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  • Für Mama zum Muttertag

    Für Mama zum Muttertag

    Liebe Mama,

    zum diesjährigen Muttertag widme ich Dir diesen Blogbeitrag und sage von ganzem Herzen: „Danke!“ Denn, ohne Dich wäre ich nicht das, was ich heute bin!

    Du hast mich geboren. Ohne Dich gäbe es mich überhaupt nicht. 🙂

    Du hast mich gewindelt, betreut, versorgt, bekocht, mir 2 Brüder und ein liebevolles Familienleben geschenkt (das war nicht immer einfach, ich weiß das). Du hast bei den Hausaufgaben geholfen, mich herumkutschiert mit dem Auto weil wir auf dem Land wohnten, mich vor Herausforderungen gestellt, mir Aufgaben übertragen, mich machen und selbständig werden lassen. Ich wurde echt gut erzogen, im richtigen Moment losgelassen und Du hast mir immer das Gefühl gegeben, dass ich jederzeit zurückkommen kann, was in Situationen die mich überforderten auch getan habe. Du warst für mich da. Du gabst mir dann den nötigen Halt und gabst mir die Kraft wieder fröhlich in die Welt da draußen hinauszugehen.

    Wenn ich Designerklamotten oder sonstigen teuren modischen Firlefanz haben wollte, dann gab es das nur ganz ganz selten, denn wachsende Menschen tragen es zu kurz, die Vernunft musste siegen und meine Phantasie entwickelte Alternativen. Vielleicht weiß ich deshalb bis heute wie man improvisiert.

    Als der Mann in meinem Leben mich tief enttäuscht hatte nahmst du mich auf und in den Arm und die Welt sah schon wieder besser aus. Nach einer Woche bei Dir hatte ich mein Selbstbewusstsein wieder und konnte mein Leben neu ordnen.

    Diese Momente aber erzähle ich immer am liebsten wenn ich gefragt werde was für eine Beziehung ich zu meiner Mutter habe:

    Die Mittwoch-Abend-Abmachung

    Als ich mit 16 Jahren für die Hotelfachschule ins Rheinland zog, bekam ich ein Dachzimmer bei einer wirklich total netten Familie. Handys gab es noch nicht und telefonisch war ich nur über das Familientelefon im Flur im Erdgeschoss erreichbar. Um die Familie nicht immer wieder zu stören hatten wir die Mittwoch-Abend-Abmachung. Mama rief mich auf dem Telefon der Familie immer Mittwochs um die gleiche Zeit an. Das war ein sehr beruhigendes Ritual, das mir die frühe Trennung echt erleichtert hat. So konnte ich wöchentlich alles bei Ihr abladen und bekam die vertrauten Ratschläge.

    Die Weisheitszähne

    Mit 18 war ich in der Ausbildung als Hotelfachfrau im Sauerland. Über die Weihnachts- und Silvesterfeiertage hatte ich Dienst und meine Eltern waren mit meinen Brüdern im Urlaub. Am 3.1. wurden mir 3 Weißheitszähne gezogen und ich schlief quasi 2 Tage durch. Am 6.1. rief Vormittags meine Mutter bei der Vermieterin an (ich hatte immernoch kein eigenes Telefon), meldete sich aus dem Urlaub zurück und erkundigte sich wie es mir geht nach der OP und ob ich heim kommen möchte ganz tapfer: „nein, nein, ganz gut, ich schlafe sowieso die meiste Zeit“, ging wieder ins Bett, und heulte weil ich sie plötzlich schrecklich vermisste. Zum anrufen hätte ich aber nochmal zu meiner Vermieterin gehen müssen und selber fahren traute ich mir noch nicht zu. Selbst beim schreiben kommen mir gerade schon wieder die Tränen.

    Abends klingelte es an der Haustür. Meine Mama! „Komm wir packen ein paar Sachen und ich nehm Dich mit!“ Ich war total überrascht und so erleichtert und dankbar wie vermutlich noch nie bis dahin. „Und mein Auto?“ auch daran hatte Mama gedacht und Papa mitgebracht. Der fuhr mein Auto heim und ich entspannte mich bei Mama auf dem Beifahrersitz. Seit dem weiß ich, eine Mutter spürt ganz genau wie es Ihrem Kind geht und was es braucht.

