• Medizinische Versorgung in Deutschand – Termine machen 2.0

    Medizinische Versorgung in Deutschand – Termine machen 2.0

    Krank sein, wird zum Abenteuer!

    Die medizinische Versorgung wird in unserer modernen Welt immer besser?
    JA, immer mehr Medikamente, für immer mehr Kosten, sorgen für immer ältere und krankere Menschen.
    ABER die Masse der kranken Menschen irrt verwirrt durch den Ärzte-Jungle und sucht!

    Früher (ich sag jetzt mal … vor 20 Jahren, als ich noch Arbeitnehmer war):

    • rief man zu den Öffnungszeiten in der Arztpraxis an
    • machte einen Termin aus
    • erschien zu diesem Termin
    • und musste maximal 30 Minuten warten.

    Heute: ist das ANDERS! Ich hatte heute wieder ein Telefonerlebnis der Dritten Art! Ich wollte eigentlich nur einen Arzttermin machen, aber selbst das wird nun zu einem echten Aufreger-Thema.

    Wir gehören ja schon zu den Fortgeschrittenen wenn es um das Thema Termine machen, oder  Kinderarzt suchen geht. Ich durfte dazu ja sogar zu hart aber fair ins Fernsehen und meine Geschichten erzählen!

    Wir haben in Deutschland nicht nur einen eklatanten Lehrermangel, NEIN, wir haben auch einen Ärztemangel und das nicht nur auf dem Land! Mir schreiben Patienten und Ärzte wann und wie sich denn nun was ändern wird. Eltern von Neugeborenen finden in Berlin keinen Kinderarzt, Kinderärzte in Meissen behandeln mehr Patienten als sie dürfen und müssen das Honorar dafür aber zurückzahlen, schwerkranke Schwangere sitzen 4 Stunden in Wartezimmern und gehen wieder weil sie Ihre anderen Kinder aus dem KiGa abholen müssen. Zustände, die wir schon fast als „Normal“ empfinden.

    Heute aber mal was NEUES!

    Mein Mann bat mich heute Morgen einen Termin beim Diabetologen zu vereinbaren. Ihm fehlt im Büro einfach die Zeit sich in Warteschleifen oder auf ständig besetzte Leitungen zu hängen. Aber was ich da heute erlebt habe geht mal wieder auf keine Kuhhaut.

    Ich rufe kurz nach 08:00 Uhr in der Praxis an: „Leithe, guten Tag. Der Termin meines Mannes wurde durch sie wegen Krankheit abgesagt, er hat mich gebeten Ihm einen Neuen auszumachen!“
    Schwester: „Da melden sie sich bitte heute zwischen 13 und 14:00 Uhr in unserer TERMIN-SPRECHSTUNDE!“
    Ich: „Er soll heute noch vorbeikommen?“
    Schwester: „Nein, bitte melden sie sich zwischen 13 und 14 Uhr um einen Termin abzusprechen.“
    Ich: „Ich soll also dann wieder anrufen und DANN machen wir einen Termin aus?“
    Schwester: „Genau!“
    Ich war so verwirrt, dass ich gar nichts mehr fragen konnte, bedankte mich und legte auf.

    Ich mache mir einen Termin in den Kalender um das Zeitfenster nicht zu verpassen.

    Um 13:05 Uhr versuche ich mein Glück! -> BESETZT

    13:08 Uhr -> BESETZT

    13:13 Uhr -> Du ahnst es -> BESETZT

    13:21 Uhr -> BESETZT

    13:26 Uhr -> GENAU! BESETZT

    Ich habe ja auch NICHTS ANDERES zu tun. *wütendbrummel*

    13:36 Uhr -> Als ich endlich durchkomme meldet sich Jemand mit den Zusatz: Die Praktikantin. DAS hat sie selber so gesagt. Ich schwör!

    Ich lasse wieder meinen Text ab.

