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  • Wochenende in Bildern … #berlin #wib

    Wochenende in Bildern … #berlin #wib

    Wochenende in Bildern! Wochenende in Berlin!!!1!11!!!!

    Ich schaffe es ja nur ein- bis zweimal im Jahr bei der tollen Blogparade „Wochenende in Bildern“ mitzumachen. Die Wochenenden gehören aber nun mal normalerweise der Familie und da möchte ich einfach nicht am PC sitzen.

    Dieses Wochenende war ich aber alleine in Berlin und sitz nun an der Spree am HBF und habe noch eine Stunde Zeit bis mein Zug fährt. 🙂

    Aber von vorne!

    Freitag

    Nach dem üblich morgendlichen Pre-Scool-Chaos habe ich völlig gechillt geduscht, Koffer gepackt und bin mit Bus und Bahn nach Berlin gefahren. Da setzte quasi die Entspannung ein. Im Zug hab ich versucht zu arbeiten, war aber zu vorfreudig auf das Wochenende. Hier mein Eintrag bei Instagram:

    https://instagram.com/p/Bxjvu9MCO2-/

    Mittags in Berlin angekommen bin ich dann mit der S-Bahn nach Wannsee raus zu einem kurzen geschäftlichen Termin. Daraus wurden aber mit Sushi, Kaffee und viel Frauentratsch 4 Stunden. Herzlichen Dank für den grandiosen Start in Wochenende an Gabi von Motherbook.

    Im Zug hatte ich noch bemerkt dass ich nicht nur die Visitenkarten sondern auch alle Ladegeräte vergessen hatte. Auf dem Rückweg in die Stadt hab ich in Charlottenburg also noch schnell die S-Bahn-Fahrt unterbrochen um den gegenüberliegenden Mediamarkt zu überfallen.

    Um dann im Hauptbahnhof auch einen zu entdecken.

    Vorbei an der Charité schnell den Koffer ins Hotel bringen, Zimmer beziehen, zum Italiener um die Ecke um sich mit der Berliner Lieblingsverwandten zu treffen. Locationwechsel in die Berliner Nachtscene und dann schlafen.

    Samstag

    Verkatert mal schnell die Veranstalter per Twitter fragen wann es denn losgeht. Auf der Einladung steht was anderes als im Internet und ich hoffe auf ein halbes Stündchen mehr Schlaf *zwinker*

    Keine Chance, da musste also einfach genug Schminke her um auf der Blogfamilia, DER deutschen Familienblogger-Konferenz, wie ein menschliches Wesen auszusehen.

    Na ja! 😉

    Es geht los! Ich treffe Menschen die ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen habe … und falle Ihnen um den Hals.

    Ich lerne Menschen „in Echt“ kennen, die ich bisher nur online aus den verschiedenen Social-Media-Kanälen kenne … und falle auch denen um den Hals. *schmunzel*

    Sebastian Fitzek hält, direkt nach der Eröffnungsansprache des Vorstandes, die Keynote und nun liebe ich Ihn noch mehr! Anschließend besuche ich den Workshop der Telekom über Kinder in den Sozialen Medien und wie wir Eltern sie am besten begleiten. Mittagspause mit vielen tollen Gesprächen mit Bloggerkollegen, Sponsoren und eventuellen Kooperationspartnern. Vortrag der grandiosen Nicole Staudinger zum Thema Selbstmotivation und ein Workshop von Nina Straßner, bekannter als Juramama, zum Thema Fotos ins Internet stellen ohne im Knast zu landen, Vortrag über gewaltfreie Erziehung mit Nora Imlau und Katja Saalfrank, Preisverleihung für die besten Blogger des Jahres und feuchtfröhlicher Ausklang im Innenhof bei bestem Wetter.

    Zurück im Hotel hab ich dann noch mitten in der Nacht die Goodiebag ausgekippt und beim Fotos des Tages ansehen in Erinnerungen geschwelgt. Es ist der Wahnsinn was man in 12 Stunden alles erleben, hören, fühlen, besprechen, denken, erfahren, sehen, ertragen, leben, genießen, beachten und noch so vieles mehr kann.