    Das Bankkonto und der Wohnsitz

    Als ich nach der Ausbildung eine neue Stelle in Düsseldorf hatte meldete ich zum ersten Mal meinen Wohnsitz um und eröffnete ein Bankkonto außerhalb meines Heimatdorfes. Da hat meine Mutter fast geweint. Ich hab sie gefragt warum. Bisher war ich zwar schon seit 3 Jahren nicht mehr Zuhause, aber ich hatte dort meinen ersten Wohnsitz, mein Bankkonto, meine Heimat. Ich verbrachte alle freien Tage dort und war für sie quasi noch „zu Hause“. Nun aber zog ich nach Düsseldorf. Hatte den Mietvertrag zum ersten Mal selber und alleine unterschrieben. Verlegte meinen Wohnsitz und kündigte mein Bankkonto. Für Mama fühlte es sich an als würde ich für immer aus Ihrem Leben verschwinden.

    Damals habe ich sie nicht verstanden. Ich wohnte doch schon seit Jahren nicht mehr dort, aber der Wohnsitz auf dem Papier und das Bankkonto waren noch da. Heute verstehe ich sie. Meine Große ist 15, fühlt sich wie volljährig und benimmt sich als könne ihr die ganze Welt gehören. Sie wird flügge und mir blutet ab und zu das Mutterherz und ich möchte die Gluckenflügel ausbreiten und sie zurückholen. Natürlich habe ich Tage, da könnte ich die Bande zur Adoption freigeben, aber im Grunde habe ich schon jetzt Angst davor dass eines meiner Küken auszieht und sie ganz alleine sind. Da draußen. In der großen weiten Welt.

    Und ich rufe heute am Muttertag meiner Mama aus der Ferne zu: Es geht mir gut! Und das habe ich größtenteils DIR zu verdanken.

    Die Läuse

    Viele Jahre später wohnte ich mit dem Göttergatten und unseren Kindern in Spanien. Wenige Wochen nach der Geburt des zweiten Kindes hatte ich leider Pfeiffrisches Drüsenfieber, der Säugling eine Nagelbettentzündung und ich war am Ende meiner Kräfte, da der Krankenhausaufenthalt in Spanien sehr anstrengend war. Samstags morgens entdeckte ich beim stillen ein seltsames Tier auf der Stirn des Babys. Wir hielten es für ein spanisches Insekt. In meinem Hinterkopf aber fing es an zu rattern, denn das Insekt war direkt aus meinen Haaren auf die Stirn gefallen. Dr. Google bestätigte: Läuse! Dr. Google riet auch zu ALLES auf hoher Temperatur waschen, ALLEN die Haare auskämmen, ALLE Kuscheltiere in Quarantäne, ALLES absaugen, ALLES putzen. Wir hatten 300 qm, der Mann ab Montags wieder unterwegs und ich keine Kraft. Ich rief meine Mutter an, wollte mich auskotzen und meinen Frust loswerden. Die hatte aber keine Zeit in dem Moment und wimmelte mich ab mit den Worten: „Das schaffst Du schon!“ DAS war nicht das was ich hören wollte. Ich wollte bedauert werden. Ich wollte Mitleid. Ich war total enttäuscht.

    Am Sonntag morgen rief sie an: „Wir haben gerade einen Flug gebucht, ich komme morgen!“ … *hiertausendfliegendeherzeneinfügen*

    Heute bin ich selber Mutter

    Seit ich selber Mutter bin weiß ich ganz genau wie schwer so manches ist und wenn ich heute mit den pubertierenden Teenagerkindern reden, streiten, durchhalten muss, dann weiß ich genau was das Richtige ist und vor allem wird mir bewusst, dass Du seinerzeit bei uns Dreien alles richtig gemacht hast. Ich erziehe meine Kinder so wie Du es mit uns gemacht hast. Weil ich merke dass es gut war. Das sehen die Kinder natürlich derzeit nicht so, aber ich hoffe später ein ebenso tolles Verhältnis zu haben wie wir zwei und vielleicht erkennen sie dann auch, dass es Wichtig und Richtig war. 🙂

    Und so ist aus mir auch eine gute Mutter geworden. Durch Dich!

    Du hast mir vorgelebt so zu sein wie ich jetzt bin: selbstbewusst, selbstständig, zielstrebig, eigensinnig, fröhlich, humorvoll, stark, liebevoll, fürsorglich, nicht zu übertrieben gluckig, bodenständig, offen, und vieles Vieles mehr!

    Danke Mama! Du bist das Beste was einer Tochter als Mutter passieren kann. Ich liebe Dich!

     
  • Wenn ich noch einmal den Satz „Du bist doch den ganzen Tag zuhause“ höre,  RASTE!  ICH!  AUS!

    Wenn ich noch einmal den Satz „Du bist doch den ganzen Tag zuhause“ höre, RASTE! ICH! AUS!