    Praktikantin: „Da guck ich mal ….. ah, da …. nein …… vielleicht könnte er ….. nein, das geht auch nicht ….. also der Juli ist schon mal voll, aber im August dann …“
    Ich: „WIE BITTE? IM AUGUST? Nein, nein, nein, aus dem letzten Termin ist nichts geworden und nun brauchen wir mehr als dringend ein Rezept für sein Insulin!“
    Praktikantin: „Na da können wir doch nix für wenn sie die Termine nicht einhalten!“
    Ich: „SIE haben doch UNS den Termin abgesagt!“
    Praktikantin: „Da war ich nicht da, das weiß ich nicht!“
    Ich: „Ich aber! Ich brauche diese oder nächste Woche allerspätestens meinen Termin.“
    Praktikantin: „Dann nächste Woche Donnerstag, 15:15 Uhr aber mit Wartezeit!“

    *kotz* ….. *kurzsammel*

    Ich: „Das erklären sie dann meinem Mann!“

    Der ist natürlich fassungslos was für einen beschissenen Termin ich Ihm da gemacht habe. Er möchte ja am liebsten Abends um acht. *augenroll* Die Ankündigung der Wartezeit kommentiert er nur mit: „Das werden wir ja sehen! Ich hol mir das Rezept und dann geh ich wieder.“ DAS aber dürfen die meiner Meinung nach gar nicht, oder?

    Als chronisch Kranker ist er aber angewiesen auf die medizinische Versorgung.

    Termine absprechen 2.0, oder watt?

    Ich kann das ja verstehen. Die Praxen sind wegen Ärztemangel völlig überfüllt. Die Arzthelferinnen völlig überfordert (auch darüber habe ich schon mal geschrieben) oder total unterbesetzt. Da ist das wie mit Handwerkern, man findet einfach keine mehr.

    Das sie ein Dienstleistungsunternehmen sind, das haben die meisten Praxen noch gar nicht begriffen? Brauchen sie ja auch nicht, die Patienten rennen denen doch die Bude ein. Warum sollen sie das gut machen, die Patienten kommen doch auch so wieder!

    Aber wenn ich schon so utopische Sachen wie Termin-Sprechstunden einrichte, dann ist doch wohl klar, dass da dann DAUERBESETZT ist und ich setze auf gar keinen Fall eine pampige Praktikantin da hin. Denn so wird man Patienten auf Dauer sicherlich los. Obwohl, ….*nachdenk* … vielleicht ist DAS das Ziel?

    In diesem Sinne: Ich bin gespannt.

  • Verschwundene Kinder … ODER … Nachbarschaftspolizei

    Dresden. Ein lauer Sommerabend. Stille im ganzen Haus. Meine Kinder nutzen Ihre Medienzeit und daddeln an diversen Tablets und Laptops rum. Ich stehe Abends kurz vor 20 Uhr im Büro und suchte etwas auf dem Schreibtisch. Im Augenwinkel sah ich etwas kleines blaues hinter der Hecke und hob den Kopf! Ein kleines Männlein im Schlafanzug zuckelte an uns vorbei.


    Ich wartete gespannt welcher Elternteil demnächst hinterher kommen würde, denn ich hatte nicht erkannt welches Nachbarskind das war.

    Nach einigen Minuten stellte ich aber erstaunt fest, es kam Niemand. Ich lehnte mich über den Schreibtisch nach vorne und versuchte die Vorgärten der Nachbarn abzusuchen. NIEMAND! Niemand schien den Zwerg zu vermissen.


    Ich ging zur Haustür und guckte raus. NIEMAND. Ich ging vor auf den Weg. NICHTS! Ich beobachtete den sich entfernenden Banausen (wollte sicher sein dass er auf dem Grundstück bleibt und nicht auf die Straße rausläuft) und wartete.