    Sonntag

    Weiterhin oder schon wieder verkatert hab ich ausgeschlafen. Muss ja auch lohnen so ein tolles Appartement in Berlin Mitte ergattert zu haben. *lach*

    Duschen, Koffer packen, Koffer an der Rezeption abgeben, durch Berlin Mitte zu einem tollen Straßencafé in einer Sackgasse schlendern und die Straßenszenen beobachten. Das anschließende Treffen mit einem meiner besten Freunde war dann gekennzeichnet von wie immer sehr coolen Gesprächen, tollen Geschichten (wir sehen uns einfach zu selten) und viel lachen.
    Und bloggen tut er auch! Über Reisen! Unter www.mantonius.ch!

    3 Latte Macchiato und mehrere Obstsalate später schlendern wir zurück zum Hotel. Er besucht noch seine Mutter und ich hole den Koffer. Am Hauptbahnhof setzte ich mich dann in die oben genannte Beachbar und beginne diesen Text.

    Der Zug ist leider gerappelt voll und ich freue mich um so mehr auf Zuhause. Meine Lieben haben ebenfalls ein tolles Wochenende gehabt. Ich wurde im Familienchat per Fotos und Videos auf dem Laufenden gehalten und sogar eine Nachbarin schickte mir Fotos aus den Aktivitäten im Innenhof.

    Und am Bahnhof in Dresden stürmen dann meine zwei Jüngsten auf mich zu! Meine Lieben holen mich mit meinem Auto ab und wir genießen den milden Frühlingsabend.

    Danke an Alle Beteiligten für dieses grandiose Wochenende! Ich liebe Euch ALLE!!!!!

  • Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön …. ODER … die Deutsche Bahn und warum ich immer wieder darauf reinfalle!

    Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön …. ODER … die Deutsche Bahn und warum ich immer wieder darauf reinfalle!

    Ich war am Freitag auf dem Weg in ein Mädelswochenende! Einmal im Jahr gönne ich mir, der selbständigen verheirateten 3-fach-Mutter, ein Wochenende mit meiner besten Freundin in einer europäischen Großstadt.

    Da ich derzeit in Dresden lebe, was flugtechnisch noch immer verlassen und vergessen im Tal der Ahnungslosen liegt, ist es nicht so leicht ein gemeinsames Reiseziel zu finden. Mal fliege ich zu Ihr nach München und wir fahren gemeinsam weiter, mal treffen wir uns mit den Autos auf halber Strecke und diesmal treffen wir uns in Hamburg. Ihrer alten Heimat und meiner absoluten Lieblingsstadt.

    Da die Flüge leider so liegen das ich erst Freitagabend sehr spät und Sonntagmorgen ganz früh reisen könnte/müsste, habe ich mich für den Zug entschieden. Ich mag Zugfahren eigentlich gar nicht, denn durch das Umsteigen wird man im lesen eines spannenden Buches oder ggfls. der vertieften Arbeit immer und immer wieder unterbrochen. Wieder anziehen, wieder alle Sachen zusammenraffen, wieder aussteigen, wieder mit der Angst den Anschluss zu verpassen hektisch das Gleis suchen ODER wieder in der Kälte warten weil der Anschlusszug natürlich Verspätung hat.

    20160307_110309Trotzdem probiere ich es mal wieder aus und bin angenehm überrascht. Ich besteige in Dresden den IC nach Leipzig. Der scheint hier zu starten, denn er ist quasi leer und ich ergattere einen Tischplatz im Großraumwagen und kann arbeiten. Es ist sauber, es ist relativ ruhig, bis auf den Typen in der Reihe schräg hinter mir, der auf dem Handy irgendwelche Dokumentationen laut guckt und hört *grummel*. Ich bin entspannt.

    Eine Stunde später Umsteigen in Leipzig. Ich bin sehr angenehm überrascht von diesem hochmodernen und superschönen Bahnhof. Traue mich auf die dortigen Örtlichkeiten, die zwar einen Euro kosten (ohne Rückerstattung beim Einkauf) aber echt nichts mehr mit den Bahnhofstoiletten von vor 20 Jahren gemein haben, die ich in Erinnerung habe. Ja, ich fahre ECHT selten Zug!