    Ich weiß, wir Mütter jammern heutzutage auf ganz hohem Niveau. Mit all den technischen Hilfsmitteln wie Spül- und Waschmaschine ist „das bisschen Haushalt“ und die Kinder doch gar kein Problem. Das hatten unsere Mütter und Großmütter schließlich alles noch nicht! Ja, ich bin schon so alt, das meine Eltern aus dieser Generation kommen! *zwinker*

    Es stimmt, diese Hilfsmittel hatten die nicht. ABER… die hatten Ihre Mütter, Schwieger- und Großmütter im selben Haus oder Ort wohnen. Da kümmerte sich dann Einer um die Wäsche von allen, Einer um die Kinder von allen und Einer kochte für Alle! -> Heutzutage muss man für den Arbeitsmarkt ja flexibel sein und wohnt 685 km weit weg und macht Alles alleine und vor allem nebenbei. *augenroll*

    Ich weiß ahauuch, dass es inzwischen Männer gibt die Zuhause helfen. Ein solches Exemplar habe ich (und vermutlich auch viele andere Frauen) aber leider nicht abbekommen. Nicht weil er nicht will, sondern weil er einfach beruflich sehr eingespannt und zudem noch viel unterwegs ist. Und nein, er verdient nicht soviel, dass wir uns eine Haushaltshilfe leisten möchten!

    „Als Vollzeitmutter, die den GANZEN TAG zuhause ist, hat man doch keinen Stress!“

    Ach ja? *wütendguck* Vielleicht keinen Stress, in dem Sinne wie man ihn im Job kennt, aber …

    … eine völlig unordentliche Bude weil überall Spielzeug, Wäsche, Essensreste & das Sportzeug des GG herumliegt (dann doch lieber Abends einfach dem unordentlichen Schreibtisch den Rücken kehren).

    … tonnenweise mehr Wäsche und zu putzen (Tatsache ist: Wer Zuhause ist, macht einfach mehr Dreck).

    … immer einen gewissen Geräuschpegel im Haus (kein Ruheraum oder Klo, dass man alleine besuchen darf).

    … den ganzen Tag an der Spülmaschine zu räumen (nicht nur Abends die Kaffeetasse in die Büroküche *kopfschüttel* NEIN! Es sind Becher, Gläser, Teller, Schälchen, Töpfe, Besteck, Schäler, Rührer, Reiben, Deckel, Töpfchen, ich hör lieber auf -> siehe Wäsche!).

    … 3 Mahlzeiten zuzubereiten (keine Kantine, kein Lieferando, kein Restaurant um die Ecke in das man mit der Kollegin in der Mittagspause geht).

    … KEINE MITTAGSPAUSE!!! (NIE!)

    … es gibt nicht eine einzige Aufgabe die man frau zu Ende bringt, weil sich in 10 anderen Ecken noch unerledigte Projekte türmen. Man macht und macht und macht -> wenn dann eines der Kinder Hilfe, Zuwendung, Pflaster, Aufmerksamkeit oder Sonstiges benötigt -> verlässt frau die aktuelle Tätigkeit -> hilft, tröstet, betüdelt -> begegnet auf dem Weg zurück einem anderen Projekt -> und macht erstmal dort weiter. Denn das ist meistens näher an den Kindern und so kann man schneller reagieren. Auf dem Weg zur piependen Waschmaschine taucht der nächste unbeendete Haufen auf, der ebenfalls wichtig wäre. Und so hangelt man sich Tag für Tag von Haufen zu Haufen und titscht für Kinderrufe und Aufgaben zwischen Küche, Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Keller, Dachboden und den Kinderzimmern wie eine Flipperkugel hin und her und hat abends das Gefühl nichts, aber auch GAR NICHTS fertig bekommen zu haben (keine Erfolgserlebnisse).

    Der Wäschekorb ist, wenn überhaupt, nur für 10 Minuten am Tag wirklich komplett leer. Die Spülmaschine läuft im Dauerbetrieb und einkaufen müsste auch mal wieder Jemand.

    Ich habe alle Mutter-Möglichkeiten kennengelernt.

    Ich war Vollzeit arbeitend mit Kind, Halbtags arbeiten mit Kindern, Selbstständig mit Kind & auch reine Vollzeit-Mutter. Es hat alles seine Vor- und Nachteile! Aber den Satz : “Du bist doch den ganzen Tag zuhause!“ möchte ich NIE! WIEDER! HÖREN!

    Denn wenn man den ganzen Tag Zuhause ist, dann sieht man auch den ganzen Tag dieses Chaos. Dadurch, dass Anfangs auch die Kinder den ganzen Tag zuhause sind, ist IMMER Chaos. UND man benutzt einfach auch wirklich viel mehr Geschirr und Kram und Wäsche. Unsere Spül- und Waschmaschinen haben an den Tagen, an denen der GG, die 3 Kinder und ich inzwischen mal komplett außer Haus arbeiten und spielen einfach sehr viel weniger bis gar nichts zu tun. Da fallen weder Koch- noch Ess- oder Knabbergeschirr an und auch die Matschkleidung vom Nachmittag entfällt.

