Schlagwort: nie wieder

  • Der Backofen, meine persönliche Never Ending Story!

    Der Backofen, meine persönliche Never Ending Story!

    Erinnerst du Dich an meinen Backofen?

    Ja, der der sich bei der Pyrolyse immer selber zerstört! (hier geht’s zum Bericht!)

    Ich habe vor 2 Wochen doch tatsächlich wieder eine Pyrolyse gewagt. Und was soll ich sagen … er hat sich wieder zerstört. Es war WIEDER alles voller fettiger Asche und es ist WIEDER das gesamte Fett von den Schienen verbrannt. Es sind WIEDER alle Sensoren defekt und er ist WIEDER nicht sauber geworden! 🙁

    20161015_174604

    Der Kundendienst hat mich WIEDER vertrösten wollen und der „kompetente Vorgesetzte“, den ich dann wütend verlangt habe, hat WIEDER einen Austausch vorgeschlagen. Mir reicht´s aber, ich verlange nun die Rücknahme!

    In diesem Sinne: Das war unser letztes Gerät von Bosch in diesem Hause! 🙁

  • Manchmal könnte ich ECHT im Dreieck KOTZEN! … ANTI-WERBUNG!!!

    Manchmal könnte ich ECHT im Dreieck KOTZEN! … ANTI-WERBUNG!!!

    Seit Wochen freue ich mich auf ein Wochenende! Ein Mama-ist-allein-unterwegs-Wochenende. Meine Freundin in NRW wurde 50 und die Blogger NRW´s treffen sich in Wuppertal! Und ich alleine mittendrin!

    Irgendwas hielt mich aber immer wieder davon ab einen Flug zu buchen. Und gut, dass ich auf mein Bauchgefühl vertraue, denn 2 Wochen vorher kam der GötterGatte mit der Hiobsbotschaft: „Ich bin in der Woche bis Freitags auf Geschäftsreise und lande erst um 20:00 Uhr in Dresden.“
    Und da wir den FlugSCHEISS mit verspäteten Flügen und verpassten Anschlussflügen bereits kennen, war mir das Risiko zu hoch, dass ich wegfliege und der GG vielleicht noch oder (schlimmer) gar nicht wieder da ist. Ein paar Stunden sind die Kids ja mal alleine, aber nicht über Nacht! Denn wenn der Anschlussflieger nicht wartet, heißt das Layover am Umstiegsflughafen = Übernachtung und den nächsten Flieger am nächsten Morgen nehmen. Wäre ja nicht das erste Mal. *augenroll*

    Es wurde dann zwar nur eine Verspätung am Freitag Abend, aber ich kam trotzdem nicht weg und hatte für mich sowieso schon alles abgeblasen! *hmpf*

    Da ich das ja geahnt hatte, hab ich bei Fleurop einen Geburtstagsgruß bestellt. Total Süß! Eine Sonnenblume im Karton, mit einem Geburtstag-Gugl-Küchlein und eine Kerze mit Streichhölzern.
    Bestelldatum und Bestätigung der Lieferung: Mittwoch, 21.9.
    Bestätigtes Lieferdatum: Samstag, 24.9.

    20160926_153300

    Samstag

    Ich war schon gespannt auf den Danke-Anruf!

    Der kam allerdings nichts. Na gut … das ist Ihr Geburtstag und der Tag der Party, da hat sie echt anderes zu tun. Sie wird sich morgen melden. Oder sollte ich einfach mal anrufen? Nein, lieber nicht, wenn die Überraschung noch nicht da ist, dann verplapper ich mich garantiert und das wäre so schade! *hibbel*

    Sonntag

    Wieder kein Anruf! Na ja … sie werden müde sein von der Party und aufräumen müssen sie ja auch noch!

