vergessen das krank zu melden?“

    *schluck*einatmen*ausatmen*bleibruhigsimonebleibganzruhig*

    Ich: „Welches Kind meinen sie denn?“

    „Name des Sohnes!“

    Ich, schon nervöser: „Das kann nicht sein. Der ist mit seiner Schwerster, die auch bei Ihnen ist, heute morgen zusammen losgegangen und wenn was passiert wäre, hätte die angerufen, oder würde jetzt auch fehlen.“

    „O.k., dann gehe ich jetzt mal in die Klasse und sehe nochmal nach! Ich rufe gleich nochmal an!“

    „B I T T E ! ! !“

    Ey ich bin fast vom Rad gefallen. Meine Gedanken rasten wieder los. Was wäre wenn …! Wo könnte er sein? Warum ruft mich die Große dann nicht an? Wo liegt er? Ist er völlig hilflos? WHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!

    Der Anruf kam dann: „Entwarnung Frau Leithe, die Lehrerin ist in der Zeile verrutscht!“

    Mein Puls schoss von 1480 auf 120 zurück. Erleichtert nahm ich Ihre Beteuerungen entgegen, dass sie mich nicht nervös machen wollte und es Ihr leid täte.

    Ich: „Wenn SIE WÜSSTEN!“

    In diesem Sinne: Was will das Universum mir sagen?

  • So war unsere dritte und letzte Einschulung

    So war unsere dritte und letzte Einschulung

    Unsere allererste Einschulung

    … war an einem Dienstag, 2009, die heutige TeenagerTochter, in Neuss. Alles war neu, alles extrem spannend, und super schön. Es gab neue Klamotten für das Kind, der Papa hatte sich Urlaub genommen, wir kochten ganz besonderes Mittagessen und die Oma und ein paar Nachbarinnen waren zu Besuch. Thats it!

    Zweite Einschulung

    Unser Spanienkind wurde 2013 in Dresden eingeschult. Ich war sehr gespannt ob ich an diesem Tag genauso gespannt und gerührt sein würde wie beim ersten Mal, oder ob man das beim Zweiten lockerer nimmt.
    Es fand an einem Samstag statt. Vor lauter Überraschungen durch die Mädels war ich aber über alle drei gleich gerührt und hatte gar keine Zeit nachzudenken. Die Große sang ein Solo bei der Aufführung für die Erstklässler, von dem sie mir nichts erzählt hatte und die Kleine (damals 3) hat mit Ihrem Kindergartenfreund (dessen Bruder auch eingeschult wurde) dermaßen süß neben der Bühne herumgetanzt, so dass ich mich deshalb mit Tränen in den Augen mal wieder hinter dem Fotoapparat versteckte. *lach*
    (Den genauen und äußerst amüsanten Bericht über eine sich himmelweit unterscheidende Einschulung zwischen Sachsen und NRW findest du hier.)

    Dritte und letzte Einschulung

    Nun also vor zwei Wochen die Einschulung des Sonnenschein. Gerührt bin ich schon Wochen vorher. Es ist das letzte Mal und wenn ich ehrlich bin habe ich mich ein bisschen, nur ein klitzekleines Bisschen, mit dem sächsischen Tamtam rund um die Einschulung arrangiert. *schmunzel*

    Es ist wieder Samstag. Meine Mama ist wie bei allen Anderen wieder dabei. Die Schwiegereltern sind angereist. Und der Patenonkel hat extra seinen Urlaub hier verbracht um dabei sein zu können.

    Wir machen vor der Fahrt in die Schule Fotos von Kind mit Ranzen und Schultüte. Undenkbar für echte Sachsen. *zwinker*

    Die bringen die Schultüte teilweise im Bettlaken eingewickelt in die Schule.

    Dort gebe ich unsere natürlich auch vor der Zeremonie ab und erleide den ersten Schock. Der einzige freie Platz auf den Tischen im Klassenraum ist neben der Schultüte des Jahrhunderts. Mir war ja klar, dass wir nicht zu den größeren Exemplaren gehören, aber DAS …

    Dann das übliche Programm in der Turnhalle, die Kinder gehen nach der Aufführung kurz in die Klasse. Ihr bester Freund, der mir schon seit Wochen immer wieder sagt, dass er UNBEDINGT mit unserer Tochter zusammen in die Klasse dann gehen möchte, schnappt sich total niedlich Ihre Hand!