    Und in der Regel ist es doch auch so: Wenn du als Mutter arbeitest und zusätzliches Geld verdienst, dann kaufst du schnell einfach mal was gebraucht wird. Wenn Du aber Zuhause bleibst, fängt Du als Hausfrau das große „Sparen“ an. Du versuchst vieles selber herzustellen (gesünder / günstiger / hast ja Zeit) und viel mehr auf eBay zu verkaufen. Und schwupp ist eine ganze Woche rum. Oder?

    Die Mütter, die Zuhause bleiben, haben einfach auch VIEL MEHR Arbeit wenn sie Zuhause bleiben. Daran denkt immer keiner! *augenroll*

    Und am ALLERschlimmsten

    Wenn frau im Homeoffice arbeitet. Dann ist sie zwar Zuhause, ABER eigentlich will / muss / sollte frau dann ja arbeiten. Und eben NICHT für …

    … „die Waschmaschine kannst du ja wenigstens nebenbei ausräumen oder bestücken.“ (na klar und mit ab- / aufhängen der Wäsche sind schwupp 20-30 Minuten rum)

    … „die Wäsche, die kannst du doch neben Webinaren falten! Da musst du ja nur zugucken!“ (natürlich, keine Notizen machen, keine spontanen Ideen notieren und schon mal gar nicht die Arbeitsblätter bearbeiten)

    … „du kannst ja immer schnell die Bude aufräumen, während ich schon auf dem Weg ins Büro im Stau bin.“ (logo, DAS war der Grund warum ich das Homeoffice wollte)

    … „mach das doch morgen wenn wir alle aus dem Haus sind!“ (selbstverständlich, lasst doch einfach alles rumliegen, ich heb das schon auf und weiß dann auch wo es ist wenn du es suchst)

    … „mal eben mit der Versicherung klären!“ (sachma?! da hängste 48 Minuten in der Warteschleife und du konzentrierst Dich KEIN STÜCK!)

    … „du kochst dir und den Kindern ja dann bestimmt immer was Warmes!“ (IMMER! *hysterischkicherndnick*)

    … „Mama ich habs dir auf den Schreibtisch gelegt, kannst du das dann mal lesen und ausfüllen?“ (jeden Morgen räume ich erstmal den Schreibtisch frei um mich zum Job durchzugraben)

    … „du bist ja da und kannst doch wohl eben unser Paket annehmen.“ (6 verschiedene Paketdienste die alle schon wissen dass ich zuhause arbeite, und anschließend an die gefühlt 128 Heimkehrenden wieder ausgeben, kein Problem *kopfschüttelndabwink* – lies auch „Wenn der Postmann achtmal klingelt“)

    … „die Kinder, die wahlweise Fieber, Unterrichtsausfall oder streikende Lehrer haben.“ (was bei 3 Kindern ziemlich oft vorkommt)

    Alles Sätze die ich mir von Freundinnen, Nachbarn, Familie, meinen eigenen Kindern und dem GG anhören durfte. *schimpf*

    Erster Schritt dem zu entfliehen:
    Ich habe einen Co-Working-Büro-Schreibtisch der zwei Autobahnausfahrten entfernt ist.

    DAS IST SCHÖN!

    Der ist immer aufgeräumt, und die doofen Sprüche haben auch nachgelassen. 🙂

    In diesem Sinne: Spart Euch den Satz einfach! IMMER!

  • Meine kleine Mütterbeichte … oder … Der kleine Spielehass möchte aus der Memoryecke abgeholt werden!

    Meine kleine Mütterbeichte … oder … Der kleine Spielehass möchte aus der Memoryecke abgeholt werden!

    Ich muss mal was beichten! Ich habe eine Spiele-Allergie!

    Also nicht direkt eine Allergie gegen Spiele oder das spielen allgemein! Es ist eher so eine Neue-Spiele-für-unseren-Haushalt-Allergie. Oder vielleicht doch eine allgemeine Gesellschafts-Spiele-Allergie!? Ach lies einfach weiter und bild Dir Deine eigene Meinung.