    Oder ist es nicht zugestellt worden? *zweifel* Oh Gott, dann hätte ich doch wenigsten anrufen müssen. So glaubt sie doch sonst ich hätte den Geburtstag vergessen! *haarerauf*

    Montag

    Im Mail-Postfach ist Morgens die Rechnung von Fleurop. *erleichtertseufz* Dann ist es auch zugestellt worden. *freu*

    Am Nachmittag aber dann der Schock! Eine E-Mail von DHL: „Guten Tag, leider konnten wir Ihr Paket nicht persönlich übergeben. Es wird für Sie in der Postfiliale hinterlegt.“ … HÄ? … Der DHL-Mann war doch heute schon hier und hat mich angetroffen! Beim Blick in die Details dann aber … *klick* … es geht um die Blumen. Beim genaueren Blick in die Details: Die haben am Samstag nicht mal versucht sie zuzustellen! *herzkurzstehenbleib*

    20160926_152557

    DAS IST NICHT EUER ERNST!!!!

    Ich suche wütend nach einer Hotline-Nummer und greife zum Hörer!

    „Wenn sie Kunde sind drücken sie bitte die 1“ ich drücke wütend die 1!
    „Für eine Bestellung drücken Sie bitte die 1, für eine Reklamation drücken Sie bitte die 2!“ … ich muss jetzt nicht extra erwähnen was ich gedrückt habe, oder?

    Wenn die mit diesen Wartezeiten bezwecken wollen, dass man sich in der Zwischenzeit schon mal abregt, FALSCH GEDACHT! *meinewutwirdimmerschlimmer*

    Ich reiße mich sehr zusammen die Mitarbeiterin, die dann irgendwann ans Telefon geht, nicht gleich völlig zusammenzubrüllen. WIRKLICH SEHR! Ich melde mich betont freundlich und schildere ruhig wann ich bestellt habe, was mir schriftlich bestätigt wurde und das DHL es nicht mal versucht hat es am Samstag zuzustellen. (Wie auch wenn es gegen 15:30 Uhr erst übergeben wurde!)
    Sie sagt mir völlig gestresst, das sie für Fehler des Dienstleisters ja nix könnten und das ich dann eben Lieferung per Fleurop auswählen müsste und nicht DHL! Genau die Wahl hatte ich aber gar nicht! 🙁  „Doch das kann man auswählen!“ bekomme ich eine schnippische Antwort!

    O.k.! Schlecht geschulte Mitarbeiter an Hotlines kann ich als ehemalige Verkaufsleiterin ja mal gar nicht ab! Also bekommt sie doch die volle Breitseite schlechter Laune.
    „ICH HABE VON IHNEN DEN 24.9. BESTÄTIGT BEKOMMEN!“ – – – „Aber wir können doch nichts dafür was der Dienstleister macht!“ – – – „NEIN, aber SIE haben mir den 24.9. bestätigt, also gehe ich doch davon aus, dass es auch am 24. klappt. Und wenn SIE mir das schriftlich bestätigen, dann ist das auch IHRE Verantwortung! Ich werde mich nun nicht an DHL wenden!“ – – – „Ich gebe das mal so weiter und dann werden wir Ihnen sicherlich den Betrag erstatten!“ – – – „Und wie entschuldige ich mich jetzt bei meiner Freundin, die Ihre Geburtstagsüberraschung nun morgen 1. selber abholen und 2. auch noch verwelkt bekommt. Das ist ja jetzt dann 5 Tage lang ohne Licht im Karton!“ – – – „Ich gebe das so weiter!“

    SPITZEN-KUNDENDIENST *ironieoff*

    Ich gehe auf die Homepage und starte den Bestellvorgang des Arrangements direkt nochmal! Um festzustellen das man NICHT die Wahl hat zwischen den Lieferdiensten! *brummel*

    Keine 10 Minuten später, in denen ich krampfhaft überlege, mich sofort bei meiner Freundin zu entschuldigen oder erstmal abzuwarten ob sie vielleicht heute schon zur Post geht, erhalte ich eine Mail von Fleurop:

    „….. Bei Produkten, die mit dem Hinweis „Lieferung durch DHL“ gekennzeichnet sind, kann die Lieferzeit nicht beeinflusst werden. …… Für die entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung und hoffen Sie bald wieder als Kunden begrüßen zu dürfen. ….. “

    Da platzt mir dann leider vollends der Kragen! Denn DAS sollte man vielleicht VORHER schon den Kunden während des Online-Bestellvorgangs mitteilen. Ich dachte, dass Fleurop nur noch per DHL ausliefert, UND, das bei den Preisen eine garantierte Lieferung inklusive ist!