    Ab Leipzig konnte ich reservieren und habe mich für einen Fensterplatz mit Tisch in einem Abteil entschieden. Ich steige ein, finde mein Abteil, es ist ultrasauber, sehr schön und komplett leer. SO GEFÄLLT MIR DAS! 🙂

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    Der Zug fährt an und ich bleibe allein. Ich kann sage und Schreibe 65 Minuten konzentriert arbeiten und schaffe mal so richtig was! Zuhause schaffe ich das nur selten. Ich fühle mich mit meinem Kaffee und ein paar Keksen pudelwohl. Das noch vorhandene schlechte Muttergewissen, dass ich die Kinder heute Morgen in die Schule gescheucht und in den Kindergarten verfrachtet habe um ENDLICH losfahren zu können, wandelt sich in wohlige Vorfreude auf das Mama-hat-frei-Wochenende.

    Doch zu früh gefreut!

    Man sollte die Deutsche Bahn und ihre Tücken nicht unterschätzen.

    In Berlin heißt es nochmal umsteigen. Ich freue mich auf einen ebenfalls reservierten Platz, ebenfalls in einem Abteil in einem ICE! Für das Umsteigen habe ich nur 8 Minuten. Geplant ist die Ankunft auf Gleis 7 und der ICE steht dann auf Gleis 8. Doch Pustekuchen, ich komme auf Gleis 6 an. Auch nicht schlimm. Dann nimmt man eben die Rolltreppe und wechselt das Gleis. ABER … in Berlin ist ja in dem gefühlt 15-geschossigen Bahnhof alles etwas anders. Vor dem mir ersichtlichen Fahrstuhlschacht bildet sich eine Schlange und ich sehe, der geht zu den Gleisen 15-16. Am nächsten Aufzugschacht eine weitere Schlange. Zu den Gleisen 13-14. O.k. dann gehe ich eben zu 7-8. … Dachte ich!
    Das ist natürlich wieder die obligatorische Rolltreppe, dafür aber ohne Schlange. Es wird langsam eng und ich werde schneller. ABER … der Zug ist noch gar nicht da! Und als er dann kommt, ist es ganz und gar nicht ein chiker weißer ICE. Das was da reingerauscht kommt ist ein … ein … ein ERSATZZUG!

    Es handelt sich um einen uralten, pottdreckigen, abgeranzten (hier einen angeekelten Gesichtsausdruck vorstellen!)… Zug, bei dem man sich fragt, wo die DEN denn wohl ausgegraben haben. Die Wagenstandsanzeige zeigte einen Platz ca. 5 Wagen weiter vorne, wohin ich mich nun begab, doch im Vorbeigehen sehe ich abwechselnd 1. und 2. Klasse Wagen, die nicht mal annähernd meine Wagennummer anzeigen. Meine Reservierung, für die ich auch noch EXTRA zahlen musste, kann ich knicken. Ich nehme den Eingang mit der kleinsten Schlange. Von innen leider das gleiche Bild des Zustandes. Gleich im ersten Abteil fange ich an zu fragen ob noch ein Plätzchen frei ist. Es ist stockdunkel, ein Knäul von Männern versucht sich zu sortieren, aber ich habe Glück, man hat noch ein Plätzchen für mich. … In der Mitte!

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    Es kommt eine Durchsage, man entschuldigt sich für den Ersatzzug und wir witzeln sympathisch ein wenig herum. Nun ja, wenigstens nett sind se. Nun sitze ich hier also in einem 5-er-Abteil. Der Abstand zwischen den Sitzen ist SO eng, dass man die Sitze versetzt eingebaut hat und wir fädeln unsere Beine im Reißverschlussverfahren ineinander. Ich sitze wie gesagt in der Mitte. Mir gegenüber zwei Studenten, bzw. junge Männer mit Rucksäcken gekleidet wie Studenten (heute weiß man ja nie obs nicht vielleicht auch ein IT-Spezialist ist), die abwechselnd immer wieder einschlafen. Rechts ein Geschäftsmann im Anzug, der per Handy abwechselnd mit seiner Assistentin und der vermutlichen Ehefrau telefoniert. Und links ein Handwerker in entsprechender Kleidung der abwechselnd in diverse längliche Lebensmittel beißt. Zumindest riecht es abwechselnd nach scharfer Salami, frisch abgebissener Gurke und bei jeder Abbeißbewegung nach Schweiß. ODER es knackt vom Möhrchen abbeißen! Na wenigstens riechen die nicht. *hysterischkicher*