    Wir ersticken in Spielen! Es gibt sie in ALLEN Größen, Formen, Farben und Schränken im Haus. Allergieauslöser in ALLEN Ecken und RAUEN Mengen! Es fing an mit den Exemplaren aus meiner Kindheit Ich entdeckte einige Spiele auf dem elterlichen Dachboden und als ich dann Kinder hatte nahm ich sie mit. Hinzu kommen die Spiele, die man als Erwachsener besitzt. Dann erbten wir sehr viele von der Verwandtschaft mit schon älteren Kindern. Irgendwann wünschten sich unsere Kinder dann bestimmte Spiele und zuguterletzt brachte quasi jeder Besuch Gesellschaftsspiele statt Schoki & Co. mit! Finde ich ja auch toll, mache ich aus pädagogisch wertvollen Gründen ja auch ab und zu wenn wir befreundete Familien besuchen fahren, aber dadurch besitzen wir wie ich nun bei der letzten Aufräumaktion feststellen musste 5 x Memory, 3 x Mensch-Ärger-Dich-Nicht, 6 x Würfel-Puzzle, 3 x Elfer-Raus, 3 x Monopoly, 128 Kartenspiele, usw. (Die 4.628 Puzzle erwähne ich hier jetzt nur am Rande!)

    Dem Merchandising-Wahn der Spielindustrie sei Dank, selbstverständlich je eines von Barbie, Cars, Hello Kitty, Star Wars, Eiskönigin, Yakari und so weiter und so weiter!

    Ich habe beschlossen, ich werde nun mal nach und nach einige Exemplare aus der Sammlung verschwinden lassen und wenn´se Keener vermisst, werden sie weitergeben! *flüster* Wir spielen nämlich sowieso immer die Gleichen!
    Aber PSCHT! *zeigefingeraufdielippenleg*

    Und das sind nur die, die im Wohnzimmer lagern…

    DAS liegt allerdings an mir! *kleinlautzugeb*

    Wir haben inzwischen natürlich auch ganz viele von diesen neu erfundenen Spielen. Damit die Merchandise-Werbe-Trommel weiter rotiert werden meiner Meinung nach echt ziemlich schwachsinnige Spiele erfunden. Damit wieder Großeltern auf die entzückten Schreie Ihrer Enkel in der Spielwarenabteilung reinfallen! *augenroll* Und wer darf das wieder ausbaden? RÖSCHTÖÖÖHHSCH! ICH! Wenn meine Kinder dann Nachmittags und am Wochenende kommen mit zuckersüßem Lächeln und diesem treuen Dackelblick: „Mamaaaahhh, spiel´n wir wahaaaas?“, dann antwortet die genervte und gestresste Mutter, auch wieder ich, in den positiven Fällen mit: „Aber nur was Schönes!“ Und MEINE Kinder wissen inzwischen ganz genau was das bedeutet, nämlich dass Mama keines von diesem neumodischen Kram spielen möchte!

    Just for Info: In den negativen Fällen (die leider öfter vorkommen) kommt das übliche: „Nein, Mama hat keine Zeit!“

    WENN ich dann also mal Zeit habe, will ich immer nur die üblichen Spiele spielen. Irgendwann halten die mich wahrscheinlich für altmodisch! *theatralischaugenroll* Aber ich bin nicht antiquiert, ich habe bloß ein etwas überfordertes Mami-Hirn. Ich bin auch nicht zu faul, echt nicht! Ich gebe einfach offen zu, ich kann und will mir diese komplizierten Spielregeln einfach nicht mehr merken. Selbst wenn ich mich da mal reingearbeitet habe (was meistens schon das Zeitfenster, was ich zum Spielen habe, ausfüllt), dann kann ich die doch schon nächste Woche nicht mehr. Geschweige denn in 3 Monaten wenn das Spiel das nächste Mal rausgekramt wird. Ich bleibe lieber bei MauMau, SchwarzerPeter & Co.

    … NACH der Aussortier-Aktion!

    Ausnahme 1: Ich spiele mit keinem einzigen Kind mehr (egal welche Altersklasse) auch nun eine einzige Partie Memory, da ist vorher schon klar wer gewinnt!

    Ausnahme 2: Phase 10 … das habe ich vor ein paar Jahren gelernt und bin nun süchtig!!!

    Und zum Glück sind die Kinder nun alt genug um in ganz schlimmen Langeweile-Phasen auch mal allein mit den Geschwistern oder Freunden Eines aus der Familiensammlung zu spielen. *frechgrins*

    In diesem Sinne: Mal ehrlich! Wie oft spielst du mit Deinem Kind ein Gesellschaftsspiel?