    Wir nehmen sie anschließend vor dem Schuleingang in Empfang. Dort werden die Zuckertüten, so heißen die Schultüten hier, von den Kindern aus der 4. Klasse übergeben. Es spielen sich Dramen ab weil Eltern besorgt sind um die Riesentüten, es alles nicht schnell genug geht, Tüten verwechselt werden, sie nicht die besten Plätze fürs Foto haben und vieles mehr. Darüber könnte ich mich ganz hinten in der letzten Reihe tagelang beömmeln. Denn a) steht mein Mittlerer mit der Kamera ganz vorne und b) genau DAS war der Grund warum ich VORHER zuhause Fotos gemacht habe. *lach*

    Anschließend waren wir auf meiner neuen Lieblingsterrasse

    Erst landeten wir auf der falschen Veranstaltung (eine Megasause mit ca. 60 Personen zur Einschulung), dann war nicht wie gewünscht draußen sondern drinnen eingedeckt, es dauerte ewig bis die Getränke kamen, die Speiseauswahl war „sehr modern“ und für die ältere Generation „gewöhnungsbedürftig“ aber … ich saß auf der Terrasse von der ich von unten bisher nur geträumt hatte. Wir hatten einen grandiosen Blick über die Stadt und das perfekte Wetter. Ich schwebte auf Wolke 7 und die Erstklässlerin auch.

     

     

     

     

     

     

    Wieder Zuhause wurde die TT nervös, denn die hatte am Tag zuvor 8 Stunden beim erstellen dieses Kunstwerks von einem Kuchen verbracht. Seit 24 Stunden wartete sie gespannt auf die Augen der kleinen Schwester, die diese machen würde wenn sie Ihre Einschulungstorte sehen würde.


     

     

     

     

    Für Abends hatten wir das jährliche gemeinsame Grillen mit den Nachbarn im Innenhof geplant, da 3 Kinder aus unserem Schloss eingeschult wurden. Als es dann pünktlich zum Treffen dunkel wurde und klar war, dass es bald regnen sollte, bauten wir doch die Zelte und Schirme auf, die unsere Nachbarn mitgebracht hatten. An dieser Stelle nochmals danke an S. & C. fürs mitbringen. Eventfachleute unter sich! LÄUFT! 🙂
    Wegen des Wetters kamen leider nicht so viele wie sonst, aber es wurde ein langer lustiger und feuchtfröhlicher Abend für alle.

     

     

     

     

    Die Ausbeute der Zuckertüten und Geschenke war der Oberknaller

    Und die TT ist ein wenig enttäuscht, dass sie in NRW und nicht in Sachsen eingeschult wurde. Sie ist fest überzeugt, SIE hätte VIEL WENIGER bekommen. Was ich absolut nicht bestätigen kann, aber auch nicht beweisen, da alle Fotodateien von dieser Zeit leider gelöscht sind. 🙁 Die Kleene aber hat echt abgesahnt. Ich bin etwas entsetzt. *zwinker*

    Alleine als Geschenke von Nachbarn und Freunden gab es diese 8 kleinen Schultüten, und die waren voller toller Sachen. Zusätzlich natürlich Zuckerkram bis zum abwinken. Die Menge wird reichen, Ihr täglich was mitzugeben und bis zum Abi nichts kaufen zu müssen. 🙂

    Es war ein wunderschöner Tag! Und im nächsten Post zeige ich Dir wie und womit ich dekoriert habe.

    Nun sind alle Kinder in der Schule! Der Wahnsinn!

    In diesem Sinne: Habt Ihr es auch schon geschafft oder steht Euch das noch bevor?

  • Boah, Universum, ey, wie wäre es mit genaueren Angaben? *aufreg*

    Boah, Universum, ey, wie wäre es mit genaueren Angaben? *aufreg*

    Das Universum hat sich mit Murphy verbündet. *böseguck*

    Keine gute Kombination! *koppschüttel*

    Seit knapp zwei Wochen sind die Ferien vorbei! Seit knapp 2 Wochen könnte ich meine Vormittage wieder komplett für mich und meine Firma haben. Aber wie hier schon berichtet hockt das Spanienkind hier rum, da er immer wieder merkwürdige Symptome hat die sich nicht erklären lassen. In den Phasen in denen es Ihm gut geht hat er Langeweile und kommt immer wieder zu mir ins Büro und in den Phasen wo es Ihm schlechter geht, kann ich mich vor Sorgen nicht konzentrieren.