    Meine Antwort:
    20160926_161102

    Und nun bin ich SO wütend, dass ich nicht in der Lage bin meine Freundin anzurufen um Ihr vernünftig zu erklären, warum ich am Samstag nicht zu Ihrem Geburtstag angerufen habe. Ich werde diesen Blog-Artikel nun veröffentlichen und Ihr den schicken, in der Hoffnung, dass sie mich versteht und mir verzeiht.

    BITTE!!! *ganzliebguck*

    UND, ich kann jedem nur raten: Bestellt NIEMALS was bei einem Blumenlieferanten, der per DHL liefert.

    In diesem Sinne: DANKE FLEUROP!!! *wütendaufstampf*

  • Noch sonne´ Anreise und ich bin reif für die Klapse! … oder … Warum immer ich???

    Noch sonne´ Anreise und ich bin reif für die Klapse! … oder … Warum immer ich???

    Da war er wieder, einer DIESER Tage! *hmpf* …Wenn ein Urlaub SO anfängt! *aufreg*

    Aber von Anfang an! An einem Ferien-Mittwochmorgen starte ich mit 3 Kids alleine in die Ferien, weil die Flüge am Mittwoch sehr viel günstiger waren. Der Urlaub des Göttergatten beginnt erst am Samstag, der kommt dann nach!

    Ausgerechnet hatte ich mir: 10:00 Uhr Abflug Berlin-Tegel, also 08:00 Uhr am Parkplatz in Berlin, also eine Stunde Puffer für Stau & sonstige unvorhersehbare Ereignisse, also 06:00 Uhr Abfahrt in Dresden.

    So weit, so gut!

    Anreise Berlin

    05:56 Uhr – Wir sitzen alle vier angeschnallt im Auto, kein Streit, kein Gezicke, Frühstück ist an Bord und alles Andere auch. Ich denke mir: Hä, dat war aber nu´ einfach! Muss die Vorfreude sein. Selbst der fiese Regen hat mich beim Koffer ins Auto wuchten nicht gestört. *staun*

    06:02 Uhr – Auf der Autobahn wird mir schlagartig klar, dass es schneeregnet, draußen nur 0,5°C sind und wir auf Sommerreifen rumrutschen. *innerlichaugenroll* Ich hab ja an vieles gedacht, aber nicht, dass ich Mitte Oktober Winterreifen brauche. Also heißt es vorsichtig fahren! Schade eigentlich, ich dachte ich könnte noch ein bisschen Zeit rausfahren für den Berufsverkehr in Berlin.

    06:25 Uhr – Wir sind an Dresden vorbei und der Regen bleibt, aber ohne Schnee! Das Navi kennt bei Eingabe von Berlin nur Berlin-Mitte. *ärger* Und die Postleitzahl des Parkplatzanbieters ist … NATÜRLICH! … im Kofferraum! *brummel* Das Pubertier erinnert sich aber an die Lage der Straße in der Nähe des Flughafens und der Flughafen sagt dem Navi was! *erleichtertseufz*

    06:35 Uhr – Die beiden Kleenen frühstücken hinten und ich bin ruhig, denn das Navi sagt Ankunft um 08:05 Uhr an.

    07:03 Uhr – Wir kommen gut durch und der Regen wird weniger.

    07:13 Uhr – Der Regen hört auf und die Autobahn ist leer, es gibt ausnahmsweise mal weder Baustelle, noch Geschwindigkeitsbegrenzung. Ich geb´ Gummi! Dem Pubertier ist schlecht! Nein, natürlich nicht wegen meiner Fahrweise! Ehre eine Mischung aus Reiseübelkeit (trotz Globuli) und Flugangst.