    Er war inzwischen bis hinter die Feuerwehr gedackelt (siehe rotes Kreuz ganz hinten), von wo er aber nicht weg kann, da hier zum großen Elternglück alles von einer großen Schlossmauer umgeben ist.


    Dann ging oben ein Nachbar-Dach-Fenster auf. Der Kopf von O. (10 Jahre) einem Nachbars-Sohn erschien und rief: „Simone, hast du G. (3 Jahre) gesehen?“

    Jaaaaha, deshalb stehe ich hier. Der schlawenzelte an meinem Büro vorbei und da von Euch Niemand kam, hab ich mal geguckt.“ *schmunzel*

    Mein Spanienkind ging neugierig hinter dem kleinen Ausreißer her. Die Nachbar-Haustür ging auch direkt auf, der Vater kam raus und konnte nur noch fassunglos den Kopf schüttelnd hinterher. Während er Ihn einfangen ging öffneten sich weitere Dachfenster, von anderen Nachbar-Familien die alle gerade Ihre Kids ins Bett brachten, die natürlich gucken wollten was denn los ist. *lach*

    In der Zwischenzeit erzählte uns die auch lachende Mutter des Geflüchteten was er die letzten Tage so alles angestellt hatte. Ich vermute die Haustür wird ab sofort immer von innen abgeschlossen sein.

    Ein herrliches Alter! Und eine tolle Nachbarschaft. Wir haben schon öfter gemeinsam verschollene Kinder gesucht! *zwinker*

    In diesem Sinne: Bin ich froh, dass meine aus dem Alter heraus sind! *frechgins*

  • So ging es weiter mit dem Ethiktest & erste Ergebnisse zur Aktion #mutich

    So ging es weiter mit dem Ethiktest & erste Ergebnisse zur Aktion #mutich

    Erinnerst Du Dich an den Ethiktest, der quer durch alle Social Media Kanäle verteilt wurde. Ich hatte HIER und HIER berichtet.

    Anschließend hatte ich mehrmals noch Kontakt zu der zweiten Mutter, die sich ebenfalls mit dem Ergebnis Ihres Kindes gemeldet hatte und wollte natürlich herausfinden, ob und wie die Lehrerin darauf reagiert hat. Zum Elternabend an dem es angesprochen werden sollte ist die Ethik-Lehrerin nicht gekommen (Gründe unbekannt). Leider leider leider ist ansonsten nichts weiter passiert. Die Mutter, die den ersten Text gepostet hatte, der über 2000 mal geteilt wurde, möchte sich auf gar keinen Fall dazu äußern. Die Noten der Tests sind tatsächlich in die Noten der Halbjahres-Zeugnisse eingeflossen. Ich bin enttäuscht.

    Dafür hat es aber einige Reaktionen von Lesern auf meinen Aufruf Aktion #mutich gegeben. Ich hatte aufgerufen, dass wir unsere Kinder doch ermutigen sollten ihr eigenes ICH zu leben. Egal was die Anderen denken. Lass Dein Kind tragen was es möchte, lass Dein Kind mögen was es mag. Und wenn der Sohn zu Fasching als Prinzessin gehen mag, warum nicht? Vergesst stereotype Denk- und Handelsweisen.

    Sei mutig mit #mutich, habe den MUT und lebe Dein ICH!

    Hier einige Ergebnisse aus den Rückmeldungen, Kommentaren und Beiträgen:


     

    cassio aus Baden-Würtemberg:

    „Bei meinem Sohn an der Schule gibt es nun auch eine “Mädchen-AG” und eine “Jungs-AG”. Auf meine Frage, was denn das sein soll, bekam ich zur Antwort, dass Mädchen auch mal alleine was für sich machen wollen zum Beispiel Basteln und dass Jungs ja auch mal etwas wilder unterwegs sein wollen, zum Beispiel Bolzen. Als ich dann antwortete, dass mein Sohn sicherlich gerne Basteln würde und es sicherlich auch Mädchen gibt, die etwas wilder unterwegs sein wollen, bekam ich nur einen entgeisterten Blick.“

