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  • Leserbrief aus Bayern zum Thema Einschulung verschoben!

    Leserbrief aus Bayern zum Thema Einschulung verschoben!

    Mein Artikel über die Rückstellung des Sonnenschein hat superviele Reaktionen hervorgebracht. Unter anderem diesen Leserbrief von S. aus M., den ich Euch nicht vorenthalten möchte! 🙂

    „Was du da letztes Jahr zwecks Zurückstellung erlebt hast, habe ich vor 7 Jahren mit meinem Sohn auch durchstehen müssen… Über dieses Thema könnte ich ein Buch schreiben.
    Um es kurz zu machen: Mir hat damals meine Mutter (sie war Grundschullehrerin) sehr gefehlt und ich habe in dieser schweren Zeit sehr oft an sie gedacht. Was hätte mir Mama denn als Mutter bzw. Oma und als Lehrerin geraten? Und da kam mir immer nur eine Antwort in den Sinn: „Ach Tochter, lieber etwas ältere Kinder in die Schule schicken, als zu junge Kinder.“
    Meine Mutter erzählte mir oft, dass sie es damals zutiefst bereut habe meinen Bruder (Geburtstag Ende Juni) mit knapp 6 viel zu früh eingeschult zu haben. Diesen Fehler hat sie bei mir (Geburtstag Ende Juli) dann nicht wiederholt. Sie erzählte mir auch, dass das ein riesengroßer Unterschied und eine Offenbarung war (Konzentration, Hausaufgaben, Sozialverhalten, usw.). So haben wir unseren Sohn ( Geburtstag August/ Stichtag September) guten Gewissens und mit viel Behördenkram auch erst mit 7 eingeschult! Er hat sehr spät und relativ schlecht gesprochen (mittlerweile alles prima) und die Konzentration war ebenfalls alles andere als gut. Wir haben ihn dann 2 mal in der Woche (Montag und Mittwoch) von 9-12 Uhr in eine Vorschule geschickt und die anderen 3 Tage in den Kindergarten. Das war der goldene Mittelweg und die Vorschule ein Glücksgriff!! In der Vorschule waren zurückgestellte Kinder mit ähnlichen Defiziten und die Therapeuten haben den Kindern spielend in Form von Ergotherapie und mit dem Marburger Konzentrationsprogramm so sehr geholfen. Das war einfach unglaublich! So hatte er sowohl Spielschule als auch Kindergarten. Und er hat die Spielschule geliebt!!!!
    Ich finde Du hast alles richtig gemacht!“

    Daraufhin fragte ich sie ob es in Bayern schwer war ihn zurückstellen zu lassen?

    Ziemlich…
    Es ist hier in Bayern von vielen Faktoren abhängig. Zuerst Schularztuntersuchung.
    Dann musste ich mit ihm zur
    Caritas (Schulspiel, 5!! Stunden lang).
    Dann Bestätigung der Caritas, dass er nicht geeignet ist. Aber mit diesem Bescheid der Caritas ist das so ne Sache. Wenn Rektoren diesen Bescheid lesen, schicken manche Rektoren diese Kinder dann auf eine Sonderschule oder auf ein Schule für schwer erziehbare Kinder oder sie bewilligen die Zurückstellung.
    Je nachdem wie das Kind sich dann in der Schuleinschreibung verhält, heißt es dann also entweder, ein Jahr zurückgestellt oder Sonderschule…. Das entscheidet allein der Rektor.

    Wir hatten mit unserer Rektorin richtig viel Glück!!! (älteres Kaliber und viel Erfahrung, selbst Mutter zweier Söhne, hat die gleiche Erfahrung gemacht wie meine Mutter). Sie sagte immer, das schlimmste in der Grundschule seien junge Jungen. Da klingelten bei mir natürlich beide Ohren! Außerdem kannte sie mich, da ich an der Schule bereits Lesepatin war und sie zudem unseren älteren Sohn sehr mochte. Es gibt aber auch Rektoren (Nachbarort z.B.) die stellen grundsätzlich nicht zurück. Da mussten dann zu früh eingeschulte Kinder die 1. Klasse wiederholen!!!!
    Als ich den Bescheid hatte, dass unser Sohn ein Jahr später eingeschult wird, habe ich erst einmal ne Flasche Prosecco aufgemacht! 
    Dann aber kam das Problem mit dem Kindergarten!
    Die wollten ihn nicht 2 Tage in der Woche zur Vorschule gehen lassen (wegen irgendwelcher Richtlinien) die sagten dann entweder 5 Tage oder gar nicht. Ich wollte gar nicht weniger zahlen, habe sogar das Mittagessen für die 2 ausgelassenen Tage bezahlt. Nach unzähligen Mails, Briefen und vielen Tränen ging es dann doch. Habe alle Instanzen der Stadt München (städtischer Kiga, nie wieder) durchtelefoniert usw. Es war brutal anstrengend, aber es hat sich gelohnt!! Sei froh, dass es bei euch anscheinend leichter war.“
    Vielen Dank an S., dass ich das veröffentlichen durfte! 🙂
    In diesem Sinne: Aus welchem Bundesland kommst du, und hast du auch schon Erfahrungen mit einer Rückstellung gemacht?
  • Leserbrief zum Thema Schultüten