    Aber trotz der vielen Arbeit, zu der ich nicht komme, möchte ich nicht alles streichen, was ich so in meinem Vormittagsleben ohne Kinder normalerweise mache. Der Sport z.B. fiel in den Ferien flach, weil wir entweder nicht anwesend waren oder wir eben andere Termine, Besuch oder sonst was an „Ausreden“ hatten. Auch auf den Sport hatte ich mich gefreut, denn die Bandscheibe muckt langsam wieder und mir fehlt das auf Dauer.

    Die Dienstagsrunde (Nordic Walking) habe ich, weil ich Ihn in dem Zustand nicht so lange alleine lassen wollte, von der Elbe auf den Berg hinter dem Haus verlegt. Und das Fitness-Studio heute dann eben auch trotzdem besucht.

    Ich verabschiedete mich von der TT als sie zum Bus ging, dem GG als er den Helm fürs Rad suchte und sagte dem Spanienkind, dass ich mich beeile und er könne mich ja anrufen wenn es Ihm richtig schlecht geht. Ich fuhr den Sonnenschein und den Nachbarsohn in die Schule und anschließend direkt zum Studio. Dort merkte ich leider, dass ich das Handy vergessen habe. Kurz überlegte ich ob ich Zuhause Bescheid gebe, wollte aber nicht die Übermutter und Superglucke raushängen lassen. Ich machte mich warm und die Gedanken ratterten.

    Was wäre wenn …!

    Ich ging an die Geräte und machte meine Übungen. Ich gebe zu ich habe immer nur 2 statt 3 Sätze gemacht. Und mit jeder Übung wurde das schlechte Gefühl in meinem Hinterkopf schlimmer.

    Immer wieder die Frage: Will das Universum mir was sagen?

    Ich machte alle Übungen im Sparprogramm und ging wieder in die Umkleide. An der Theke überlegte ich kurz ob ich Zuhause anrufe und nachfrage ob alles o.k. ist, aber wenn dann niemand ran geht, wird das Kopfkino nur noch viel schlimmer. Also streiche ich das duschen und fahre lieber heim.

    Das Hinterkopfgefühl wächst.

    Zuhause erwarte ich einen Menschenauflauf vor dem Haus, mit Krankenwagen und oder Feuerwehr. Mindestens aber eine offene Haustür oder ein ohnmächtiges Kind. Denn auf meine Intuition konnte ich mich bisher eigentlich immer verlassen. *bibber*

    Ich fahre in den Innenhof. Vor der Tür ist nichts. Ich parke also vorne auf dem Parkplatz und zwinge mich ruhig zum Eingang zu gehen. Ich betrete das Haus und werde langsam wieder ruhiger. Der Sohn ist in seinem Zimmer und baut die Märklin auf. Er lebt. Er hat keine Beschwerden und auch sonst ist alles gut. *erleichtertseufz*

    Ich gehe duschen!

    Unter der Dusche fällt mir dann siedendheiß ein, dass ich gar nicht auf das Handy geguckt habe. *schreck* Ich beruhige mich selber und dusche in Ruhe weiter. Haare waschen, einseifen mit Peelinghandschuh, Beine rasieren, abtrocknen, Haarzeugs reinkneten. Eincremen spare ich mir, gucke noch schnell nach dem Sohn, alles gut, und mache mich auf die Suche nach dem Handy. Auf dem Weg nach unten klingelt das Festnetztelefon. Als ich die Treppe verlasse hört es auf. Ich gucke nach wer es war und sehe das diese Nummer es in den letzten 1,5 Stunden 5 mal probiert hat. *schreck* Während ich den Rückruf drücke suche ich weiter mein Handy und sehe dort 7 WhatsApp-Nachrichten und 13 verpasste Anrufe.

    Die letzte WhatsApp-Nachricht im Familien-Chat lautet:
    „KANN MICH BITTE JEMAND ABHOLEN!“

    Am Festnetz meldet sich in dem Moment die Schule der TT. „Ah! O.k., ich hab auch eine Nachricht, ich weiß Bescheid, ich komm sie abholen!“

    Anschließend weiß ich, das sie schon seit über eine Stunde versuchen mich zu erreichen. Außer mir wurden angerufen: der Vater (im Meeting kann nicht weg), zwei Nachbarinnen (kann auch nicht weg, ist nicht erreichbar) und ich stand seelenruhig unter der Dusche! *augenroll*

    Da spüre ich im Studio, dass irgendetwas ist!