     


    https://www.instagram.com/p/BefKsPWnXuD/


    Die Zeitschrift Laura hat darüber berichtet


    In den Kommentaren!
    https://instagram.com/p/BepcauKlF6B/


    Beitrag zur Blogparade auf dem Blog von growuploved ! Sehr gut geschrieben! Vielen Dank dafür 🙂


    Ich finde es überwältigend was ich alles an Reaktionen bekommen habe. Und ich freue mich über weitere Geschichten. Also erzähl mir gerne in den Kommentaren was Dir zu dem Thema einfällt. Was du davon hälst. Oder wie Du das mit Deinen Kindern siehst.

    Sende mir auch gerne Deine Geschichte die ich hier veröffentlichen kann!

    In diesem Sinne: Bleib #mutich

  • Umfrage für die Bloggerkolleginnen und -kollegen zum Thema Kinderfotos auf Blogs

    Umfrage für die Bloggerkolleginnen und -kollegen zum Thema Kinderfotos auf Blogs

    Liebe Kolleginnen und Kollegen unter den Eltern- und Familienbloggern,

    das Thema „Veröffentlichen von Kinderfotos“ wird uns wohl auf immer und ewig begleiten. Und nun hat es auch die Forschung erreicht. Es gibt aktuell eine Umfrage der Uni Bamberg zu dem Thema ob, wann, wie und warum wir Bilder veröffentlichen und/oder nicht.

    Hier und heute kommt die Soziologin Prof. Dr. Bernadette Kneidinger-Müller, die auch Mutter ist, zu Wort. Sie versorgt uns mit etwas Hintergrundwissen. 🙂

    „Sharenting“ als neue Praktik der „digitalen Eltern“?

    Digitalisierung, ist ein Schlagwort der Stunde, das nicht nur von Politikern vieldiskutiert und gefordert wird, sondern auch heutige Elterngenerationen prägt. Die erste Generation der sogenannten „Digital Natives“, also jener Geburtenjahrgänge, die bereits im Kinder- und Jugendalter mit dem Internet in Kontakt gekommen sind, ist nicht nur erwachsen geworden, sondern schlüpft langsam selbst in die Elternrolle. Für diese „digitalen Eltern“ gehört die Nutzung von sozialen Medien und Mobilen Messenger wie WhatsApp zum Alltag dazu. Dementsprechend werden diese Kanäle auch genutzt, um sich mit anderen Eltern, Familienmitgliedern oder Freunden auch online über die eigenen Erfahrungen als Eltern, über dabei auftretenden Fragen und nicht zuletzt über die alltäglichen Erlebnisse mit den Kids auszutauschen.

    Fotos und Videos spielen dabei eine wichtige Rolle, kann man damit doch deutlich einfacher und schneller die Erlebnisse und Eindrücke auch mit abwesenden Personen teilen. Im englischsprachigen Raum wurde für diese Praktik des Teilens von Informationen und Fotos der eigenen Kinder ein eigener Begriff eingeführt: „Sharenting“, eine Wortkombination aus „Sharing“ (= Teilen) und „Parenting“ (= Erziehen) wurde 2013 vom Wall Street Journal eingeführt. In der medialen aber auch allgemeinen Diskussion wird „Sharenting“ (manchmal aber auch als „over-sharenting“, das übermäßige Teilen von Kinderdaten im Internet) sehr kontrovers und kritisch diskutiert. Auch wenn sich dieser Begriff im deutschsprachigen Raum noch nicht vollkommen durchgesetzt haben mag, die dahinterstehende Praktik hat sich das dafür umso mehr. Nicht zu Unrecht wird in der damit ausgelösten Diskussion auf potentielle Gefahren hingewiesen, die das Veröffentlichen von Daten und damit eben auch Fotos generell im Internet haben kann. Nicht zu Unrecht wird darauf verwiesen, dass die Fürsorgepflicht der Eltern auch einen sorgsamen Umgang mit der Privatsphäre der eigenen Kinder beinhaltet. Zu Recht wird aber auch darauf hingewiesen, dass es keine allgemein gültigen Regeln für die Veröffentlichung von Fotos der eigenen Kinder gibt. Vielmehr zeigt sich, dass jeder Elternteil oder jedes Elternpaar eigene Strategien für den Umgang mit Kinderfotos entwickelt.