    Leserbrief zum Thema Schultüten

    Auf meinen Schultüten-Beitrag von letzter Woche habe ich sehr viele Kommentare, Mails und Hinweise bekommen! 🙂

    Manche Leser (aus allen Bundesländern) glauben ich übertreibe, manche haben sehr gelacht (auch aus allen Bundesländern) und viele Leser (meistens aus den neuen Bundesländern) bestätigen mir dass es genauso ist.

    Meinen Lieblingskommentar veröffentliche ich Euch jetzt als Leserbrief, denn dadurch habe auch ich noch sehr viel gelernt. Das hätte ich mal als „Zugereiste“ in Sachsen vorher wissen sollen! 🙂

    Anja T. schreibt:
    „Ich verweise gern auf den Wikipedia-Eintrag zur Schultüte https://de.wikipedia.org/wiki/Schult%C3%BCte und dann sollte sich eigentlich keiner mehr wundern, dass gerade in Thüringen und Sachsen die Einschulung ein großes Ereignis für die Kinder und Familien ist. Dort gibt es die Tradition, den Schulanfang zu „versüßen“, nämlich bereits seit 1817. Die westlichen Bundesländer zogen erst nach 1950 wenigstens mit der Schultüte nach.

    Nicht vergessen darf man auch, dass in den östlichen Bundesländern für gewöhnlich KEIN Gottesdienst zum Schulanfang dazugehört (dafür gibts die Feierstunde) und dass in Bayern und etlichen anderen Bundesländern dafür die Kommunion, die es im Osten eher selten gibt, als eben dieses große Brimborium zelebriert wird, wie im Osten die Einschulung.

    Ich selbst wurde vor ziemlich genau 40 Jahren in Jena/Thüringen eingeschult und kann mich heute noch daran erinnern, denn es war toll. Mein Sohn wurde ebenfalls in Thüringen eingeschult und es war toll. Die Schultüte war ein großes Geheimnis, denn auch das gehört zur Tradition (und nein, sie ist, auch wenn sie größer ist als im Westen, nicht nur mit Süßkram gefüllt, sondern mit allem, was in der Schule so gebraucht wird, Malzeug, Sportsachen usw., und das wiegt nunmal). Der Tradition nach bekommen die zukünftigen Schulanfänger bei einem Schulbesuch im Frühjahr vor der Einschulung den Zuckertütenbaum präsentiert, ein Bäumchen voll mit ganz kleinen Schultüten. Die Geschichte dazu ist, dass diese kleinen Tüten nun wachsen müssen bis zum Sommer/Herbst und wenn sie groß genug sind, ist Zeit für die Einschulung. Dann werden sie vom Lehrer „geerntet“ und an die Schulanfänger übergeben.

    So geschehen bei mir und später auch beim Sohn, jedes Kind wurde von der Lehrerin persönlich in der Schule begrüßt und bekam die (von den Eltern heimlich befüllte und heimlich in die Schule geschaffte) Schultüte überreicht. Danach gabs Mittagessen im Lokal mit Eltern, Geschwistern, Großeltern. Danach zu Hause Grillfest mit dem Rest der Familie, Onkel, Tanten, Cousinen. Die engsten Nachbarn brachten kleine Aufmerksamkeiten mit Schulbezug vorbei, ein Buch, ein paar Stifte, nichts großes. Da die Einschulung Samstag war, gab es reichlich Zeit zum Bestaunen und Bespielen des Schultüteninhalts, zum Feiern und länger aufbleiben, und am Montag drauf begann dann „der Ernst des Lebens“.