    07:38 Uhr – der Berliner Berufsverkehr hat uns in seinen Klauen, aber es rollt!

    07:46 Uhr – wir nähern uns dem Ziel, stecken aber im Stopp & Go auf der Stadtautobahn. Ich beruhige mich selber mit dem Mantra: Wir schaffen das, wir schaffen das, wir schaffen das.

    08:02 Uhr – Ampel vor dem Flughafen. Weiter mit dem Mantra: es reicht wenn wir in einer Stunde einchecken, es reicht wenn wir in einer Stunde einchecken, nur noch das Auto parken und den Shuttle nutzen.

    Am Flughafen-Parkplatz mit Shuttle

    08:11 Uhr – nach vielen roten Ampeln stehen wir in der Warteschlange am Parkplatz, ich bin noch recht ruhig, denn wir müssen ja „NUR“ noch zum Flughafen gebracht werden.

    08:16 Uhr – werde ich angewiesen wo das Gepäck hinkommt.

    08:20 Uhr – darf ich endlich bezahlen und soll warten bis man mir einen Parkplatz zuweist. Ich weise meinerseits nett darauf hin, dass es dann für uns bald eng wird. -> „Ja, ja dit passt schon junge Frau!“

    08:35 Uhr – haben wir endlich einen Parkplatz und warten in welchen Shuttle wir einsteigen sollen. Etwas unkoordiniert die janze Sache, wa?

    08:40 Uhr – Auf Nachfragen: „Dit jeht jleich los!“ – Mmmmmhhhh, unser Flieger auch! *unjeduldischwerd* Wieso denkt ma eegentlich automatisch berlinerisch wemma in Bärlin is?

    08:48 Uhr – hat endlich einer ´ne Liste und fragt nach unserm Namen, … „ach so, na denn ma´ rinn hier!“ Autoschlüssel wird jesucht. „Sven, wer kommt´n ´nu noch mit?“ *ichkriegpuls*

    08:56 Uhr – kurven wir auf dem Parkplatz herum um die zweite Familie für den Shuttle zu suchen. Anstatt eine von den 5 anderen vorne Wartenden zu nehmen. Jetzt wird mir langsam auch schlecht.

    09:08 Uhr – sind wa endlich aufm Damm Richtung Tegel. Und stehen … NATÜRLICH … prompt im Stau! Dass ich schon seit 30 Minuten aufs Klo muss hab ich zwischenzeitlich vergessen.

    09:11 Uhr – Ampelschaltung mit 3 Autos pro Grünphase. Ich glaub ich muss mich übergeben! Die Kinder werden vorsorglich von mir angewiesen: „Wir bleiben zusammen, wir müssen uns gleich ECHT beeilen, Jeder nimmt seinen Koffer, Ihr stellt Euch an, ich geh schnell aufs Klo. Nebenbei google ich den Terminal und befrage den „freundlichen“ Fahrer.

    09:15 Uhr – noch 8 Autos vor uns. *ichhabschweiß* Ich öffne lieber den Knopf der Hose, sonst garantiere ich hier gleich für nix mehr. Ich könnte AUSRASTEN! Das Pubertier wird von einer Welle Flugangst erfasst. Ich reiße mich zusammen und halte die Hand.

    09:20 Uhr – noch 5 Autos vor uns. Fahrer: „Also ick darf nur vor A halten, abba dit ist hier auch nich Londn, oder so´n Riesnflughafn. Dit jeht hier schon schnell.“

    09:25 Uhr – noch 2 Autos vor uns. Jetzt googlet auch der Fahrer. „Hörnsema, da jibbet jarkeen Flug um 10:00 nach Alicante!“ … DAS *hysterischinnerlichkreisch* is jenau dit wat isch nu´ma jragd JARNICH hörn´wollt! *einatmenausatmeneinatmenausatmen*