    Doch welche Kriterien entscheiden nun tatsächlich darüber, ob und in welcher Form ein Kinderfoto im Internet gepostet wird?

    Genau mit dieser Frage beschäftigt sich ein Forschungsprojekt an der Universität Bamberg, zu dem gerade eine Online-Umfrage durchgeführt wird. Im Rahmen eines kurzen Fragebogens (5-10 Minuten) sollen möglichst viele Eltern ihre eigenen Strategien und Erfahrungen im Umgang mit den Fotos angeben. Jede Meinung dazu ist gefragt, also machen auch Sie mit. Der Fragebogen und weitere Informationen zu dem Projekt finden sich unter https://www.soscisurvey.de/kidsfotos/

    Unter allen vollständig ausgefüllten Fragebögen wird als kleines Dankeschön ein 20 Euro-Gutschein von Jako-o verlost.

    In diesem Sinne, helft mit die manchmal sehr hitzig geführte Debatte über das Teilen von Kinderfotos im Internet durch wissenschaftliche Erkenntnisse ein wenig objektiver zu machen. Es gilt schließlich die Frage zu klären, welche Motive und auch Auswahlstrategien hinter der vieldiskutierten Praktik des „Sharenting“ stehen.

    Vielen Dank für Ihre Worte Frau Prof. Dr. Kneidinger-Müller und jetzt alle mitmachen BITTE! 🙂

  • Die 12 von 12 im April 2018

    Die 12 von 12 im April 2018

    Es ist wieder der 12. des Monats. Und wie immer wenn ich es schaffe, beteilige ich mich gerne an der Blogparade 12 von 12 bei Draußen nur Kännchen , den 12 Fotos vom 12. des Monats!

    Der Tag begann ohne Stimme und mit Husten also gabs erstmal Tee aus der neuen Lieblingstasse.

    Dann hab ich erstmal die Stiefel des Sonnenschein ausgekippt, denn da war der halbe Spielplatz noch drin. Ich werde nie begreifen wie man so laufen kann.


    Um 10:30 Uhr hatte ich einen sehr entspannten Termin mit einer Kosmetikerin. Ich glaube solche Termine werde ich mir ab sofort öfter gönnen. Das tat soooooooo gut. Auf der Rückfahrt habe ich mit einer „Bekannten“, die ich schon seit Jahren über Facebook kenne, telefoniert und Ihr eine Idee zur Kooperation unterbreitet. Sie findet es genausogut wie ich und Ihr dürft gespannt sein.

    Zuhause dann feststellen dass die ganzen Icons auf den Kacheln der Startseite einfach weg sind.

    Im Kalender einen schönen neuen Termin eintragen.

    Und dann gehts auch schon in die Grundschule um den Sonnenschein abzuholen. Vor der Haustür grünt und blüht es endlich.

    Anschließend mit Ihr und der TeenagerTochter zum Zahnarzt. Während die Große dran ist, malt die Kleene sich ´nen Wolf und eröffnet eine Kunstsammlung in meiner Handtasche.

    Dann ist die Lütte und dran und putzt sich ´nen Wolf. 🙂

    Zurück auf dem Stuhl entdecke ich, dass sie heute zwar zwei Socken anhat, die zusammenpassen, aber die Dekoblümchen beide innen getragen werden.