    Die jüngere Schwester wurde 5 Jahre später in Bayern eingeschult und es war gelinde gesagt ärmlich. Die Schultüte wurde gemeinsam mit dem Kind (soviel zu heimlich) im Kindergarten gebastelt und auch dort zum Kiga-Abschied bereits erstbefüllt. Zur eigentlichen Schuleinführung sollte die dann recycelt werden. Dann 1. Schultag, ein Tag mitten in der Woche, der Papa hatte mit Mühe frei bekommen. Der große Bruder musste selbst in die Schule, denn erster Tag nach den Ferien am Gymnasium, da sollte man allein wegen der Unmengen Organisatorischem besser nicht fehlen. Oma und Opa waren gekommen, weil sie schon Rentner waren, aber der Rest der Familie hätte extra Urlaub nehmen müssen, was dann doch unverhältnismäßig bis unmöglich gewesen wäre. Irgendwann zwischen Frühstück und Aufbruch drückte man der Schulanfängerin die Schultüte in die Hand, die erstmal garkeinen Sinn darin sah, warum sie das Trumm nun erst in die Schule und dann wieder nach Hause schleppen sollte und nicht gleich reinschauen durfte. In der Schule ein unpersönlicher, langweiliger, weil ewig langer, Gottesdienst. Danach alle Schulanfänger in ihre Klassen, ein gemeinsames Lied mit den Eltern, Eltern raus, jetzt ist Unterricht. Keine persönliche Begrüßung, keine Feierstunde, nichts!! Nach einer Stunde Fotosession für die örtliche Presse (Klassenfotos), das wars.

    Zu Hause Mittagessen, der große Sohn kam mit nem Berg Papiere und ner langen Zu-besorgen-am-Besten-bis-gestern-Liste aus der Schule und forderte seinerseits Aufmerksamkeit. Die Schulanfängerin musste Hausaufgaben machen (Schultüte ausmalen ist für ein Kind, was nicht gern malt, keine tolle Hausaufgabe am Einschulungstag). Irgendwann zwischendurch fand sich Zeit, die Schultüte zu leeren, aber richtig Zeit, sie auch zu würdigen, war nicht. Und abends war zeitig Feierabend, denn am nächsten Tag war ja Schule.

    Ich fand es sooo schade. Ich hätte meiner Kleinen auch so sehr gegönnt, wie der große Bruder mal einen Tag gefeiert zu werden und im Mittelpunkt zu stehen, denn es ist nun mal ein großer Schritt, so eine Einschulung. Aber das ist hier leider nicht üblich. Naja, wir haben das Beste drauß gemacht. Die Schultüte zur Einschulung war eine Überraschung, denn ich hatte noch eine neue gebastelt (ich bastle sehr gern, ganz ohne Wettbewerb mit anderen Müttern). Die Schultüte 2x zu befüllen, war mir einfach zuwider und wenns schon keine große Feier geben konnte, wollte ich doch wenigstens nicht auf die strahlenden Augen wegen der Schultüte verzichten. Die Schultüte ist auch das Einzige, an das sich meine Tochter noch erinnern kann, der Rest der Einschulung ist einfach so an ihr vorbeigeplätschert. Beim Sohn ist das anders, der spricht heute noch manchmal von unserer schönen Familienfeier.“

    In diesem Sinne: Vielleicht sollte man beim Wechseln des Bundeslandes einfach einen Zu-Beachten-Ratgeber erhalten. Das würde das Leben echt vereinfachen! 😉

  • Wie erkläre ich es meinem Kinde? #bloggerfuerfluechtlinge #leserbrief

    Wie erkläre ich es meinem Kinde? #bloggerfuerfluechtlinge #leserbrief

    Mich erreichte eine Mail von einer Leserin mit folgendem Text:

    „…ich bin Abonnentin ihres Blogs und verfolge auch das Thema Blogger für Flüchtlinge. Nun ist es so, dass ich letzte Woche zu einem Projekttag in der Schule war – meine Tochter geht dort in die 1.Klasse. Der Zusammenhalt in der Schule ist dort im Großen und Ganzen toll. Jeder kennt jeden. Alle sind hilfsbereit etc. Es sind insgesamt 120 Kinder und die 1. Und 2. Klasse gehen in Flexklassen.

    Nun kam am Freitag das Thema auf, dass der eine Junge aus Bayern kommt, die Kinder meinten dann er müsse englisch können, da dies ja weit weg ist. So weit war das ja noch ganz lustig. Dann kamen aber auch gleich ein paar unschöne Kommentare dass er Ausländer wäre – oder ähnliches. Ich bin dann gleich eingeschritten und habe erklärt das Bayern in Deutschland liegt. Hinterher ging mir das Ganze aber nicht mehr aus dem Kopf und ich denke die Schule sollte mal ein wenig Aufklärung für die Kinder betreiben.