    Ich bin mir nicht sicher ob dieses Wrack die Geschwindigkeit, mit der wir durchs Land rasen, wirklich überstehen wird, lenke mich mit dem schreiben dieses Artikels ab (an konzentriertes Arbeiten ist hier nicht mehr zu denken) und überlege mir bei dem plötzlich auftauchenden, übertrieben gutgelaunten & fröhlichen, jungen Mann mit einem sackkarrenähnlichen Wägelchen einen Schnaps zu kaufen. Nehme dann aber doch nur ein stilles Wasser, für das ich 2,80 Euro, in Worten ZWEIEUROACHTZIG, bezahlen muss. Nun fühle ich mich „angeheitert“.

    Ich traue mich nicht auf die Virenschleuder von Toilette und auch im Hamburger Hauptbahnhof spare ich mir die Örtlichkeiten. DER ist nämlich so wie ich Bahnhöfe in Erinnerung habe!

    In diesem Sinne: Ich brauche mal wieder eine Bahn-Pause!

  • Noch sonne´ Anreise und ich bin reif für die Klapse! … oder … Warum immer ich???

    Noch sonne´ Anreise und ich bin reif für die Klapse! … oder … Warum immer ich???

    Da war er wieder, einer DIESER Tage! *hmpf* …Wenn ein Urlaub SO anfängt! *aufreg*

    Aber von Anfang an! An einem Ferien-Mittwochmorgen starte ich mit 3 Kids alleine in die Ferien, weil die Flüge am Mittwoch sehr viel günstiger waren. Der Urlaub des Göttergatten beginnt erst am Samstag, der kommt dann nach!

    Ausgerechnet hatte ich mir: 10:00 Uhr Abflug Berlin-Tegel, also 08:00 Uhr am Parkplatz in Berlin, also eine Stunde Puffer für Stau & sonstige unvorhersehbare Ereignisse, also 06:00 Uhr Abfahrt in Dresden.

    So weit, so gut!

    Anreise Berlin

    05:56 Uhr – Wir sitzen alle vier angeschnallt im Auto, kein Streit, kein Gezicke, Frühstück ist an Bord und alles Andere auch. Ich denke mir: Hä, dat war aber nu´ einfach! Muss die Vorfreude sein. Selbst der fiese Regen hat mich beim Koffer ins Auto wuchten nicht gestört. *staun*

    06:02 Uhr – Auf der Autobahn wird mir schlagartig klar, dass es schneeregnet, draußen nur 0,5°C sind und wir auf Sommerreifen rumrutschen. *innerlichaugenroll* Ich hab ja an vieles gedacht, aber nicht, dass ich Mitte Oktober Winterreifen brauche. Also heißt es vorsichtig fahren! Schade eigentlich, ich dachte ich könnte noch ein bisschen Zeit rausfahren für den Berufsverkehr in Berlin.

    06:25 Uhr – Wir sind an Dresden vorbei und der Regen bleibt, aber ohne Schnee! Das Navi kennt bei Eingabe von Berlin nur Berlin-Mitte. *ärger* Und die Postleitzahl des Parkplatzanbieters ist … NATÜRLICH! … im Kofferraum! *brummel* Das Pubertier erinnert sich aber an die Lage der Straße in der Nähe des Flughafens und der Flughafen sagt dem Navi was! *erleichtertseufz*

    06:35 Uhr – Die beiden Kleenen frühstücken hinten und ich bin ruhig, denn das Navi sagt Ankunft um 08:05 Uhr an.