    Zuhause rechnen wir die Urlaubs-Souvenirs ab. Wir haben in 10 Tagen London nicht ein einziges mal Bargeld benutzt und den Kindern Kredit auf Ihr Taschengeld gewährt.

    Der Computer zickt weiterhin. Falls Jemand weiß was die Fehlermeldung bedeutet, immer her damit. Sonst muss mein Admin-GG, der leider gerade auf Geschäftsreise ist, dann mal gucken.

    Aber nun hieß es Sofa, Füße hoch und diese 12 Fotos hier einpflegen.

    Und wie war Dein Tag?

  • So war mein Tag mit „hart aber fair“ … ODER … Die verrücktesten 36 Stunden meines Lebens!

    So war mein Tag mit „hart aber fair“ … ODER … Die verrücktesten 36 Stunden meines Lebens!

    Ich war im Fernsehen! So richtig! Ich durfte bei „hart aber fair“ was erzählen! Dafür gibt es Beweise! In der Mediathek der ARD kann man sich das ansehen. Wirklich GLAUBEN und realisieren kann ich das immer noch nicht. Es war als schwebte ich in einer anderen Welt. Das waren die verrücktesten 36 Stunden meines Lebens.

    What an adventure!

    Sonntagabend, so gegen 19:30 Uhr klingelte mein Handy. „Guten Abend, hier ist die „hart aber fair“-Redaktion, wir haben Ihren Blogbeitrag über die Kinderarztsuche gelesen…“
    Mein Hinterkopf: WOOOOHOOOOOO! Wie cool ist DAS denn? Und dann auch noch bei meinem Lieblingsmoderator!
    „… uns ist Jemand für die Sendung morgen weggebrochen, Ihre Geschichte würde genau zum Thema passen, könnten sie morgen Abend nach Berlin kommen? …“
    Hinterkopf: Wie soll ich das denn geregelt kriegen?
    „…sprechen sie mal mit Ihrer Familie, ich hier mit der Redaktion und dann melde ich mich nochmal ob wir sie wirklich einbauen können.“
    Ganz hinten im Kopf: Vielleicht kann ich ja in Berlin schlafen und noch etwas die Zeit genießen. *kicher*

    Gegen 20:30 Uhr dann: „Das ist total toll, dass sie kommen würden, wir bekommen das aber doch nicht so fix eingearbeitet.“ – Ich fühle mich total gebauchpinselt, dass ich überhaupt in Erwägung gezogen wurde und bin ein wenig erleichtert den Montag nicht umplanen muss. Ich gebe der Familie Entwarnung.

    10 Stunden später

    Der Montagmorgen startet wie alle anderen Montagmorgende. Als die Bande und der GG aus dem Haus sind packe ich die Sporttasche, schmeiße die Waschmaschine an, hänge Gardinen auf.
    Um 08:00 Uhr „BLING“ eine SMS von dem Redakteur. „Der Moderator findet Ihre Geschichte so gut und hält sie für genau das, was er in der Sendung will! Haben wir eine Chance?“
    Ich musste echt schlucken und mich erstmal anderweitig beschäftigen bevor ich zurückgerufen habe. Aber die Neugierde und der Coolnessfaktor haben eindeutig gewonnen. Dem Rückruf und der Zusage Ihrerseits folgte dann um 10:30 Uhr eine Telefonkonferenz mit Redakteuren in Berlin, Düsseldorf und mir. Danach schnell zum Sport (da habe ich die letzten Wochen geschludert und MUSSTE!) und Einkaufen. Zwischendurch kamen Anrufe mit weiteren Rückfragen, plus einer für die Anreiseparameter. Zuhause schnell Koffer packen und das zugemailte Zuckticket ausdrucken. Zwischendurch fix die Abholung der Jüngsten geklärt (Danke nochmal Claudia!) und um 15:00 Uhr ein Zielgespräch mit dem Spanienkind und seiner Klassenlehrerin absolviert. Um 15:45 Zuhause. 16:10 Uhr fährt mein Bus. Aber wo ist die Große? Sie antwortet nicht auf Nachrichten und geht nichts ans Handy. An der Bushaltestelle steigt sie aus dem Bus und ist dezent entsetzt als ich mit dem Köfferchen dort stehe. Ich weiß nicht was schlimmer war, sie in den Arm nehmen zu wollen (uncoole Mutter halt) oder die Erkenntnis, dass ich doch nach Berlin fahre (vielleicht doch coole Mutter, aber so plötzlich). *schmunzel*