    Ich fahre heim und gucke nicht kurz aufs Handy?

    HALLO?

    *klopfklopfklopf*

    Wie doof ist DAS denn?

    In diesem Sinne: Liebes Universum, beim nächsten Mal bitte konkreter! O.k.???

    P.S.: Die Tochter ist zwar auch schlapp, aber der Sohn hat keinen Virus. 🙁 Wir suchen also weiter! *bittedrücktunsdiedaumen*

  • Wie ein einziger Moment einfach alles ändern kann

    Wie ein einziger Moment einfach alles ändern kann

    Wir erleben hier gerade spannende Wochen! Mein Kopf kommt mal wieder mit verarbeiten nicht hinterher. Ich komme nicht zum Schreiben und so stapeln sich hier die Gedanken. Eigentlich wollte ich in den nächsten Tagen über die tolle Einschulung und die schönen Ferien erzählen, aber nun muss hier erstmal was anderes aus meinem Hirn. Vielleicht könnt Ihr mir ja helfen beim Sortieren meiner Gedanken.

    Schon vor den Ferien gab ein internes Jobangebot aus der coolen Stadt dieses Planeten und insgeheim planten wir wieder mal bereits den Umzug. Daraus wurde aber nun nichts.
    Im Urlaub waren wir alle abwechselnd krank und die geplanten Ausflüge fielen wettertechnisch, bildlich und überhaupt ins Wasser.
    Wir, die Kinder und ich, waren zum allerersten Mal in den Sommerferien nicht in NRW bei meiner Familie, sondern die waren in Etappen hier bei uns.
    Und zum krönenden Abschluss der Sommerferien dann Freitags Willkommensfest in der neuen Schule des Spanienkindes, Samstags die Einschulung des Sonnenschein und Sonntag die steigende Spannung auf eine neue Klassenlehrerin für die TT.

    Die Feier am Freitag war sehr schön gemacht. Sogar der GG hat es rechtzeitig aus dem Büro geschafft. Das kommt so gut wie NIE vor. 🙂
    Unsere Einschulung am Samstag war Superklasse und endete feuchtfröhlich mit vielen Nachbarn beim Grillen im Innenhof.
    Der Sonntag war geprägt von gemeinsamen Resteessen im Innenhof und dem Aufräumen der Partyutensilien und -dekorationen.

    Wir hatten uns gerade von Allen verabschiedet und räumten die letzten Sachen in unsere jeweiligen Hauseingänge, als Nachbarin 1 reinstürzte und schrie: „Ruf einen Krankenwagen! A. ist durch die Scheibe geflogen!“ Wie gelähmt suchte ich verwirrt ein Telefon, wählte die Nummer und landete in der Warteschleife! JA, richtig gelesen!
    In! Der! Warteschleife! Beim Wählen der 112 hatte ich mit Vielem gerechnet (es war mein erstes Mal und ich durchforstete mein Hirn was ich als erstes sagen musste) aber nicht damit! … Dann nahm Jemand ab. Da die Kinder mit dem Transporter zum Parkplatz fahren durften meldete ich ‚Kind durch Windschutzscheibe‘. Daraufhin wurde ich seltsam ausgefragt. (Im Nachhinein weiß ich nun, dass sowas natürlich der Polizei gemeldet werden muss.) Das klärte sich aber schnell, denn er war durch die Scheibe der Durchgangstür geflogen. Nachbarin 2, Ärztin, legte sofort einen Druckverband an und stoppte so erstmal die Blutung. Nachbarin 3 kümmerte sich um die Scherben da wir alle barfuß waren. Ich machte mich mit den Mädels auf der Straße für den Krankenwagen bemerkbar und wiesen ihn in den Innenhof ein. Notarzt im Dienst war dann auch einer unserer Nachbarn. Der Kleene wurde versorgt und abtransportiert. Zum Glück konnte alles mit ein paar Stichen genäht werden und nichts gravierendes wurde durchtrennt. *erleichtertzeufz*