  • Der ganz normale Wahnsinn … oder … Leben mit Pubertieren! #gastbeitrag

    Manchmal entdecke ich schöne Texte bei Facebook-Freunden! Dieser hier ist von Else Rückle. Wie wir uns gefunden haben kann ich schon gar nicht mehr so genau sagen. Auf jeden Fall „kennen“ wir uns nur online und das schon seit vielen Jahren. Ich verfolge mit wachsender Begeisterung, was Else so ganz nebenbei für die Flüchtlinge tut und sende Ihr an dieser Stelle einfach mal ein DICKES DANKE!

    Vor allem aber sage ich Ihr DANKE, dass ich diesen Ihren Text für Euch veröffentlichen darf, denn er bringt kurz und prägnant auf den Punkt wie der Morgen in einem Haushalt mit Pubertieren abläuft. Ich wünsche Dir viel Spaß beim lesen!

    Frühsport als Pubertiermutter:

    – Kaffee kochen
    – Kinder (3 Stück) wecken
    – Feuer machen
    – Kinder (2 Stück) wecken
    – Kind 1 zum Frühstück nötigen
    – Kind 3 zum 3. Mal wecken
    – 1. Schluck Kaffee trinken
    – Kind 1 zur Schule verabschieden
    – nach Kind 3 suchen und es aufgelöst auf seinem Bett finden. Die Brille ist nicht auffindbar.
    – Zimmer auf der Suche nach der Brille durchforsten
    – Zimmer auf der Suche nach der Brille umräumen
    – Puls ist jetzt im roten Bereich
    – Kind 2 zur Schule verabschieden. Dieses ist jetzt beleidigt, da ich den Zustand ALLER Kinderzimmer bemängele und für das Wochenende Aufräumen verordnet habe.
    – Noch einmal Zimmer und Bett minutiös durchsuchen
    – Brille finden
    – feststellen, dass Kind 3 die ganze Zeit träumend im Bad saß
    – 2. Schluck Kaffee trinken
    – Kind 3 überrascht mit der Info, dass die Bücher bis heute eingebunden in die Schule gebracht werden müssen
    – roter BEREICH!
    – 3. Schluck Kaffee
    – Kind 3 ist mittlerweile zu spät für die Bahn
    – Kind 3 kommt mit einem Zettel, was für die Arbeitsmaterialen zu zahlen ist und meint, das müsste es heute, nach Fächer getrennt, mit zur Schule bringen
    – HOCHROTER BEREICH!
    4. Schluck Kaffee…

    to be continued…

    Ich habe herzlich gelacht, denn genau diese Szenen spielen sich hier quasi fast jeden Morgen sehr ähnlich ab. Hier ist es statt der Brille der Turnbeutel oder Ähnliches, aber sonst … GANZ! GENAU! SO!

    Ich hatte Else gefragt ob wir die Reichweite des Blogs nicht auch nutzen könnten um auf eines Ihrer Projekte aufmerksam zu machen. Da sie aber alles im privaten Rahmen macht und keine Organisation ist, möchte sie lieber auf www.sea-eye.org aufmerksam machen und zu Spenden für diese tolle Hilfsorganisation aufmerksam machen. Wer also wie sie helfen möchte kann hier (Website) oder hier (Facebook) gerne spenden.

    In diesem Sinne: Möchtest Du auch mal was loswerden? Welche Geschichte muss unbedingt mal an die Öffentlichkeit? Schreib mir an simone[at]meinlebenals.de, ich veröffentliche gerne auch anonym!

  • Warum ich meine Kinder nicht vor allem schütze!

    Warum ich meine Kinder nicht vor allem schütze!

    Ich bin absolut keine Helikopter-Mama! Ich betüdel nicht, ich glucke kaum und ich kontrolliere gar nicht. Meine Kinder werden zur absoluten Selbständigkeit erzogen. Ich kreise nie um sie herum. Ich schütze sie nicht vor Gefahren, schlechten Erfahrungen oder sonstigem Übel. Zumindest heute nicht mehr. Sie haben natürlich gelernt das Straßenverkehr, große Höhen und Gift gefährlich sind. Aber ansonsten müssen sie Ihre Erfahrungen selber machen. Und natürlich bin ich da wenn sie Fragen haben und nicht weiterkommen, aber Niemals würde ich Ihnen das Handeln abnehmen. Auch verbiete ich Ihnen selten etwas auszuprobieren weil es „sowieso nicht geht“. Es gibt höchstens Tipps wie ich es machen würde.

    Was ist eigentlich das Gegenteil der Helikopter-Mutter? Die U-Boot-Mama?

    Nun sind alle drei Kinder in der Schule. Dort treffen sie auf alle möglichen Lehrer aber auch auf alle möglichen Schüler. Diese Mitschüler sind teilweise gut erzogen. Sie sind teilweise höflich, teilweise sehr nett. Mit nett meine ich nicht nur, dass sie freundlich sind, sondern dass sie sozial und zwischenmenschlich „zu gebrauchen“ sind.