    Am Bahnhof kaufe ich mir etwas zu essen, denn das habe ich bis dato komplett vergessen. Im Zug ist mir dann auch prompt nach dem ersten Bissen schlecht. Wobei das vermutlich auch viel mit der Aufregung zu tun hat, denn die Beruhigungs-Bachblüten-Tropfen hatte ich zuhause zwar irgendwann in ein Glas getan, aber nicht getrunken, wie mir schlagartig klar wird.
    Ich versuche mich abzulenken, lese meine Blogbeiträge nochmals durch und sende allen an die ich gerade denke per WhatsApp, dass ich abends im Fernsehen bin. Ich sitze in der ersten Klasse und kann das alles nicht glauben.

    Am Hauptbahnhof steige ich in Berlin aus und muss kurz überlegen wo ich bin. Es ist als hätte ich Raum und Zeit komplett verloren. Die Fahrt ist komplett aus meinem Hirn gelöscht. Ich kann mir nicht erklären wie. Mist, ey! Ich wollte doch die Zeit nutzen und arbeiten! Wie kann das Hirn denn so schnell vergessen haben, dass ich gerade knapp 2 Stunden Zug gefahren bin? *staun*

    In der Eingangshalle am Europaplatz steht mein Fahrer! Ja! Ich wurde total dekadent von einem Fahrer (wie im Film, ein gut aussehender Mann mit einem Schild mit dem Logo der Sendung) abgeholt und in die Studios gebracht. Wir haben uns sehr nett unterhalten. Doch während der Fahrt überkam mich ohne jegliche Vorwarnung eine Panikwelle. Erst kribbelte der ganze Körper, dann wurde mir heiß und kalt. WAS ZUM TEUFEL MACHE ICH HIER? Ich soll gleich echt einfach vor die Kamera treten? Ich weiß die Geschichten gar nicht mehr! Totales Blackout! WO BIN ICH DENN HIER ÜBERHAUPT? Ich sage mir: Atmen, Simone, atmen! … Es half! War das, dieses Lampenfieber von dem immer alle sprechen?

    Im Studio wurde ich herzlich willkommen geheißen. Bekam ein Getränk angeboten, das Studio und meine Plätze gezeigt. Lernte nach und nach die anderen Gäste und Redakteure kennen und sollte dann auch schon in die Maske. Die Garderobiere bügelte meine kofferzerknautschte Bluse und das Tuch auf. Ich werde geschminkt. Herr Plasberg taucht kurz auf. Kleine Abstimmung das er den Faden wieder aufhebt wenn ich den verliere. Puderquaste staubt mich weiter voll. Werde nebenan dann „angezogen“ und verkabelt.

    Kurz noch einen Schluck trinken und dann ging es auch schon wieder ins Studio, wo schon das Publikum Platz genommen hatte. Alles ganz ruhig und gechillt. Keine Hektik, kein Stress und diese Ruhe übertrug sich zum Glück auch auf mich. Wir wurden von Herrn Plasberg auf seine ureigene genial humorvolle Weise vorgestellt und zu unseren Plätzen gebracht. Das war schon sehr lustig und auch sehr beruhigend.