    07:03 Uhr – Wir kommen gut durch und der Regen wird weniger.

    07:13 Uhr – Der Regen hört auf und die Autobahn ist leer, es gibt ausnahmsweise mal weder Baustelle, noch Geschwindigkeitsbegrenzung. Ich geb´ Gummi! Dem Pubertier ist schlecht! Nein, natürlich nicht wegen meiner Fahrweise! Ehre eine Mischung aus Reiseübelkeit (trotz Globuli) und Flugangst.

    07:38 Uhr – der Berliner Berufsverkehr hat uns in seinen Klauen, aber es rollt!

    07:46 Uhr – wir nähern uns dem Ziel, stecken aber im Stopp & Go auf der Stadtautobahn. Ich beruhige mich selber mit dem Mantra: Wir schaffen das, wir schaffen das, wir schaffen das.

    08:02 Uhr – Ampel vor dem Flughafen. Weiter mit dem Mantra: es reicht wenn wir in einer Stunde einchecken, es reicht wenn wir in einer Stunde einchecken, nur noch das Auto parken und den Shuttle nutzen.

    Am Flughafen-Parkplatz mit Shuttle

    08:11 Uhr – nach vielen roten Ampeln stehen wir in der Warteschlange am Parkplatz, ich bin noch recht ruhig, denn wir müssen ja „NUR“ noch zum Flughafen gebracht werden.

    08:16 Uhr – werde ich angewiesen wo das Gepäck hinkommt.

    08:20 Uhr – darf ich endlich bezahlen und soll warten bis man mir einen Parkplatz zuweist. Ich weise meinerseits nett darauf hin, dass es dann für uns bald eng wird. -> „Ja, ja dit passt schon junge Frau!“

    08:35 Uhr – haben wir endlich einen Parkplatz und warten in welchen Shuttle wir einsteigen sollen. Etwas unkoordiniert die janze Sache, wa?

    08:40 Uhr – Auf Nachfragen: „Dit jeht jleich los!“ – Mmmmmhhhh, unser Flieger auch! *unjeduldischwerd* Wieso denkt ma eegentlich automatisch berlinerisch wemma in Bärlin is?

    08:48 Uhr – hat endlich einer ´ne Liste und fragt nach unserm Namen, … „ach so, na denn ma´ rinn hier!“ Autoschlüssel wird jesucht. „Sven, wer kommt´n ´nu noch mit?“ *ichkriegpuls*

    08:56 Uhr – kurven wir auf dem Parkplatz herum um die zweite Familie für den Shuttle zu suchen. Anstatt eine von den 5 anderen vorne Wartenden zu nehmen. Jetzt wird mir langsam auch schlecht.

    09:08 Uhr – sind wa endlich aufm Damm Richtung Tegel. Und stehen … NATÜRLICH … prompt im Stau! Dass ich schon seit 30 Minuten aufs Klo muss hab ich zwischenzeitlich vergessen.

    09:11 Uhr – Ampelschaltung mit 3 Autos pro Grünphase. Ich glaub ich muss mich übergeben! Die Kinder werden vorsorglich von mir angewiesen: „Wir bleiben zusammen, wir müssen uns gleich ECHT beeilen, Jeder nimmt seinen Koffer, Ihr stellt Euch an, ich geh schnell aufs Klo. Nebenbei google ich den Terminal und befrage den „freundlichen“ Fahrer.

    09:15 Uhr – noch 8 Autos vor uns. *ichhabschweiß* Ich öffne lieber den Knopf der Hose, sonst garantiere ich hier gleich für nix mehr. Ich könnte AUSRASTEN! Das Pubertier wird von einer Welle Flugangst erfasst. Ich reiße mich zusammen und halte die Hand.