    Die Kinder die ich als nett bezeichne, haben gelernt im Umgang mit Mitmenschen Rücksicht zu nehmen. Leider gibt es aber immer mehr Mitschüler, die aus der Art schlagen. Immer öfter treffen meine Kinder in den Schulen auf Kinder die Konflikte nicht verbal lösen können, sondern gleich los schlagen. Immer öfter erlebe ich es auch, dass Eltern ihre Kinder vor Mitmenschen dieser Art schützen wollen, indem sie einen Schulwechsel, einen Klassenwechsel oder sogar einen Umzug bei solchen Problemen in Erwägung ziehen. Vorher gibt es natürlich Beschwerden an den Klassenleiter, an den Elternrat und das große Geläster im Hintergrund. Meiner Meinung nach ist es wie unterlassene Hilfeleistung. Es ist die fehlende Erziehung, die fehlenden Grenzen, dieser Kinder die von Lehrern nicht aufgefangen werden kann. Das aber glaubt die Gesellschaft leider zu oft. Das ist aber ein anderes Thema. Das führt jetzt hier zu weit.

    Ich schütze meine Kinder bewusst nicht vor diesen Mitmenschen

    Und zwar weil sie den Rest ihres Lebens auf diese Art Menschen treffen. Sie werden später mit Kollegen dieser Art klarkommen müssen. Und wann sollen Sie diesen Umgang lernen wenn nicht schon in der Kindheit & Schule.

    Und nun zahlt es sich aus!

    Die Teenager Tochter macht gerade genau diese Erfahrung. Im Dezember wird es ein Schulpraktikum geben. Hierfür sucht sie derzeit eine Praktikumsstelle. Da sie Tierärztin werden möchte, kam ihr der Tierarzt in unserer Straße sehr gelegen. Sie ging in die Praxis und fragte nach der Möglichkeit ein Praktikum zu machen. Man fragte nach dem Datum, klärte ob es möglich ist, gab eine mündliche Zusage und die Bitte eine formlose E-Mail mit dem Datum zuzusenden. Sie schrieb die Mail mit den wichtigsten Daten und der Frage wann ein Termin für die Unterschrift des Schulformulares möglich wäre. Sie wartete. Aber auch nach mehreren Wochen kam keine Antwort. Ich riet ihr sich in der Praxis zu erkundigen, ob die E-Mail angekommen ist. Man vertröstete sie, und sie wartete weiter.

    Nach den Ferien nun ging sie erneut in die Praxis und erkundigt sich. Nun wusste plötzlich niemand mehr etwas. Sie solle zwischen 10:00 und 11:00 Uhr den Arzt anrufen. Da sie zu dieser Zeit natürlich in der Schule ist habe ich das ausnahmsweise für sie übernommen.

    Ich wurde direkt angeschnauzt, dass unsere Tochter nicht in Ihrer Planung steht. Ich wies höflich auf die E-Mail hin und die Aussage die sie Anfangs erfahren hatte. Gleich wurde ich wieder angemacht, ich müsste gar nicht so komisch fragen. Ich versuchte es erneut ruhig zu schildern, dass sie gebeten wurde eine E-Mail zu schicken und dass wir lediglich auf diese keine Antwort erhalten haben. Schnippische Antwort: „Dann muss ich den Doktor noch mal fragen ob er was bekommen hat. Der meldet sich dann. Aber so unfreundlich wie ihre Tochter gestern war, möchten wir sie sowieso nicht.“

    Ich legte sehr irritiert auf und bin sprachlos, was sehr sehr selten vorkommt. Nachmittags riet ich der TT sich eine andere Praktikumsstelle zu suchen, da sie mit dieser „Person“ sonst vermutlich die 2 Wochen zusammenarbeiten müsse. Doch nachdem am späten Nachmittag eine Kollegin aus der Arztpraxis anrief und sich für alles entschuldigte ging sie hin und kam mit unterschriebenem Vertrag zurück. Sie will trotzdem da hin, weil „Mama, die schlecht gelaunten Leute gibt es doch überall, oder?“

    In diesem Sinne: Vielleicht hab ich ja doch alles richtig gemacht.

     

  • Mütter, von Auslauf-Modellen umzingelt!

    Mütter, von Auslauf-Modellen umzingelt!