    Nun ist mein Problem, ich habe Google befragt und dachte an einen paar kindgerechte Aufklärungsflyer oder ähnliches. Leider kann ich jedoch nichts finden. Dann musste ich an Ihren Blog denken und dachte, vielleicht haben Sie ja eine Idee, oder kennen einen passenden Link oder ähnliches.

    Ich wohne in einer kleinen Stadt – sehr ländlich – und weiß leider aus Erfahrung, dass viele Eltern / Einwohner eher rechts angehaucht sind. Ich finde die Kinder sollten sich jedoch eine eigene Meinung bilden. Ich habe mit meiner Tochter über das Thema Krieg und Flüchtlinge geredet und wir haben auch etwas für Flüchtlinge an Spielzeug, Malbüchern etc. aussortiert. Eine Bekannte betreut seit kurzem eine pakistanische Familie mit 3 Kindern und denen haben wir die Dinge gegeben.

    Im nächstgrößeren Nachbarort (6 km) gibt es schon allerhand Flüchtlinge aus Syrien, Pakistan etc. und ich fände es wie gesagt schön wenn die Kinder etwas sensibilisiert werden, denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch bei uns Flüchtlinge wohnen und zur Schule gehen werden. Wie gesagt vielleicht haben Sie ja durch die Initiative für Blogger eine Idee was zur Aufklärung helfen würde …“

    An dieser Stelle sage ich schon einmal herzlichen Dank an Anke, die mir erlaubt hat Ihre Mail hier zu veröffentlichen! Da ich mich als Elternrat hier in Sachsen gerade sehr mit dem Thema Bildung & Erziehung beschäftige (worüber ich in nächster Zeit auch noch bloggen werde) kam die Idee mir sehr recht!

    Ich spreche mit meinen Kindern sehr offen über das Thema Flüchtlinge, Flüchtlingshilfe & die Willkommenskultur-Unterschiede in unserer Umgebung. Das Pubertier ist oft entsetzt wie viele Mitschüler die Gegenargumente nachplappern. Das Spanienkind ist interessiert, hat aber nicht viel dazu zu sagen und der Sonnenschein will immer alles an die „Flüchtkinder“ (O-Ton) abgeben.

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    In den letzten Tagen habe ich viel recherchiert im Web, bei anderen Eltern, Erziehern & Lehrern nach- und die Flüchtlingsorganisationen angefragt. Ich werde in diesem Zusammenhang in der Zukunft nun immer wieder zu dem Thema „Kinder, Katastrophen & Kommunikation“ bloggen.

    Gefunden haben Anke und ich inzwischen:

    Das geht mir aber eigentlich noch nicht tief genug. Da handelt es sich meistens um die Erklärungen warum es Flüchtlinge gibt und wie es denen geht, aber diese Flüchtlingswelle die uns seit August erreicht, wird noch viel zu wenig behandelt. Denn da ist es alles noch so weit weg. Nun sind die Flüchtlinge aber zu Tausenden unter uns und wir erleben so viel Hass & Gewalt gegen diese armen Menschen! Ich weiß einfach nicht wie ich meinen Kindern DAS erklären soll, ohne dass sie Angst haben. Wovor auch immer… Ich fühle mich so ohnmächtig, ich kann doch nicht immer und immer wieder nur lapidar sagen, dass es leider auch so viel Dummheit auf dieser Welt gibt.

    Nach vielen Gesprächen mit Erziehern & Lehrern hier in Sachsen, musste ich leider feststellen und einsehen, dass das Thema im Unterricht lieber nicht aktiv aufgenommen wird, denn es gibt leider in den Pausengesprächen unter den Kindern schon so viele asylfeindliche Aussprüche (vermutlich aufgeschnappt & nachgeplappert von Eltern und anderen Erwachsenen aus Ihrer Umgebung), dass es für alle Beteiligten bei solchen Gesprächsthemen eher zu eskalieren droht.

    In diesem Sinne: Sprichst du mit Deinen Kindern darüber? Stellen sie Fragen? Welche Gedanken machen die sich? Wie erklärst Du das Deinen Kindern?