    09:20 Uhr – noch 5 Autos vor uns. Fahrer: „Also ick darf nur vor A halten, abba dit ist hier auch nich Londn, oder so´n Riesnflughafn. Dit jeht hier schon schnell.“

    09:25 Uhr – noch 2 Autos vor uns. Jetzt googlet auch der Fahrer. „Hörnsema, da jibbet jarkeen Flug um 10:00 nach Alicante!“ … DAS *hysterischinnerlichkreisch* is jenau dit wat isch nu´ma jragd JARNICH hörn´wollt! *einatmenausatmeneinatmenausatmen*

    09:30 Uhr – vor uns hält ein Taxi MITTEN auf der Flughafenvorfahrt und mein Fahrer hupt sich tot. Laut meinem Boardingpass (ich hab vor 24 Stunden natürlich online eingecheckt) steht das wir JETZT boarding haben. *ichhabdoppeltpuls*

    09:32 Uhr – aussteigen, Sonnenschein schnell vor Überfahren von Taxifahrern retten, die Mitfahrer ziehen sich dezent zurück, wir bekommen unsere Koffer rausgeschmissen und ich habe keine Ahnung wo ein höfliches Dankeschön aus meinen Mund für den Fahrer herkommt. Gute Erziehung, ist und bleibt vermutlich gute Erziehung. Danke, Mama! :-*

    09:33 Uhr – schmeiße mich und den größten Koffer vor das nächste Taxi und scheuche meine Bande über die Straße

    Im Flughafen

    09:34 Uhr – rase ich zum nächstbesten freien Schalter im Terminal A der Fluggesellschaft und frage wo Alicante eincheckt. Der gelangweilte Mitarbeiter fällt fast vom Stuhl. Antwort: „In C!“ – kein Kommentar, wir rasen los! Sofern man in diesem völlig überlaufenen Flughafen von rasen sprechen kann.

    09:36 Uhr – kommt eine Tür Richtung C, hinaus aus dem Gebäude also! AHA! „Is ja nich so wie in Londn, wa?“ *innerlichplatztmirdiehutschnur* Äußerlich nur der Reißverschluss. SCHEISSE!!!! Der Knopf ist ja noch offen. *schreck* Wir rennen, wir sind noch alle zusammen und meine Hose rutscht.

    09:37 Uhr – Wir rennen über einen Baustellen-Tunnel. Kennst du auch solche Alpträume wo man rennt und rennt und rennt und nicht wirklich ankommt! Und man dann merkt, dass man vergessen hat eine Hose anzuziehen? L SO fühle ich mich gerade, denn SCHEISSE meine Hose rutscht bedenklich Richtung Hintern! *innerlichkreisch* Gut das ich eine lange Regenjacke anhabe.

    09:38 Uhr Die Kinder sind schneller als ich und wir erreichen einen Aufzug. Die Kinder haben schon gedrückt. Aber mit 4 Koffern wäre meine Entscheidung auch FÜR den Aufzug und GEGEN die Treppe ausgefallen.

    09:40 Uhr – im Aufzug ziehe ich die Hose hoch, mache sie zu, merke mal wieder kurz, dass ich ja eigentlich aufs Klo muss und höre die Menschen hinter uns murmeln „Na die habens ja eilig!“

    09:42 Uhr – rasen wir zu den Schaltern, im Aufzug habe ich aber schnell geguckt, wir müssen zu C34 und hier ist alles nur C76 und so. UND hier warten gefühlte komplette 3 Maschinen auf Abfertigung. Also rasen wir weiter, vorbei an 3 Cafes und den Toiletten, und jeder Menge gaffender Leute und stellen uns bei C34 an. Ohne auf die Anzeige zu gucken fragen wir ob wir schnell vordürfen. Wir dürfen.

    09:43 Uhr – Am Schalter: „Nein, da müssen sie zu C76, hier ist gar nicht Ihr Flug!“ *herzinhose* Wieder zurück? *panischguck* – Also alle wieder zurück!