    Auslaufmodelle

    Diesen Text habe ich schon vor 3 Jahren geschrieben und heute wiederentdeckt. Viel Spaß beim lesen! 🙂

    Bei mir ist eine dicke Erkältung im Anmarsch und ich habe beschlossen mich heute einfach mal auszuruhen um vielleicht verhindern zu können, dass ich mich den Rest der Woche mit Kopf-und-Glieder-und-so durch mein Leben schleppe! Aber kaum hatte ich das verkündet, nahm prompt mal wieder das Schicksal seinen Lauf!

    Obwohl … erst einmal war die restliche Familie so lieb mir nicht nur den Sonntagskaffee ans Bett zu bringen, sondern gleich das ganze Frühstück! *kurzfreu* Leider blieben sie direkt Alle bei mir um mit mir im Bett zu frühstücken! *hmpf* Na gut dachte ich, wenn wir damit fertig sind verschwinden sie alle und ich kann etwas Augenpflege betreiben und die müden Lider einfach senken! *träum*

    Aber denkst´e! *böseguck* Auf dem Weg zum stillen Örtchen kam ich am Wäschebad vorbei, aus dem mich demonstrativ-synchron-blinkend die Waschmaschine und der Trockner daran erinnerten das ich a) gestern Abend vergessen habe sie auszuräumen und b) die nasse Wäsche nun mal dringend umgeräumt, bzw. aufgehängt werden müsste! Bei näherem Hinsehen musste ich dann leider auch noch feststellen das vor der Waschmaschine eine Flüssigwaschmittel-Pfütze angetrocknet war und vom Bullaugenfenster abwärts eine schmierige blaue Spur verlief! *staun* O.k. eins nach dem Anderen! Erst das Örtchen, dann das Frühstück, dann die Wäsche!

    Als ich ins Bett zurück schlüpfe lande ich auf Krümelgebirgsketten die sich durch mein Bett ziehen, entdecke einen Kakao-See auf dem Fußboden und die letzten Spuren vom Nutella-Brot sind mitten auf der frisch bezogenen Bettdecke. Ich muss nicht erwähnen, dass wir Frühstück im Bett NIE machen wenn das Bett eh demnächst neu bezogen werden muss, sondern IMMER wenn es frisch bezogen ist, oder?

    Na gut, dann eben doch aufstehen, anziehen, Wäsche machen! *augenroll* Und die Herren unter uns hätten da ja auch noch den klitzekleinen Wunsch, ob ich vielleicht, eventuell, nur ganz kurz, mal schnell die Haare schneiden könnte! O.k., bin ja eh jetzt wach und auf!

    Also das übliche Morgenritual mit den diversen Bürsten für Zähne & Haare, anschließend Schafe scheren und dann mal ran an die Wäsche! Trockner aus- und Waschmaschine umräumen ohne die Pfütze zu treffen. Dann Pfütze wegmachen um mich anschließend fragen warum ich das nicht zuerst gemacht habe. Aufstehen und schwindlig werden. Ignorieren und weitermachen! Wo zum Teufel kommt das Waschmittel her? Ich habe eine Maschine mit integriertem Flüssigwaschmittel-Tank in der Schublade die das dann selber dosiert und so. Bevor ich den Kundendienst rufe lasse ich aus beiden Tanks nun erst mal das Waschmittel ab, wovon die Hälfte natürlich wieder auf dem Boden landet. *augenroll* Ich wasche die Tanks aus und gucke dann eben heute Nachmittag nach dem trocknen, ob es nur an meiner unterlassenen Pflegeleistung lag. Die Schublade soll nämlich laut Pflegerubrik in der Gebrauchsanweisung regelmäßig gereinigt werden, und ich habe es heute zum ersten Mal gemacht und ich verrate Euch NICHT wie lange die schon für uns tätig ist! *frechgrins*Frü

    Und wie immer in diesem Raum läuft mein Blogger-Hirn auf Hochtouren und mir wird klar, dass ich nur noch von AUSLAUF-Modellen umgeben bin! Letzte Woche lief Wasser aus dem Trockner (laut meinem mir angetrauten Maschinenbauingenieur pflege ich auch dieses maschinelle Hilfsmittel viel zu wenig!), die Nase unseres Sohnes läuft seit einer Woche und auch aus unserem Toiletten-Trainings-Kind läuft ab und an noch was aus!

    Bin ja mal gespannt was ich nächste Woche wischen darf!

    Apropos *schreck* der Kakao-See trocknet grad im Laminat fest!

    Und vom Zustand der Küche nachdem die von wilden Frühstücksmachern überfallen wurde werde ich mich auch noch überzeugen müssen!

    Ach, wär ich doch im Bett geblieben! *seufz*

    Ich verschwinde jetzt ohne Umweg über die Küche im Bad und lasse mir eine Wanne ein! *fröhlichwink*

    In diesem Sinne: Was läuft bei Dir so?

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