    Der Schreck saß bei uns Allen tief

    Wir brauchten etwas Zeit uns wieder auf den bevorstehenden ersten Schultag einzustellen und endlich die Ranzen zu Ende zu packen. Die Nacht war dementsprechend kurz und beim Frühstück am nächsten Morgen wurden die abenteuerlichsten Träume erzählt. Eines der Kinder träumte von einem Schutzanzug den es bekommen hatte und damit auch fliegen konnte, und meinte: „Sowas wünsche ich mir!“ Es folgte ein regelrechtes Wunschkonzert. Ich bereitete die Brotdosen vor und wurde gefragt: „Und was wünscht du Dir, Mama?“ Ganz in Gedanken noch immer bei dem vielen Blut vom Vorabend und der Vorstellung was gewesen wäre wenn es der Kopf und nicht die Hand gewesen wäre, antwortete ich sofort: „Dass Ihr alle gesund bleibt!“

    Und das rief selbstverständlich „Murphy“ auf den Plan! Der hatte mal wieder nichts Besseres zu tun als sein „Law“ raus zu kramen und mir einen gehörigen Strich durch die Rechnung zu machen.

    Samstag hatte das Spanienkind Hüftschmerzen und konnte kurzweilig nicht mehr auftreten. Ich schiebe sowas immer erst mal auf „wachsen“ und vermutete insgeheim Hüftschnupfen. Meine Standard-Reaktion: „Du musst mehr trinken!“
    Sonntag ging alles wieder, aber die Haut an den Beinen war nun total sensibel und überempfindlich. Ich sagte nur: „Trink was!“
    Montag blieb die Haut so und es steigerte sich den Rücken hinauf. Ich schob es weiter auf wachsen und auch auf die Umstellung auf eine neue Schule.
    Dienstagabend kam er aber wieder runter und erzählte von Stromschlägen die durch seinen Körper schießen. „Mama ich glaube wir müssen mal zum Arzt!“ Ich schob es aber weiterhin auf „wachsen“ und „neue Schule“ und die gesamte Aufregung drum herum.

    Gestern aber rief mich die Schule dann an, meinem Sohn ginge es nicht gut, ich solle Ihn lieber abholen. Die Stromstöße durch den Körper hörten nicht auf und er fühlte sich schlapp und müde. Wir fuhren direkt zur Kinderärztin. Die untersuchte Ihn von oben bis unten und versuchte vor allem herauszufinden ob das Hirn die richtigen Reflexe erzeugte.

    Verdacht auf Hirnhautentzündung?

    Jein! Sie könne nur Vermutungen anstellen.

    Vermutung 1: Es gibt den Coxsackie-Virus. Der verursacht üblicherweise Sommergrippe, Magen-Darm-Beschwerden, Hand-Mund-Fuß-Krankheit und Fieber. Der grassiert wohl gerade verstärkt und das hatten wir in den Ferien ja quasi alles. Der kann in seltenen Fällen eben auch Hirnhautentzündung, Diabetes und anderes auslösen. Eventuell ist der noch aktiv. Seltsam ist, dass er zur Zeit Fieberfrei ist und die anderen Symptome schon ein paar Wochen her sind.

    Vermutung 2: Die Nervenbahnen in unserem Körper haben eine Isolierung. Wenn diese Isolierung beschädigt ist, können solche Symptome auch auftreten. Das könnte man nur mit einem MRT feststellen. „Aber da warten wir lieber mal noch ein paar Tage ab, vielleicht ist es ja doch der Virus! Wenn das „Zucken der Nerven“ bis nächste Woche bleibt, dann kommen sie wieder und wir sehen weiter!“

    Mit dieser Nachricht nach Hause entlassen saß ich dann auf der Terrasse und konnte keinen klaren Gedanken fassen.

    Es heißt also: Abwarten und Tee trinken! … Siehste … „was trinken“ hilft meistens also doch! *galgenhumorschmunzel*

    Geduld ist aber mal sowas von GAR NICHT meine Stärke und ich habe natürlich gestern Abend die zwei Vermutungen gegoogelt. DUMMER FEHLER! Hätte ich nicht tun sollen. Nun rasen die Gedanken im Affenzahn durch meinen Kopf. Was mir da alles begegnet ist, möchte ich gar nicht aussprechen, sonst kommt Murphy wieder mit dem Hammer.

    Dabei wollte ich mich doch diese Woche mal wieder so RICHTIG in meinen Schreibtisch konzentrieren. Nun hockt dieses ansonsten topfitte Kind hier, soll nicht in die Schule, langweilt sich zu Tode und geht mir gelinde gesagt AUF DEN (nichtvorhandenen) SACK! Und vor lauter Gedankenkarussell kann ich mich eh nicht konzentrieren, also hoffe ich, dass das rausschreiben hier nun was nützt.

    In diesem Sinne: Schick mir Geduld!