    09:44 Uhr – Am Sperrgepäckschalter der Fluggesellschaft presche ich an den wartenden Horden vorbei, von der Seite an den erstbesten Schalter! „BITTE können sie unser Gepäck schnell für Alicante einchecken?“ – geklipper auf der Tastatur – ein freundliches Lächeln – „Tut mir leid, der ist schon zu!“ – „WAS? NEIN? DAS GEHT DOCH NICHT!“ – „Doch, sie sind zu spät!“

    09:45 Uhr – ich fasel hysterisch was von dem doofen Parkshuttle, dem falschen Terminal, dem falschen Schalter und sie guckt zu dem Kollegen von Sperrgepäck … „Kann ich noch für Alicante?“ – Er: „Dit is zu! Oder…?“ – Ich gucke gaaaaaaaaaaaaaaanz lieb! – Sie nochmal: „Genehmigt?“ – Er: „Hä?“ – Sie: „Kann ich Alicante noch?“ – Er: nickt!

    Ich vermute wir haben zu VIERT wie bei einem Tennismatch hin und her geguckt, aber ich erinnere mich ehrlich gesagt nicht. Beim Nicken hätte ich mich am liebsten dann wie so´n Tennisspieler mit Siegerfaust auf die Knie geschmissen, ABER … wir haben ja schließlich noch die Security vor uns. Also freue ich mich lieber nicht zu früh und reiße mich weiterhin zusammen.

    09:48 Uhr – wir rasen zur Security, immer schön unter der Zickzack-Absperrung durch, um den Trödelnasen zuvorzukommen. Freundlich lächelnd erkläre ich immer wieder, dass wir schon aufgerufen sind und so lassen uns alle am Band auch direkt vor!

    09:50 Uhr – haben wir alle Jacken & Gürtel aus, alle Taschen in Boxen und gehen einzeln durch den Rahmen

    09:52 Uhr – will der Zöllner in den Rucksack des Spanienkindes gucken *atemanhalt* – alles o.k. *aufatmen*

    09:53 Uhr – will der Zöllner in meine Tasche gucken *scharfwiedereinatmen* und schickt die, nachdem ich die Tablets entfernt habe nochmal durch die Maschine *gezwungenruhigatmen* ich frag schon mal wo C34 ist, das ist nämlich das Gate und nicht der Schalter gewesen, was ich gelesen hatte.

    09:55 Uhr – rasen wir zum Gate, alles irgendwie unterm Arm und das erste ist C67, also noch 23 to go, ich drängel alle nochmal zur Eile, als das Pubertier ruft: „Mama, hier steht aber Alicante!“ – ich halte an (im Comic hätten jetzt Reifen gequietscht), schreie den anderen Beiden ein saftiges STOP hinterher und … TATSACHE, da steht unser Flug, am allerersten Gate, und was soll ich sagen, 5 Minuten vor geplantem Abflug stehen noch ALLE Passagiere in der Reihe und warten auf Einlass.

    Ich lasse erleichtert alles fallen, sammel meine Lieben um mich, bin den Tränen nahe und kann nicht glauben dass wir es geschafft haben. PROMPT meldet sich meine Blase und der Sonnenschein fängt auch an mit Mama-ich-muss-mal! Die Großen bekommen die Aufsicht fürs Handgepäck und wir verschwinden schnell. Ich bin schwindlig erleichtert und als ich zurück komme bricht das flugängstliche Pubertier in meinem Armen zusammen. Nun wird mir klar was das gerade für ein Film war.

    NORMALERWEISE am Flughafen (wenn wir Zeit zum Koffer einchecken haben) geht in den ersten 10 Minuten ein Kind verloren weil es irgendwas guckt und nicht bei uns bleibt, fällt MINDESTENS ein Kind über seinen Koffer/seine Füße/andere Kinder, stirbt Einer vor Hunger, diskutiert mindestens Einer wer denn nun welchen Koffer ziehen darf, etc.

    HEUTE, habe ich trotz Raserei -> Keinen verloren, Keiner ist hingefallen, kein Koffer hat sich beim Ziehen verdreht, kein Schuh wurde verloren, Keiner ist verhungert, Jeder hat sich super gekümmert und durchgehalten, mitgemacht, einfach funktioniert! In diesem Sinne: Ich bin SEHR stolz auf meine Süßen! Wenn es darauf ankommt ist eben DOCH Verlass auf Alle!

    P.S.: Vom Mietwagen, den wir dann nach Ankunft NICHT bekommen haben, erzähle ich das nächste Mal! *breitgrins*

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