  • … und meine erste Leseranfrage! #kikoLESERBRIEF

    … und meine erste Leseranfrage! #kikoLESERBRIEF

    Letzte Woche ist mir was ganz NEUES passiert! Als Bloggerin „arbeite“ ich ja eigentlich „nur“ um mein armes volles Mama-Hirn zu leeren & sortieren! 😉 Und manchmal frage ich Dich auch nach Deiner Meinung, die mich dann über die verschiedensten Wege erreicht.
    Außerdem versuche ich, Dich hier natürlich davon zu überzeugen, dass ich die Kindergeburtstags-Expertin bin. Und DAS hat wohl nun gefruchtet, denn ich erhielt einen Leserbrief mit einer Frage, die die Mutter nun schon seit Jahren wurmte.

    SITUATION:
    Es geht um einen Geburtstag (damals ca. 2. Klasse) zu dem ein recht aktiver Programmpunkt bei warmem Wetter gehörte. Anschließend ein kleiner Snack und freies Spielen. Das Geburtstagskind besteht auf sein Wunschspiel. Gast 1 mag das gar nicht, spielt jedoch zunächst mit. Gast 2 spielt gar nicht mit und macht was anderes.
    Irgendwann gibt es dann Unstimmigkeiten – die restlichen Gäste möchten auch das Wunschspiel nicht mehr spielen und schlagen Alternativen vor, Geburtstagkind will weiterhin Seins.
    Mutter mischt sich nicht ein, da ja „die Kinder alt genug sind, das selbst zu klären“.
    Gast 1, wird dafür vom Geburstagskind auch beschimpft. Die anderen Gäste spielen daraufhin weiter, obwohl sie keine Lust mehr haben. Gast 1 darf auch bei Gast 2 nicht mitmachen und sagt daher der Mutter bescheid, dass ihm das zu langweilig ist und geht heim (eine Std. vor Schluss). Liebe Simone, Was wäre Deine Meinung als Party-Profi?

    KiKo 4

    MEINE ANTWORT:
    Ich für meinen Teil finde, dass der Einladende der GASTGEBER ist. Und da es sich um Kinder handelt, die sowas wie „anständig Gastgeber zu sein“ vielleicht noch gar nicht kennen, ist meiner Meinung nach die Mutter / der Vater des Geburtstagskindes dann stellvertretend verantwortlich!
    Und als GUTER Gastgeber, sehe ich zu, dass alle Gäste gut versorgt sind und Spaß haben! Natürlich gehe auf die Wünsche des Geburtstagskindes ein und würde natürlich das Wunschspiel zulassen, aber wenn ich merke, dass die ersten Kinder sich langweilen, oder auch gerne dann der Störenfried werden, würde ich versuchen, dass ich in der Situation, dass die „Ausweichmöglichkeit“ auch nicht weiterhilft, bzw. sich nicht zur Beschäftigung aller eignet, das Geburtstagskind davon zu überzeugen, dass dieser Programmpunkt nun beendet und ein anderer gestartet werden sollte. Da bin ich auch eisern und konsequent, und erkläre auch gerne warum wir als „Gastgeber“ so sind. Und bei den bockigen Minuten, die wirklich fast jedes Geburtstagskind zum Schluss hin auf seiner Party üblicher Weise hat, beschäftige ich die Gästeschar mit einem Ersatzspiel (für diesen Moment extra vorab vorbereitet) und kümmere mich kurz intensiv um das kleine Böckchen! 🙂
    Ich sehe es zwar auch so, dass die Kinder in dem Alter Ihr Konflikte selber lösen können sollten, aber es ist mit so vielen Gästen eine Ausnahmesituation und auf einer Party liegen nach so einer aufregenden gemeinsamen Zeit nun mal auch bei Kindern schon mal die Nerven blank, und es kommt zu Reibereien die sich schnell auch aufschaukeln. Und es gibt nun mal leider immer mehr Kinder, die von Haus aus nicht gelernt haben mit Konfliktsituationen klar zu kommen, und daher sollte ich als Gastgeber-Mutter doch ein wenig gegensteuern. Klar kann man auch mal abwarten was sich so entwickelt, aber auf gar keinen Fall würde ich es soweit kommen lassen, das ein Gast die Party vorzeitig verlässt!

    Nun kenne ich allerdings auch nicht das Kind, das die Party verlassen hat. Ich könnte mir auch gut vorstellen, wenn es sich um ein Kind handelt, welches viel Aufmerksamkeit benötigt, dass es vielleicht nicht die ganze Geschichte erzählt, und gegangen ist, weil es nicht mehr im Mittelpunkt stand, oder bemerkt hat, dass das Geburtstagskind im Mittelpunkt steht und nicht er! 😉

    Was meinst DU? Wie würdest Du das sehen?

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