    Nach einer kleinen Tonprobe und erneutem Abpudern darf ich mich ins Publikum setzen. Bekomme aber gleich eine Kamera ins Gesicht gehalten, die mich während der Sendung immer wieder aufnimmt. Die Sendung beginnt. Ich muss mich zwingen dem Moderator und den Talk-Gästen zuzuhören. Dann werde ich an meinen Tisch geholt. Ich warte. Versuche mich zu konzentrieren. Gebe auf weil ich nur noch Watte im Hirn habe. Dann kommt Herr Plasberg zu mir, stellt mir Fragen und ich antworte einfach. Ich habe nicht wie befürchtet im Kopf wer alles zuguckt. Ich habe nicht mal mehr im Kopf wo ich bin und was da alles um mich herum passiert. Ich lächle den Moderator an und antworte als würden wir uns ganz alleine unterhalten. In meinem Kopf ist NICHTS! Und bevor ich es überhaupt merke ist auch schon wieder alles vorbei.

    Ich soll noch etwas stehen bleiben an dem Pult und werde danach wieder ins Publikum gebracht. Die gesamte Sendung blendet mich der Scheinwerfer der mich beleuchtet. Ab und an leuchtet der Rand des Kamera-Objektivs (das mich gefühlt die ganze Zeit anstarrt) rot, dann weiß ich, dass ich grad eingeblendet werde. Ich versuche zuzuhören, erinnere mich aber an so gut wie gar nichts mehr. Auch nicht an das was ich gesagt habe. Da aber nie ein Raunen aus dem Publikum kam scheint es ja irgendwie gepasst zu haben. *hysterischlächel*

    Nach der Sendung kommen ein paar Fotografen und machen Fotos von der Gesprächsgästerunde und ich werde entkabelt. Die Herren lassen sich abschminken. Es gibt noch eine kleine Aftershowparty. Ich werde beglückwünscht. Viele Menschen bedanken sich dass es so kurzfristig geklappt hat und wie gut es gelaufen ist. Es gibt Essen. Ein paar Worte werden gewechselt. Langsam kehre ich wieder in meinen Körper zurück und unterhalte mich so, dass ich mich auch erinnern kann über was. Herr Spahn, der neue Gesundheitsminister kommt aus dem Münsterland wie ich. Herr Plasberg hat ein paar Abiturienten zur Sendung eingeladen die noch auftauchen. Irgendwann verabschieden sich Einige und ich teile mir spontan mit der Welt-Journalistin Anette Dowideit ein Taxi ins Hotel. Sie ist auch Mutter von 3 Kindern, TOTAL sympatisch, war ebenfalls so kurzfristig in die Sendung gebeten worden und wir hatten genug Gesprächsstoff. *zwinker* (Danke nochmal für die tolle Fahrt!)

    Ich checke im sehr guten Hotel ein, freue mich über die Ruhe und falle aufs Bett. Noch schnell ein paar Nachrichten auf dem Handy lesen (das waren so viele dass ich irgendwann aufgegeben hab) und dann der Versuch zu schlafen.

    Nicht so einfach bei 128 Billionen Eindrücken. An viel Schlaf war einfach nicht zu denken. *gähn* Es dreht sich irgendwie alles. Und ich schwöre ich hatte nur ein einziges Glas Prosecco!

    Nach dem Frühstück mit dem Taxi zum Bahnhof. Mit dem Zug zurück nach Dresden. Und was dort und danach alles hier abging, davon berichte ich wenn ich mein Hirn wieder im Griff habe. *seeligverstörtlächel*

    Hab gerade neugierig Tante Google gefragt wie hoch die Einschaltquote war. Jetzt ist mir wieder schwindelig. Es waren 3,12 Millionen! *schluck*

    Was für ein Abenteuer!

    Falls du es nicht gesehen hast klicke hier auf das Bild, der hinterlegt Link zeigt dir die ganze Sendung in der Mediathek! Mich gibt es ausführlich ab Minute 00:10:15

    In diesem Sinne: Bin gespannt wann ich das wirklich begreife was ich da gemacht habe. 🙂