    09:30 Uhr – vor uns hält ein Taxi MITTEN auf der Flughafenvorfahrt und mein Fahrer hupt sich tot. Laut meinem Boardingpass (ich hab vor 24 Stunden natürlich online eingecheckt) steht das wir JETZT boarding haben. *ichhabdoppeltpuls*

    09:32 Uhr – aussteigen, Sonnenschein schnell vor Überfahren von Taxifahrern retten, die Mitfahrer ziehen sich dezent zurück, wir bekommen unsere Koffer rausgeschmissen und ich habe keine Ahnung wo ein höfliches Dankeschön aus meinen Mund für den Fahrer herkommt. Gute Erziehung, ist und bleibt vermutlich gute Erziehung. Danke, Mama! :-*

    09:33 Uhr – schmeiße mich und den größten Koffer vor das nächste Taxi und scheuche meine Bande über die Straße

    Im Flughafen

    09:34 Uhr – rase ich zum nächstbesten freien Schalter im Terminal A der Fluggesellschaft und frage wo Alicante eincheckt. Der gelangweilte Mitarbeiter fällt fast vom Stuhl. Antwort: „In C!“ – kein Kommentar, wir rasen los! Sofern man in diesem völlig überlaufenen Flughafen von rasen sprechen kann.

    09:36 Uhr – kommt eine Tür Richtung C, hinaus aus dem Gebäude also! AHA! „Is ja nich so wie in Londn, wa?“ *innerlichplatztmirdiehutschnur* Äußerlich nur der Reißverschluss. SCHEISSE!!!! Der Knopf ist ja noch offen. *schreck* Wir rennen, wir sind noch alle zusammen und meine Hose rutscht.

    09:37 Uhr – Wir rennen über einen Baustellen-Tunnel. Kennst du auch solche Alpträume wo man rennt und rennt und rennt und nicht wirklich ankommt! Und man dann merkt, dass man vergessen hat eine Hose anzuziehen? L SO fühle ich mich gerade, denn SCHEISSE meine Hose rutscht bedenklich Richtung Hintern! *innerlichkreisch* Gut das ich eine lange Regenjacke anhabe.

    09:38 Uhr Die Kinder sind schneller als ich und wir erreichen einen Aufzug. Die Kinder haben schon gedrückt. Aber mit 4 Koffern wäre meine Entscheidung auch FÜR den Aufzug und GEGEN die Treppe ausgefallen.

    09:40 Uhr – im Aufzug ziehe ich die Hose hoch, mache sie zu, merke mal wieder kurz, dass ich ja eigentlich aufs Klo muss und höre die Menschen hinter uns murmeln „Na die habens ja eilig!“

    09:42 Uhr – rasen wir zu den Schaltern, im Aufzug habe ich aber schnell geguckt, wir müssen zu C34 und hier ist alles nur C76 und so. UND hier warten gefühlte komplette 3 Maschinen auf Abfertigung. Also rasen wir weiter, vorbei an 3 Cafes und den Toiletten, und jeder Menge gaffender Leute und stellen uns bei C34 an. Ohne auf die Anzeige zu gucken fragen wir ob wir schnell vordürfen. Wir dürfen.

    09:43 Uhr – Am Schalter: „Nein, da müssen sie zu C76, hier ist gar nicht Ihr Flug!“ *herzinhose* Wieder zurück? *panischguck* – Also alle wieder zurück!

    09:44 Uhr – Am Sperrgepäckschalter der Fluggesellschaft presche ich an den wartenden Horden vorbei, von der Seite an den erstbesten Schalter! „BITTE können sie unser Gepäck schnell für Alicante einchecken?“ – geklipper auf der Tastatur – ein freundliches Lächeln – „Tut mir leid, der ist schon zu!“ – „WAS? NEIN? DAS GEHT DOCH NICHT!“ – „Doch, sie sind zu spät!“

    09:45 Uhr – ich fasel hysterisch was von dem doofen Parkshuttle, dem falschen Terminal, dem falschen Schalter und sie guckt zu dem Kollegen von Sperrgepäck … „Kann ich noch für Alicante?“ – Er: „Dit is zu! Oder…?“ – Ich gucke gaaaaaaaaaaaaaaanz lieb! – Sie nochmal: „Genehmigt?“ – Er: „Hä?“ – Sie: „Kann ich Alicante noch?“ – Er: nickt!

    Ich vermute wir haben zu VIERT wie bei einem Tennismatch hin und her geguckt, aber ich erinnere mich ehrlich gesagt nicht. Beim Nicken hätte ich mich am liebsten dann wie so´n Tennisspieler mit Siegerfaust auf die Knie geschmissen, ABER … wir haben ja schließlich noch die Security vor uns. Also freue ich mich lieber nicht zu früh und reiße mich weiterhin zusammen.

    09:48 Uhr – wir rasen zur Security, immer schön unter der Zickzack-Absperrung durch, um den Trödelnasen zuvorzukommen. Freundlich lächelnd erkläre ich immer wieder, dass wir schon aufgerufen sind und so lassen uns alle am Band auch direkt vor!

    09:50 Uhr – haben wir alle Jacken & Gürtel aus, alle Taschen in Boxen und gehen einzeln durch den Rahmen

    09:52 Uhr – will der Zöllner in den Rucksack des Spanienkindes gucken *atemanhalt* – alles o.k. *aufatmen*

    09:53 Uhr – will der Zöllner in meine Tasche gucken *scharfwiedereinatmen* und schickt die, nachdem ich die Tablets entfernt habe nochmal durch die Maschine *gezwungenruhigatmen* ich frag schon mal wo C34 ist, das ist nämlich das Gate und nicht der Schalter gewesen, was ich gelesen hatte.

    09:55 Uhr – rasen wir zum Gate, alles irgendwie unterm Arm und das erste ist C67, also noch 23 to go, ich drängel alle nochmal zur Eile, als das Pubertier ruft: „Mama, hier steht aber Alicante!“ – ich halte an (im Comic hätten jetzt Reifen gequietscht), schreie den anderen Beiden ein saftiges STOP hinterher und … TATSACHE, da steht unser Flug, am allerersten Gate, und was soll ich sagen, 5 Minuten vor geplantem Abflug stehen noch ALLE Passagiere in der Reihe und warten auf Einlass.

    Ich lasse erleichtert alles fallen, sammel meine Lieben um mich, bin den Tränen nahe und kann nicht glauben dass wir es geschafft haben. PROMPT meldet sich meine Blase und der Sonnenschein fängt auch an mit Mama-ich-muss-mal! Die Großen bekommen die Aufsicht fürs Handgepäck und wir verschwinden schnell. Ich bin schwindlig erleichtert und als ich zurück komme bricht das flugängstliche Pubertier in meinem Armen zusammen. Nun wird mir klar was das gerade für ein Film war.

    NORMALERWEISE am Flughafen (wenn wir Zeit zum Koffer einchecken haben) geht in den ersten 10 Minuten ein Kind verloren weil es irgendwas guckt und nicht bei uns bleibt, fällt MINDESTENS ein Kind über seinen Koffer/seine Füße/andere Kinder, stirbt Einer vor Hunger, diskutiert mindestens Einer wer denn nun welchen Koffer ziehen darf, etc.

    HEUTE, habe ich trotz Raserei -> Keinen verloren, Keiner ist hingefallen, kein Koffer hat sich beim Ziehen verdreht, kein Schuh wurde verloren, Keiner ist verhungert, Jeder hat sich super gekümmert und durchgehalten, mitgemacht, einfach funktioniert! In diesem Sinne: Ich bin SEHR stolz auf meine Süßen! Wenn es darauf ankommt ist eben DOCH Verlass auf Alle!

    P.S.: Vom Mietwagen, den wir dann nach Ankunft NICHT bekommen haben, erzähle ich das nächste Mal! *breitgrins*

Consent Management Platform von Real Cookie Banner